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Ben Chananja · 1862-11-07 · 43 (7.11.1862) · p. Seite 368

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
43 (7.11.1862)
Date
1862-11-07
Page
Seite 368 (sequence 6)
Language
German
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868 schen (Joma 72. a), auf welcher letzterer auch Mendelssohns beruht. Merkwürdigerweise übersetzt die Septuaginta עמרים mit asrjnro?, also mit OnkeloS übereinstimmend. Die Vulgata übersetzt zwar stautea bat aber doch daö Unsyntarische herauögesühlt, inden» sie es dem Worte: tabulas folgen läßt. Facies et tabnlas stantes tabernaculi de lignis setim. 3. Erodus 15. 1. Wenn Mendelssohn und Sachs ר0ב mit Reiter übersetzen, so scheint mir das unrichtig zu sein; da dieses Wort den Wagenkämpser bedeutet. Ja es ist noch fraglich, ob פרש mindestens an dieser Stelle, Reiter bedeute. Nach DnnkcrS G. d. Alt. I. S. 32. sind Neiler auf keinem ägyptischen Monumente zu sehen. Vielleicht ist der פרש der Rosselenker, der hinter dem ר0ב. dem eigentlichen Wagenkämpser in einer Entfernung stand, nnd wegen seiner abgesonderten Stellung פרש hieß. Daher Jercm. 4. 29 und Nahum 3, 3, מקול פרש, weil der Rosse- oder Wagenlenker laut schreien mußte, die Pferde leiten zu können. בעלו פרשים in 2. Sani. 1, 6 ließ auch eine andere Erklärung zn, als sie Ges. gibt. Später jedoch mag daö Wort פרש auch aus Reiter übertragen worden sein. — Keineswegs aber bedeutet רכב in Berbindung mit 010 Reiter, sondern Wagenlenker. Vgl. I Kön. 5. 8.: Ps. 20, 8. 4. Erodus 32, 32. Gegen die Annahme, מספרך אשר כתבת aus das Buch des Lebens zu beziehen, sprechen zwei Gründe: 1. wäre der Nachsatz NONO אשר ganz überflüssig; 2. ist cö sehr fraglich. ob das mosaische Zcilaltcr diese anthropomorphistischc Anschauung gekannt habe. Daniel 12, 1; Ps. 69, 29, wo diese Phrase vorkommt, könncn höchstens beweisen, daß diese Anschauung in der nachbabilonischcn Zeit gang und gäbe war; denn aus Ps. 69, 36 ist ja jedenfalls ersichtlich, daß dieser Psalm kein Davidischer ist. Vgl. Hitzig zu diesem Psalm. Zu Numerus 11. l5 sagt Mose zu Gott: הרגני נא הרג, nicht aber מחני נא מספרך. Ich glaube daher, daß hier unter ספר der bis zur Berkündigung geschriebene Theil der ת1רה zu verstehen sei, aus dem MoseS seinen Namen auSgelvscht zu sehen den Allmächtigen bittet, nachdem er seinen Mission. Israel für den Monotheismus zu erziehen, für uuausführbar gehalten. Gitin 60, a. werden zwei Meinungen angeführt: ob Mose die Torah als Ganzes, also erst im seinem letztem Lebensjahre, oder stückweise, durch die ganzen 40 Jahre der Wanderschaft ausgeschrieben habe. תורה מגלה מגלה נתנה, תורה חתומה נתנח Eine gesunde Kritik müßte sich, nach meinem Dafürhalten, für letzte Ansicht aussprechen, wofür es auch viele Belegstellen gibt. S. Erodus 24, 4, 7; 34, 27. — Die Antwort Gottes: wer gegen mich gcsündigct, den werde ich aus meinem Buche löschen, bezieht sich vielleicht auf Ahron, der an der Sünde Antheil genommen, wodurch Jbenesra's aufgeworfene Frage zn Deuter. 9, 20. beigelegt wäre. Bgl. M. Rabba zu פ׳ צו im Anfang: הוא שה״קב״ה אמר למשה מי אשר חטא לי אמהנו מספרי הה״ד ומטהרן התאנף ה׳ מז^ר להשמידו und die folgende sehr sinnreiche Bemerkung über בני אהק und אהרן Bielleicht wäre es »och richtiger, den ganzen Vers so zu übersetzen: ״und nun, ob du ihre Sünde verzeihen wollest oder nicht, lösche mich aus dem Buche, das du (bis her nämlich) geschrieben hast," was zu dem vorhergeheuceu Verse sehr gui passen würde. Erodus 32. 20. Herr Dr. D. Pillitz, ei» eben so gelehrter Hebräer wie Mediziner, fragte mich, ob man denn schon zu MoseS Zeit das Derbrentten der Metalle gekannt habe? Dieselbe Frage fand ich schon i» Iben Esra anigeworsen und bejahet, was aber der gelehrte Fragesteller mit Recht bezweifelt. Ich sagte ihm, daß וי £זרף hier mchtö Anderes sagen will, als daß MoseS durchs Schmelzen die Form des Kalbes vernichtete, was einem gänzlichen Verbrennen wol gleich kommen mochte. 6. Numerus 33, 2. Was in diesem Verse durch den Gegensatz מסעי הם מוצאיהםund מסעיהם למוצאיהם eigentlich gesagt wird, darüber lassen uns alle mir bekannten Erklärer in Stich; und doch muß irgend welcher Sinn darin enthalten sein. Daß MoseS von Beginn an ein Tagebuch über die Reisen und Märsche geführt habe, können wir mit Evidenz der erste» Hälfte uuscres Verses entnehmen. Nun aber wissen wir ans Nunieruö 9, 15 und s. s., daß die Ausbrüche von einer Station nnd die Wahl der Ruhestätte durch die W olkc augezeigt wurde. Mithin konnte man beim Ausbruche noch nicht wissen, wohin die Reise gehen werde, da es ja noch unbekannt war, wo die Wolke sich nicdcrlasseu würde. Moseö konnte daher nur soviel in sein Tagebuch ein tragen, daß sie au diesem Tage von! Orte N. ansgebrvchcn seien. Ließ sich die Wolke nieder und schlugen die Israeliten aufs neue Lager, so wartete Moses mit seiner Einzcichnung ins Tagebuch bis zum Aufbruche, wo er wieder den Ort des Aufbruches, und nichts mehr, cintragen konnte. So gingö bis zu Ende. Als man nun zum Schlüsse aller Reisen das Tagebuch vornahm und darin die Aufbruchsstatioucu eine nach der ander» verzeichnet fand, konnte mau leicht die Form ändern und zugleich angcben, wohin sie von jeder Station gezogen seien. מוצא voll יצא heißt der Aufbruch; מסע von נסע mir der Absicht wohin ziehen, zeigt die Richtung des Zuges an. V. Genesis 13, 3; ferner Erod. 27, 38 und רש״ו dazu. Unser fraglicher Vers scheint nach Gesagtem eine Korrektion der אלה מסעי im vorigen Verse zu enthalten, um einem Mißverständnisse vorzubeugcn. Wenn Jemand fragen wollte:Ovie konnte denn Moses die מסעות ausschreiben, da diese ja erst von der Wolke oder עלפי' ה׳ angegeben wurden? Antwort im 2-ten Verse: MoseS schrieb szucrst) die Ausbrüche von den Reisen ans, die ja — letztere nämlich — 'עלפיה waren; dies aber sind (jetzt zum Schlüsse) die Reisen von den Ausbrüchen. Ein Beleg — wenn cs noch dessen bedarf — mit welcher güttl. Wahrhaftigkeit jeder Vers in der Torah geschrieben ist. Auch dürfte dieses merkwürdige Kapitel, dessen Einleitung wir jetzt verstehen, zu andern Resultaten führen, als Ewald in seiner Geschichte des V. Jör. daraus ziehen will. 7. Levitikuö 11. und Deuteron. 14. Die verbotenen viersüßigen Thiere und Vögel haben alle das היהיריעה vorgesetzt; die erlaubte« Heuschreckenarten haben es auch; dagegen stehen die erlaubten QnadrupedeS in Deuteron, ohne den Artikel, während er den verbotenen Thierarten auch dort nicht fehlt. אמר דרשמ ni המקרא. Der Artikel hat int Hebräischen entweder demonstrative oder geueralisirrnde Bddeutung. Hier in unseren Stellen hat er offenbar die zweite Bedeutung, da das ganze Genus des Adlers z. B. schlechterdings verboten und kein Fall vorhanden ist, wo man einen Adler essen dürfte. Die erlaubte QuadrnpedeS jedoch sind nicht dem ganzen Gennö nach erlaubt, da es ja Fälle gibt, wo man sie nicht essen dürfe, z. B. als טרפה oder נבלה , daher muß denselben der Artikel kehlen. Bei den Henschreckenarten dagegen, wo alle diese Ausnahmen wcgsailen und die erlaubten Spezies dem ganzen Genus nach erlaubt sind, konnte sich der Artikel wieder ebensogut einstellen, wie bei den verbotenen Thierarten. Ehnlin 42, a. entbält keinen Widerspruch , da dort das 1את urgirt wird.

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