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Ben Chananja · 1863-01-07 · 2 (7.1.1863) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
2 (7.1.1863)
Date
1863-01-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
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27 28 »cn ihm, außer frinrtn Name» »wähnt; aber die Mutt» war groß! — vnd die« ist genug.- g,was Aehvliche« läßt sich von d» Mutt» Samuel« behaupten, nud an« der Bibel Nachweisen. Der Einfluß Rebeka'S auf die spälerr Handlungsweise Jakob'« ist;um Staunen. Und wenn auch über die Müller anderer grrßer Männer de- Alterthumnicht- Näherebekannt ist— reehalb ist doch unsere Behauptung richtig. In Bezug auf Mütter großer Männer auder neuern Geschichte kann ich Sie an die Mutter .«als» Zoses'S Ik.. an die Humboldt'-, Schiller'- nnd Göthe'S erinnern, die alle groß waren, (rergl. ״zwölf Frauenbilder" auder Zeit der Müller GöiheS von Echönlein), und deshalb auch große Söhne erzogen. Zum Schluffe will ich Ihnen ei» Gcdichtchen Göthe'S zum Besten ge. bcn, was die in meinem tritteu Grunde kür eine sehr sorgfältige Erziehung der Mädchen ausgestellte Behauptung bezüglich der intelrktucllen Anlagen de» lindes bekräftig«.*) ״Vom Vater Hab' ich die Natur, ״Des Lebenernste- Führen; ״Dom Mütterchen die froh' Natur, ״Die Lust zu fabulireu." Korrespondenz Ausland. 8. 6. Breslau, 1. Jänner. Seit Anfang vorigen Jahres besteht hier ein ״Verein zur Bcrbrciiung der Wissenschaft des Intenlhums" der es sich;ur Ausgabe gemacht hat, Julcrcffc für da- Jutenthum nnd jütische-Wissen wach zu erhalten und zu beleben. Dieser ctlc Zweck soll vorzüglich dadurch erreicht werden, daß der Verein von Zeit z» Zeit wisscuschastlichc Vorträge durch anerkannt dazu Befähigte abhalten läßt, und zugleich seine» Mitgliedern Gelegenheit bietet, sich durch freie Discussicn über jüdische Themata Bclehrung zu verschaffe». Von den in letzter Zeit gehaltenen Vorträgen sind naineutlich zwei dervorzuhcbcn. Der erste von dem Lehrer dcö jüd. »hcot. Seminar- Herrn Dr. Joel, welcher Philo zum Gegenstände feiner Besprechung »ahm. I» klarer und seiner Weise gemäß gediegener Rede setzte der Vortrageude Zeit und Verhältnisse auScinander, in denen der zu Besprechende gelebt. Leider war die Zeit zu kurz zugrmeffcn, als daß in diesem einen Vertrage auf das eizentliche Leben und Wirken Philo'S näher eiligegangen werden konnte, wir werden daher versprochenermaßen noch in diesem Seincstcr de» Genuß haben, Herrn Dr. Joel über dasselbe Thema noch einmal z» hören. Im zweiten Vortrage am 30. Dez. behandelte Herr Dr. Finkenstein, Privaidocent der hiesigen Nmvcrsilät. die mosaische Schöpfungsgeschichte und erörterte die Vergleichspunkte, welche sich zu den verschiedenen NeligionSsystrmen und Philosophemen alt» *) Bogt im 30. seiner physiologischen Briefe äußert so hierüber: ״In dem Säuglinge schon zeigen sich die Spuren mancher so» wohl körperlicher als geistiger Anlagen, die sich erst in späterer Zeit vollständiger und kenntlicher entwickeln. Wir sehen vom Anfang au individuclle Elgenihümlichkciten durchleuchten, welche durch Zeugung und Entstehung in den Keim gelegt werden, und dir später hervortreten. So wir dir Familienähnlichkeit in dem runden Kindergesichlr, an dem alle hervorspringenden Ecken und Leisten weggcwischt. akle Züge unter einer schwellenden Feitlage verdeckt find, erst nach und nach sich ansbildet und materiell kundgibt, so sehen wir auch in den geistigen Fähigkeiten gewisse Familienähnlichkeiten nach nnd nach auftaucheu, die einen wesrut» lichra Theil der iudividuellen Eigenthümlichkeit auSmacheu." und nroer Zeit ausfinden lassen. Sin wesentlicher und charakteristisch» Unterschied der mosaischen Auffassung von andern religiösen Dorstellu»- gen lieg' darin, daß die Bibel wohl eine KoSmogenie aber keine Theo« genie ha», also die Eoncurrrnz der Wissenschaft zuläßt, während die meisten andern ReligioiiSsvstewe mit Ausschluß der wiffenschaftliche» Forschung ein kirchlickcS Dogma zur Voraussetzung der Wrltschöpfuug niachrn. Die mosaische Erzählung zeichnet sich durch ihren vorwiegend historischen Ekarakter an-, und gewinnt durch die Einfachheit, Klarheit und Faßlichkeit der Sprache die allgemeine Glaubwürdigkeit für sich. Wir müssen gestehen, daß wir bei der Fülle de- Inhaltnicht im Stande sind, auch nur die hauptsächlichsten Data im AuSzuge wiederzngebrn. Schließlich hob der Redner noch die Beziehungen der biblischeu Erzählung zu de» Ergebnissen der neuern Naturforschung hervor nnd zeigte, daß z. B. Laplaee und Newton in der Hauptsache -auf dirselben BorauSsetznnaen znrückgrgangcn find, die Mosein seine SchopsungSgrschichte verflochten hat. Nebcr die weitern Vorlesungen in dem ״Vereine zur Verbrritung der Wissenschaft de- JudenthumSwerden wir nicht ermangeln Mittheilungen zn machen. Bukarest, Sude Dez. In unserer Gemeinde hat sich vor Kurzem rin E »1 t u r,v er e i n gebildet. Dem Herrn David Popper gebührt vor; glich das Verdienst, diesen Verein in'S Leben gerufen zu habe». Präsident de- Vereinist der in unserer Milte fett zwanzig Jahren verehrte, gelehrte und geistreiche Dr. Julius Barasch. Der Verein wird einen nach westeuropäischem Muster eingerichteten Tempel gründen, und das jüdische Spital aus eine angemessene Weise dotireu. Die Regierung hat den Vceci» sanctionirt. Der Sekretär de- Fürsten. Herr Baligo de Bcynr, hat an den Bereut cru sehr schmeichcl- Haftes Schreiben gerichtet (Arch. 3fr ) Aus der Schweiz. Ende Dez. Zur Gründung eines Cutturvereins ist zwar bei »NS erst der erste Anlauf versucht worden, cS haben sich aber so ehrciiwreibe Mäiiner an die Spitze gestellt, -- Kayserling. Rabbiner in Entingen; Dreifuß in Basel; Deeisuß in Biel; Guggcnhcim in Bade»; BcrnayS in Zürich, — daß demselben »ur eine sehr günstige PrognosiS gestellt werden kann. Der Verein stellt sich die doppelte Ausgabe, für die gänzliche Emanzipalion der Juden in der Schweiz za arbeiten, und geistige und sittliche Bildung unter den belvclilchen Jude» zu verbreiten (Das.) A. Paris, 1. Jänner. Herr Ad. Frank. Akademiker und Milglied dr-EentralcoiiststoriiimS. Bcrfaffer mehrerer philosophischer und historischer Werkt, ist z»m Milgliede der Rcdaclion dr- ״Journals Le« Savausernannt worden. Herr Frank verbindet mit der deutschen Gründlichkeit in der Forschung französische Eleganz in der Darstellung, Er v rtritt da- Jiidenlhum auch im UnterrichtSrathr. Herr Michael Goudcham. Ziiianzmiiiister im Jahre 1848, ist am 27. Dezciubrr mit Tod abgegaageu. Aus Polen, Dezember. Auf da- Ersuch der Juden im Gouvernciurnl Minsk in Liihaurn um Auslicbnug einiger Bcschränknngcn antworirte die AvelSvcrsammlung am 1. Dezemder mit dem einstiiumigeu Ruse: .«»,sprechen wir den Wünschen unserer Brüder, der Israeliten (Op. Rat.)!- Inland. Wien, I. Jänner. Eior soeben au« verläßlicher Quelle erhaltrne Mi.iheilung betreffder in der Stuhkwrißenhurger und Großwardriner israelitische» Gemeinde obschwrbendeu Mißhekligkeilen dürfte Ihnen willkommen sein, da dieselbe den kurzen Inhalt der von de» betreffenden Gemeinden so sebnlichst erwarteten, nunmehr in letzter Jastanz »folgten Entscheidung überbringt. Diese Entscheidung, welche be. reit« an dir betreffenden Gemeinden adgegangen, laute» dahin, daß die

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