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Ben Chananja · 1863-02-18 · 8 (18.2.1863) · page 7

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Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
8 (18.2.1863)
Date
1863-02-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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133 134 guug und Ursprung verdaust. Die logische Schärfe, di, klare Gtdau» kenfolge. die fich zuweilea zur klassischen Form erhebende Diclioo, dabei aber einfache und verständliche Art des Vertrage«, versetzte die zahl» reiche Zuhörerschaft in eine solch gehobene Stimmung, daß gewiß die lautesten Ovationen erfolgt wären, wenn nicht der Vorsitzende', Dr. Pauly, derselben einen entsprechenden Ausdruck gegeben hätte. Inland. Wien, 10. Februar. Das Werk Ihres gelehrten MitarbeiirrS, Herr H. M. PincleS ist seiner Vollendung uabe iind wird unter Sachkennern ungewöhnliches Aussehen machen. - Comprtrnrr Schul« Männer rühme» BlüchcrS halbstumme Karte von Palästina »ehr. Ego. Post, 15. Feder. Seitdem das von Dr. M cingereichte Normativ für unscru Tcn1pelk»lI»S definitiv beseitigt wurde. weil die Einleitung dir Genieiude, das Normativ selbst aber das Nabbinat komproniiltiren würde; — seitdem der .,Wanderer" vom 13׳ d. M. mit viivcrlmlltcr Ironie von dem Verfasser deS MemoraiidninS spricht; — scitdci» wird mein in Nr. 6 deS 33״. (?h." abgcdrnckler Artikel viel uiidefaiigencr deurlhcilt, als er vor acht Tagen beurlbeilt wurde. Ucbrigc»S soll die gegenwärtige Repräsentanz in dem Memorandum nicht angegriffen, der sonstige Inhalt aber so beschaffen sei», daß die Veröffent» lichiing desselben auch im wohlverstandenen Intcreffe d. 'Vrss.nicht wün» schenswertb ist. (Hiermit ist aber anch die Diskussion und die Berichter» stallililg über da« Mrinorandum und das Normativ für den ״B. Bh." geschloffen. Ncd.) Daß der wackere, allgemein beliebte P o s» c r in Folge der Londoner Aiisstellung die goldene Verdienstmedaille mit der Krone erhalten hat, erlaube ich mir auch im ״B- (?h." zn rcgistrien. L. Sch. Pest, 15. Feber. Von welcher Tragen׳eite eine Dereinignng der Kräfte vorzüglich auf dem Gebiete der Hnmamtät sein tan», beweist der allg. isr. Kranken- und Leichen»'Verein (Kurländer). Einige edle Mcnfchensrcuutc aus seiner Mitte, ginge», von dem Wttnichc beseelt, den wehlthätigc» Einfluß des Vereines so weit als mög»!ich auSjttdehncn. vor Kurzcm an die AuSfübruug eines Planes, dessen Nealisirung einem dringenden Aedürsniffc abhclfen würde. Wer die Bcdrängniß eines mittellosen FaniilicnvatrrS. den das Schicksal mit Töchtern wobl gesegnet, ihm aber zu deren AnSstat» inug die Mittel versagt ha», kennt, wird es den edlen Unternehmern Dank wissen, die an die Ausarbeitung und Nealifirnng der Idee eines mit dem obgenannten Verein iu Verbindung zu stehende» AusstailungS- Vereines rüstig Hand aulcgleu. Die lresfiich auSgearbeitelr» Statuten find der hohen k. Slattbalterci unterbreitet und die zn erwartende Gutheißung derselben wird cS selbst dem Acrmsten und Mittellosesten mög» lich machen, gegen suceessive kleine Einzahlung seinen einst auSzustat» lenden Töchtern eine nicht unbedcuiende Summe zu sichern. 8. Pest, 16. Feber. Da »ithrcre Gemeinden im Vaterlande mit Synagogeubauten beschäftiget sind, dürste es zeitgemäß sein, diese!- den auf die wahrhaft anSgezeichncteuKuuststicker T. und G. Goldstein (Landstr. Nr. 1), welche iu Synagogenoruaiueutell wirklich prachtvolle Kunststücke verfertigen, aufmerksam z u machen. Gr. Becökerck, 0. Febev. Wie Ihr geschätzter Lorrespon» dent au« Brünn iu den jüngsten Nummern dieser Zeiischrist meldet hat Hr. IonaS Willheimer. Lehrer an der isr. Schule zu Gaja. Salo» mon PappenheimS Arba Koßoth mit hebräischen Erklärungen versehen tu« Deutsche übersetzt und zum Drucke vorbereitet. Diese« Meisterwerk neuhcbräischcr Poesie, da» bereit« vor sechzig Jahren erschien, verdient in mehr als einer Beziehung eine neue Edirung; bekanntlich war eder Verlust eiuer vielgeliebten Gattin und drei hoffnungsvoller Söhne, welche den vou schweren SchickialSschlägcu getroffeoeo Dichter veran» laßten, die höchsten Probleme deS menschlichen Daseiu« zu lösen und den hartgeprüften Menschen mit d,m Geschicke au-zusöhnr». Da« Wrrt beurkunde» eine seltene Reinheit und Kraft d,S Ausdrucke«, Kühnheit de« dtchlerischen Schwünge« vereint mit der Fülle religiösen Gemüthe«; doch bedürfen die vielen Wortspiele nud mannigfachen Antithesen eine« Eommentar«. der in gedrängten Nmriffea den tiefen Ideragavg erlän» »ert. NnsereS Wissen« erschien im Jahre I8VS zu Wien eine zweite Auflage desselben, welche aber ziemlich selten ist; es verdirnt daher alle Anerkennung, daß Herr W. eine neue Ausgabe veranstaltet — ist e« doch der einzige Lohn, den Israels begeistert, Sänger finden, daß mau ihr, unsterblichen GeisteSproducte der Nack-vrlt oufbewahrt! Und den« noch sann an eine wahre, innere Erhebung nnserr« Volke« nrcht gedacht werden, so lange die uralte hebräische Sprache, welche nach Herder« schönem Worte, was Elvmologie und Grammatik betrifft, ein »nerreick» tes Meisterwerk sinnlicher Kürze und logischer Ordnung ist. so daß man sogen möchte, ein Gott habe sie erfunden — so lange, tagen wir» dl» heil Sprache in unserer Mitte nicht mehr Pflege und Eiker finde», da» mit der gegenwärtige Slantpunkl und Inhalt de« Wcltbewnßksein« mit den ewigen Quellen der h. Schriften versöhnt werde. Wir wünsche» daher dem Ulilcriielimc» des Herrn 39. die regste Theiliiabme und Nutcrflützniig seitens nllicrer GlaltbeiiSzcnoffcn und köunen da« pium desidcriuin nicht niilerdrückrii, daß auch PappenbcimS synonymisches Wör» terbuch, Jerioth Schloino. worin eine ungewöhtiliche Gelehrsamkeit und Sprachkrunlniß entwickelt wird, einen geeignkicn Editor finden möge. Hermann Brill. ir. Siklos, im Feber. Am 2. Feber sind die bevolllliächtigteo Vertreter der 7 Bczirlsgcnieinden in der Baranya in Folge der ämtli» chcn Aufforderung von Seite des ViccgespanS in Fünfkircheu zu einer allgcniciiien Bcrailmiig zusammciizekomincu. Die Tendenz dieser Berathung war die Frage um das fernere Verbleiben de« bi» dato ln usu gewesenen Systems des Eoniitais Jiabbinais. Bis jetzt waren drei Eo« milalS-Rabbince, der erste hieß Löbl und halte seinen Wohnsitz in Darda, der daiualtgeii alleinigen Gemeinde i» der Baranya, auch der zweite, Herr Löw, der jetzt in Pension in Großwarteiu lebt, hatte auch län» gcre Ze»l sei» Domiri! in Däita, bis er später »ach Fünfkircheu über» sictelie, der dritte ist Dr. Hirschseid, welcher im März seinen Posten vee» läßt; und da die jüdische Popnlalio» in einige» Orten de» (?omitat« derart zugeiiominc» hat. daß sie fähig waren, sich zu einer Gemeinde zu confltluireli, haben sie auch Bezirksrabbiner acguirirt: so wirken schon seit einigen Jahren in den Gemciiiden zu Sik'os, Moküc« und MügocS 3 zcitgcinäßc Bezirks-Rabbiner. — Da die drei letztgenannten Geiueindcil mit der (?rhaltung ihrer Rabbiner und den Beiträgen zur Pension belastet waren, so hatten sic sich schon vor zwei Jahren, al« das Proviiorinm des jetzigen (?omilalS-Rabbiner« abgelaufeo war, durch eine offene Erklärung an dlt geehrte Genicind, in Fünskirche» vom (?cmilalS-Nabbiiiate loSgcsagt. — Die Gemeindt zu Fünskirche» hat aber diesen drei Geiucinden bei der (?omitatSbebörde einen Prozeß anhängig gemacht, der noch in der Schwebe ist. — Da jetzt Se. Ehr» würden Herr Dr. Hirschseld ״ach Augsburg geht, so wurde von Seilt der hohen Behörde an die Vertreter der Gemeinden die Frage gestellt, ob sie wünscht», daß da« (?omitatS-Rabbinat aushört, worauf alle bejahttid antworteten, ilidem sie erklärten, rin, jede BezirkSgemeindr wird einen Rabbiner aoflellen. Die Gemeinte zu Fünskirchen hat eioe Adresse an ihre» wacker» Herrn Rabbiner Dr. Hirschseld gerichtet, io welcher sie ihrer AuhLug» lichkeit und Zuneigung nnd dem tiefen Bedauern über sein Scheide» mit be» redter Sprache Ausdruck gib». u»d seine immensen Leistungen u»d sei» eniineolt« Wissen hervorhebt. Nhir-Vntor, im Szabolcser (?omitate, Anfang« Feber. Bor Kurzem weigert, sich der hiesige More Zedek einer Aufforderung Folgt zu leisten, welche von ihm verlangte, ein, Trauung im Tempel z» »oll«

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