Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 8 (18.2.1863)
- Date
- 1863-02-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Cicero 1× ep/1024888
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129 130 Sch» wir doch, fuhr rr so«, vaß Got, selbst, der Leu Menschen die Kunst der Nrd« verleiht, uu« hierin mit dem Beispiel, vorangrh, indem e« von ihm heißt (Hiob. 28. 27. 28): ״(Sr sah und erzähl» sich sie — die Thora —, stellte sie fest und durchdachte ste, dann erst sprach er zum Menschen: Siehr, Gottesfurcht ist Wcishrit. Böse« meiven Vrr, nunft"; ferner (Ez. 20. 1): »Gott redete aste diese Wort, — zuerst für sich —. dann erst verkündete er fk, 08*6)"- Und in der Tha» muß man der Ansicht des R. Akiba beistimmen, wenn man erwägt, welche Ehrerbietung der Gemeinde vom jüdischen GcsichlSpuukte aus gebührt, und daß es sie gcringschätzrn heißt, wenn sich der Prediger ihr gegenüber der niomcnraneit Znspiraiion überlaßt. Von Cicero wird erzählt, daß er einen Sklaven, der ihm berichtci hatte, die ScnatSfitzung wäre um kl»,» Tag verschobcn wordcn. vor Freude, daß er einen Tag mehr Zeit habe, seine Rede auSzuarbcitc», die Freiheit geschenkt habe, und Cicero war trotz Pros. Momseu, drr ihn einen Schwäger nennt, ein großcr Redner, wenn er auch nur für ein Klein-Nom gewesen wäre. 2. Die Linthtiiung des Midrasch Zchir Ha-Zchirim und Lohelet. Abweichend von alle» übrigen Midraschim sind die beiden in der Ueberschrist genannten in Ordnungen oder Sedarim eingetbeilt. und zwar Midrasch Chasita (so und nicht Cbasik sollte cs heißen) in zwei und Midrasch Kohelct in drei. Die» Cinlhcilung. die bis jetzt nicht erklärt wurde, steht!!!! Zusammenhänge mit der Masora, welche die biblischeu Schriften in Sedarim zerfallen laßt. Beim Hobenliedc fehlt in derMasora die Angabe der Sedarim, es ist aber kein Zweifel, daß bei קול דורי ein neuer Scder begann, und daher im Midraich Chasita sich bei diesem Stücke Sidra ding nun sindc». Dci Kohclet gibt die Masora vier Sedarim an. von dem der 1.. 3. und 4. Scder sich im Midrasch wiedersindet, während der 2. ausgefallen zu sein scheint, wenn wir nicht annehmen wollen, der Midrasch folge einer andern masorctischen Cinllicilung, die blöd drei Sedarim in Kohelel annahm. Die masonsche Scdar,m-Ciniheilung ist sehr wichtig. La »» z B. das Buch Kohelct durch dieselbe ui die de» wechselnden Inhalt nach wichtige» Thcile zerlegt. Auch wird dadurch erklärt, warum baS 12 in dem Verse 2)12 12(2 ש□ 2לשמן groß geschrieben werden muß. weil nämlich mit demselben ein neuer Seder beginnt. Das große ם in dem Schlußverse ף לבר וברי)□ soll auf denselben besonders aufmerksam machen, weil cS ihm zu danken ist, daß Kohelet dem Kanon cinverlcibt wurde. Die halachischen und haggadii'chen Elemente, welche der Masora zum Grunde liegen, verdienen eine ausführliche Darstellung, denn die Orthographie. Vccalisatioa und Ae» centualion der ganze» Bibel stehen unter dem Einsinssc der Halacha und Haggada uud find nicht ursprünglich. Z. patristische Haggada. Zn dem letzten Zähre wurden Uutersuchungcn angestellt über die Haggada, welche in den Schriften der stirchenväter sich findet. Dies ge» währt bloS ein literar-historisches Zntereffe. Wichtiger, weil da- Wese» und Motiv der Hagada selbst beleuchtet, wäre der Nachweis. wie die Kirchenväter aus eigruem Antriebe den Weg und die Methode der Hagada betrete» haben- So erklärt Origines (Op. 1,30) das Ausleihen der goldenen uud silbernen Geräthr in Egypten dahin, daß rin ver» waudtschaftlichrS Verhältoiß zwischen der Weisheit der Heiden und der Philosophie der Juden besteht. Aehulich sagt Ewald (Geschichte des Volkes Israel II, 87): ״Israel hat den Sgyptern die wahre Religion entwendet, ihnen die rechten Opfergeräthr und damit die rechten Heilig» thümer uud Opfer selbst entwendet." Augnstin (de divers qaaest 83, 53) betrachtet die entwendeten GerLthe al« Lohn für die hundertjäh» rigeu Arbeiten drr Zsraeluen in Egvvlrn. Bekanntlich ist dies auch die Ansicht des Thalmud, r« ist aber kaum wahrscheinlich, daß Augustin sie j von Zudea gehört Hab,. Di, ganz, -aggadisch, Mrlhst» ist nicht will, kürlich, sondern beruht, auf bestimmten psychologischtN Dtsetzr» ln gti» stigen Entwicklung, und um dies tiefer zu begründe» lind der Urberz»», gung näher zu rücken, wäre r« aöthig, den BttStl« |U sübre«, daß die Kirchrnvater gewisse Moment.׳ der Haggada srlbsisiändkg producirt,». j Korrespondenz. Ausland. Trier, im Jänner. Da- I. Heft d,e r. vandt« der Predigte, von Dr. Zrllinck habe ich. sowie die deS ttsttN Band« mit großem Genuß gelesen. Der geehrte Referent des l. Valide«!» dem ״B. Ch." wird grwiß auch über den zwkitrn rcferirrn. Folgttttt Vemerkungen will ich hier mittheilcii. Es ist ein großes Uebel, daß di,K so vorzüglich,o Reden durch den hohen. Preis derselben (20 Silbttg,. daS Heft) nicht so verbreitet werden könuen. wie sie es vertieue» Mid wurden sie tint! gute Wirkung auf Ziidru und Nichtjudrn ausüb,». Besonder« sollte di, j z,bnte Rede dicsrr Sammlung über Toleranz ii» Zudttttbumr, da« Best,! und Gründlichste, wa« mir hicrübcr bekannt tst. besonderabgedruckt! und durch dir ganzr Wrlt versandt werden. Di« Rrdt über Para-Aduma ist höchst originell und überraschend in der Erklär»»») de« Mysterium«, daß die Asche der rothcn Kuh den Unreine» teilt, »»d drn Reinen ua» rein macht. Zcdoch schciut mir dies, ,״», Erklär»»,) auch 'IwaS wy» steriöS. sowir dir Deutung der Agada clwaS draschsarltg zu sein. Mir scheint, daß dicscm Mysterium das Grundprinzip dt« Zttdrnthum« . daß nämlich Gott altrin alle Kraft und Macht eigen ist und von ihm altrin Alles bedinge und bewirkt wird, zu Grunde iirgr». So mußt, der Hohepriester am VersöhnuiigSiage vorerst sich mit still Han« durch einen Siicr versöhnen, damit wrdcr er, noch da« Volk gkaubr, «r bitte an und in sich dir Macht. Andere zu versöhne». So tnrflen dir Priester auch den Segen nur im Namen Gelteausspktchr». ־״• Ebenso hatte da« Volk lricht aus Len Zrrglaubci, geführt werde» könne», die Asch, der roihc» Kuh hätte, weit sic de» Unrein,» reiilig», dir Kraft Le« Reinmachcus an sich, wodurch diese leicht abgötllsch I)ällt verehrt werden können. Um diesem vorzubcuge», bestimmt dir kbora. daß sie deu Rrinen, der sie aus den Unreinen wirst, unrein macht, daß st» somit an sich die Macht dcS NeinmacheuS nicht habr. sondtkll Mit sinnbildlich aufgr» iaßt wcrdrn muß, nämlich, daß di, Sünde (daS Roihe) vrrnichkrt wrr» de» müsse. Ausführlicher rin anderes Mal. Zch »volll» hier grlkgeotlich nur lieft Zde, andrutra. Obtttadb. Z. Kahn. X. Frankfurt, 8. Febrr. Unsere Btsürchning. daß drr grir» chi'che Thron von dem birs. Rabbiner besetz« werdt» wurd,. ha» sich za nuferer innigen Freude nicht bestätigt; u. Gtig», bat, nachdem eiur nach AreSlau gcsandtc Deputation de« Vorstand« U. Gemeind,ausschuff,« ihm die dringend, Vitt, d,r von ihnen repräsriltitktU Gemeind, an« Hrrz gelegt, seine Vaterstadt doch nicht wegen BttSlaU zUkÜcksttzeu zu wollra, da- Rabbinat desiniliv augrnomw,». Dis Angabe Zhre« Z2 ׳ Corrrsp., daß grgtN O'i Ausnahw» agi> «irt worden sei. beruht auf der Trndenzlügt tillk« hirs. Blatt«. Wahr׳ ist nur. wa« wir iu unserem Berichte mitgrthtilt habkN. daß lang» vor G'S Berufung Unterschriftra;0 rinrr Eingadt für di» Wiedrrriusrtzuug Steins gesammelt wurden, gegen G. hat sich adtk leint Stimm, ״ho» b,u; ja sogar drr ,inzig, früh״, Fürsprrch״ St»lU< bei d,r verwal» tung war Mitglied der Deputation nach Br«!an. Frankfurt, S. Frbr. Radbin,, Hirsch'« matrrlrll״ Si,g u. moralisch, Nitdrrlagr. L.'adbill״ Hirsch hat in s,i, rigen« Fleisch u. Blut geschuiiteu u. di, wtllig, kedentkrast, dir sriu, Romaatik durch ״knnstrlt, Nrizmittrl noch dtsktlt», nunmehr giinzlich