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Ben Chananja · 1862-12-26 · 50 (26.12.1862) · p. Seite 433

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
50 (26.12.1862)
Date
1862-12-26
Page
Seite 433 (sequence 3)
Language
German
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433 Grieche und nicht Barbar gewesen zu sein, und drittens zur Zeit deö Sokrates gelebt zu haben. DaS Erste u. Zweite fallt ganz zusammen mit unserem הניתן לשכוי und שלא עשני גוי warum hatte er aber nicht auch unsere של ע אשה? Weil daö Weib bei ten Griechen in hohen Ehren stand. Anmerkungen. ') Lunrgil ׳knov^ym) dieses Wort bedeutet im Griechischen sowol Dienst ini Allgemeinem als auch Gottesdienst im Bcsondern, vollkommen entsprechend unsrem שידיה)/; im Tal. B. Minach. 44. a. kommt האבודה auch als Jnranientnm vor. vielleicht analog dem g. Svw. uf/Qi ßססmv oder d. lat. nsque ad aras נ) Korintber 1. K. 11. s) Die rabbinische Bcflinimnng. daß Frauen als Zeugen ungiltig sind, ist bereits durch die LandeSgcsetze abolirt; in der rabb. Gesetzgcbnng sind fast überall נשי□ ד<בדים die unzcrtrciiiilichcn PariaS. 4 I. B. Megilah. 21. Sch. 91. CH. 282. 4 Mciiaeh S. 43. Raschi zur Stelle. ') Oio^. Liierti III. שכוי (ל in der Bedeutung Herz. Nichts Neues unter der Lonne. Bon Rabb. M. Fein. Die Königin Margaretha v. Oesterreich, die sich einen Ruf erwarb als gebildetste Frau ihrer Zeit, — denn sie war Rednerin, Schriftstellerin, und Dichterin, und ihr Talent in allen diesen Stücken war sehr bedeutend, — hatte außerdem eine Berühmtheit erlangt ourch ihr seltsames Schicksal in ihren ehel. Verhältnissen; sie harre sich 3-mal vermahlt, hatte aber das Unglück, daß ihr die Männer starben; ihr dritter Gemahl war Herzog Filibert v. Savoyen. Als auch dieser starb nach kurzer Ehe blieb sie ledig; indem sie dachte, daS Geschick habe ihrem ehelichen Glücke einen beständigen Krieg erklärt. ״Alles schon da gewesen." Die קטלנית lehrt der Talmud 0 darf nicht wieder :uv 1.׳.1׳ Ehe entgehen. Der aufgeklärte Maimonideö -) macht wol kein Hehl daraus, daß diese ganze Verordnung auf einer abergläubischen Vorstellung beruhe, und daß man demnach ohne Bedenken in der PrariS Umgang davon nehmen kann. Er erklärt der Ganze alö הש; sollten aber unsre Talmudlehrer das לא תנה שוי d. h. Schrift übersehen haden? Johanna v. Castilien , eine Zeitgenossin der Mararatha (Beide 1504), ließ den Leichnam ihres Gatten Philipp deö Schönen wieder auögraben und mit königlichem Schmucke bekleidet in ihr Zimmer setzen; hier blieb sie Tag und Nacht vor der Leiche sitzen und erwartete deren Erwachen; in dem sie sich unaufhörlich deö von einem Mönche ihr erzählten Falles erinnerte, »vie ein tvdter König nach 14 Jahren wieder aufgelebt war. ״Auch schon da gewesen." Im Talm. Sabb?) S. 152 wird mindestes ein Jahrtausend früher ein ähnliches Wunder erponirt. Anmerkungen. ן ') T. Jcbamoth. und Sch. 9l. Eh. 9.! 4 Kcsef Mischuch zu Maim. h. I. Biah 21. I 4 9luS MattbäuS K. 22. o. 23—33, ist übrigens crsichrlich,! daß zu jener Zeit selbst Frauen, die 7 Mal verwitwet sind, wieder 1 hciratheten. , ') M. vgl. Kcrem chemed. B. 6. S. 80. j Historische Z1 olizen. | Bon Dr. G. Wolf. VII. Statistlck der Juden in der Bukowina im Jahre 1781. Die Statistik ist eine Wissenschaft, die in neuerer Zeit mit bcsonderen! Fleiße gepflegt wird, und allerdings sind deren Zahlen am meisten ׳ geeignet, zu beweisen. Wir glauben daher, daß folgender Beitrag nicht! ohne Interesse aufgcnommcn werten dürfte. Im Jahre 1769 waren in der Bukowina 457 jüd. Familien, 1777, 650 Familie», 1781, 1050 Familien und zwar 977 verheiratete, 26 ledige, 13 Witwer. 34 Witwen, Knaben 1168, Mädchen 1144, Dienstboten: männliche 223, weibleiche 98, säninuliche Seelen 4613. Eigene Häuser besaßen 285 Familien, 706 wohnten zu Mithe. Beschäftigung: 17 hatten ganze Güter in Pacht, 65 Zehenten;; ferner waren 388 Schänker, 33 Brandweiiibrenner, 69 Müller, 1 j Ucbcrführer, 1 Fischer, 13 Kanflcute, 3 Vieh-, 6 Wein-, 4 Honig-, 4 1 Frucht-, 2 Tabakbändler, 75 Klcinkrämcr, 13 Hascnbalghändler. i Gcineindcbeauite: 1 Oberrichtcr, 5 ״ordinäre" Richter, 1 Ober- > rabbincr. 5 ״ordinäre" Rabbiner, 16 Schächter, 41 Schulmeister, 5 ן Schulsinger, 4 Geiueindecassiere. 1 Schreiber. Ferner 2 Geldwechsler, 7 Goldschmiede, 2 Uhrmacher, 2 Knpferschmiede, 6 Wasserführer, 1 9lrzt, 2 Mahler, 3 Barbiere, 1 Petschaftstcchcr, 3 Kirschuer, 3 Glaser, 1 Wcißgärber. 25 Bäcker, 5 Fleischhacker, 2 Bicrbräucr, 23; Brandwcinbrenner. 2 Tabakmacher, 3 Caffecsicdcr. 3 Bader, 1 Buchbinder, 1 Maurer, 1 Rosogliomacher, 2 Schuster, 53 Schneider, 6! Schaffer oder Faktoren, 15 Marktsitzer, 1 Hebame, 1 Nachtwächter,! 14 Fuhrleute. Die Steuer betrugen 4346 fl. 23׳/. fr. Korrespondenz. Ausland. Altona, Noveinb. *) Ein bekannter hyperorthodorer Rabbiner, der sich unsterbliche Verdienste um die jüdische Religion und Wissenschasl durch eine in einem Werke veröffentlichte Untersuchung über die hochwichtige Frage erworben hat, wie ein gläubiger Israelit, der das Unglück har, keine Hände und Arme zu haben, die Pflicht des Lulab-! schütlelns zu erfüllen habe, und bei dieser gelehrten Untersuchung zu ן dem hochwcisen Res nllare gelangt, daß ein solcher den Feststrauß zwischeu die Zähne zu nchmcii habe, hat in demselben Opus die Frage aufgeworfen, ob der alt hergebrachte Brauch ferne aufrecht zu erhalten , sei, daß die Damen an Simchath Thora, von ihrer vergitterten Gallerte 1 in der Synagoge zur Erhöhung der Festfreude Nüsse und ConfitüreS unter die Jugend herabwersen. Wenn er trotz dem von ihm sonst aufj recht erhaltenen Grundsätze ״I cdcr Gebrauch Israels ist Gesetz" diese > Frage zwar verneint, aber als Motiv dieser Verneinung nicht der durch! jene Handlung cntsteheilden Synagogenunsug, sondern einzig und allein *) Durch Zufall verspätet.

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