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Ben Chananja · 1862-10-31 · 42 (31.10.1862) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
42 (31.10.1862)
Date
1862-10-31
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage zum ״Ben Chananja" Ne. 42. manche VcrgleichnngSpnnkte darbicten mit dem Hebräischen, ebne daß die genannten Werke wirklich irgend den geringsten Zusammenhang mit dem Hebräischen haben. Wir müssen uns mit der bloßen Andentung dieses Gegenstandes hier begnügen, wir hoffen, anderwärts denselben näher betrachten zu können. Die genannten 2 Werke geben Ausschluß über Stand und Umfang der Kritik in der alten Zeit. Die Kritik des vorigen Jahrhunderts in Bezug ans SchakeSpear findet einen nützlichen Repräsentanten in dem Buche von EdwardS genannt: Onnon8 05 eritiei8m, ein Werk, welches sehr nutzl,ch ist und welches die Leerheit der Kritik von Warburton bloßstellt. Solche Sammlungen von Grillen, und das stolze Hinwegsetzen über Sprachgebrauch, welches von Warbnrton als die Krone der Kritik auögegeben wurde, unv von einigen denselben nachbctcnd dasür gehalten wurde, haben sich oft auch auf andern Gebieten für Kritik ansgcgeben. Herr Dr. Haar brücke r, der verdienstvolle Nebersetzer der Scharastani, hat den arabischen Tert des EommentarS des N. Tan chum I er usch a lm i mitgetheilt. Derselbe hatte schon früher einiges von Commeniaricn dieses Autors bekannt gemacht. Daß für diejenigen, welche nicht arabisch lesen, nicht zugleich eine Uebcrsetzung beigcsügt ist, ist bedauerlich. Indessen sagt das französische Sprichwort: Alles fällt demjenigen zu, welcher warten kann. Da Hr. Dr. H. übrigens im Vorwort sagt, daß er eine deutsche Ucbersetznng später folgen lassen will, so ist dadurch das Bedauerliche nur relativ. Man muß nur warten kön» neu. Wir warten u. sehen der Ucbersetznng mit Verlangen entgegen. Die dritte und umfangreichste Abtheilnng dieser Blätter hat. H. Steinschneider zum Verfasser. Die untergeschobenen Bücher bilden den Inhalt derselben. Es ist dieser Gegenstand in vielen Beziehungen an und für sich eben so iiitcreffant als mühsam zu erforschen , durch die reiche Verzweignng des Gegenstandes selbst, und auch dadurch, daß die sichern allgcmeinen historischen Grundlagen nicht immer so leicht zu finden sind. Die einleitenden Bemerkungen, welche Hr. St. der Abhandlung vorauöschickre, sind im Allgemein anregend. Jetzt daraus im Einzelnen einzugehen, sind wir nicht vorbereitet. Hr. St. führt gelegentlich (S. 4 Note) die Behauptung von Herrn Oppcrt an, daß das כשדים im Assyrischen heißen soll ״zwischen zwei Flüssen." Es wundert uns, daß Hr. St. nicht zugleich die Unrichtigkeit dieser Behauptung bemerkt hat. כשדים heißen die Nachkommen von כשד (B. M. I. 22, 21). Das Wort כשד bedarf einer Erklärung, nicht daö ׳כשדים Wir glauben zwar nicht, baß wir so lange leben werden, um alle die Bücher durchznlesen, welche in dieser Abhandlung zitirt werden. Für diejenigen aber, die später als wir geboren wurden, und welchen d. Möglichkeit des Durchlesens aller dieser Werke, sich in eine Wirklichkeit verwandeln kann, wollen wir folgende Bemerkungen machen. Die kleine Anzahl von Lesern, für welche diese Abhandlung bestimmt ist und welche davon Gebrauch zu machen wissen, werden auch unsere Noten zu benützen verstehen. Die viele Gelehrsamkeit, welche der Vers, in der Form von Noten ausgestrener hat, erlauben nicht eigentliche Proben aus dem Buche zu geben. Die Natur der Citaten trägt auch das ihrige dazu bei. Der Vers, beginnt mit dem Buche, welches unter den Name» ססר התמר bekannt ist Das סשר התמר beginnt mit einem interessanten vhiliosophischeu Satz, welchen Pro fiat Duran in einer Abhandlung erklärte. Eö ist dieser Satz vielleicht daö Beste des Buches. ר Wir lesen allerlei Nachweisnngen über die Palme (תמד)- Es darf hier noch auf die Worte des Midrasch s) hingcwiescii werden, verbunden mit den Worten des AulnS GeNius"), wo eine simbolisch e Erp o si tiou gegeben ist. Wir sehen hier, wie sich eine naturhistorische Eigenschaft vor dem Geiste eines licfsehciideu Mannes in allgemeine höhere Anschauung verwandelte. Wir stehen hier an der G e b u r t S s t ä t t c der Allegorie. Hr. St. hat viele Stellen aus den Handschriften übersetzt, was sehr verdienstlich ist, und hat nur gewisse einzelne Worte oder Phrasen hebräisch gegeben. Wir hätten oft sehr gewünscht, die ganze Stelle hebräisch vor uns gehabt zu haben, in vielen Beziehungelt wäre die Betrachtung des hebräischen Satzes dem Leser sehr nützlich gewesen. I» Bezug auf daö so eben Gesagte wollen wir einige Stellen zur Veranschaulichung auöhcbcn. Es begegnet uns (S. 19) der Ausdruck ׳שלשלת האחרונים Diese Worte könnten vielleicht auch übersetzt werden ״die Kette der Folgen, (Conscqnenzcn)." Das Wort אהדונים wäre hier so gebraucht wie das Wort אהדונות (tu dem מוסרי הסילוסוסי׳) nämlich ״Konsequenzen.״ Es ist ein Adjektiv in der Form eines Hauptworts gebraucht.') In diesem Siuue braucht cs auch der unbekannte hebräische Nebersetzer deö Ca lila wedimnah. So z. B. in der folgenden Stelle'') אך ״ תהקור עליו ותראה האחרונותwenn du es erforsche», »nd die Folgen betrachten wirst." Gleichnisse sind zwar an und für sich selbst nicht als eine wirkliche Erkenntniß zu betrachten, und sind daher auch nicht so hoch wie sie selbst anzuschlagcn. Dennoch bilden sie aber einen großen Theil der inner» Litcraturgeschichle überhaupt. Von diesem Geslchtöpunkte mag auch daö Folgende betrachtet werden. Wir lesen cbend. (S. 19) die Worte דלי עבלוק (ein tiefer Eimer). Es scheint dieses mit dem Bilde der Kette u. des Eimers in Verbindung zu stehen. Ein Bild, welches große Wanderungen gemacht hat. Es liegt so nahe. Es begegnet uns dieses Bild auch in einer Zeile deö Ben Gabirol "). und eö gehet dasselbe ins hohe Atterthiuu zurück. Saturnuö ist abgebildet als ein solcher, der ein Seil in der Hand hat und durch welches er einen Eimer aus dem Brunnen zieht. '0j Daß Jupiter die Welt au eine Kette hält ist ein Bild, welches Homer bereits braucht ") und welches Milton auch anwendungsweise ebenfalls benutzte. '-) Obwohl hier das Bild so nahe liegt, daß manche Philosophen und Dichter dasselbe brauchen konnten ohne von einander zu wissen, so ist doch möglich, daß zwischen ältesten Poeten und Philosophen ein historischer Zusammenhang stattgesunden hat. Aelian 13 berichtet, daß die Indier u. Perser eine liebersetzung Homers gehabt haben sollten. Wenn dieses wirklich wahr sein sollte, so hätte wohl manches Bild und manche Auschauungen in Persien durch diese Uebersetznng in Umlauf gekommen, und so auch zu den Sabäern gekommen sein, so wie auch zu den Talmudisten.") Jedenfalls hätten wir diese ganze Stelle hebräisch gewünscht, welches übrigens Hr. St. später gelegentlich mittheilen kanit (Schluß folgt.)

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