Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 42 (31.10.1862)
- Date
- 1862-10-31
- Page
- Seite 358 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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358 des kabalistischen Systems. Hatten die Rationalisten ihre Taame Mizwoth, deren manche wol zur Verflachung des religiösen Sinnes zu führen drohten; so bemühte sich die kabalistische Schule seit R. Asriel die Hauptklippe des בטל הטעם בטלה המצוד dadurch zu umgehen, daß sie zu beweisen sich bestrebte, wie jedes Gebot einen tiefmystischeu Sinn hat, indem es als Symbol einer auf die höhere Weltökonomie wirkenden Kraft aufgefaßt werden muß. Mit einem Worte sie schrieben den Gesetzesübungen thanmaturgische Wirkungen zu, u. stempelten sie zu den Medien, welche den Rapport zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem erhalten und erhöhen, so daß die Uebung derselben einen bedeutenden Faktor in der Negierung und Erhaltung der Schöpfung bildet, in welcher Beziehung sie sich das alte נעשה שותף לה״קבה ב״מב erklärten Cf. Rajah in. 92. b. 11. e. v. a. St. — Auf welch erbärmlicher Art aber entledigt sich unser Autor seines Pensums! Die Pekudoth bringen die Mizvoth asseh, deren Zahl 248. auf welche III. 28. a. u. anderw. augespielt wird, trotz den vielen Wieder- Holungen, und trotz dem daß viele in keinem מנין המצוות vorkommende spätere Satzungen mit anfgenommen wurden, doch nicht herauskommt. >) Im allgemeinen folgt er der kabalistischen Regel, daß die Gebote als כלל ופרט und als זכור ושמור aufzufassen sind II. 25. a. III. 111. b. auch I. 10. a. ff. — II. 40. b. Das Geboth den Auszug aus Mizraim zu erzählen fast durch eine Blasphemie motivirt. 114. a. das Geraubte u. Gefundene zurückzugeben in Anwendung auf Mosis III. 178. b. ערכי בית auf ביתו וו אשתו übernagen. Man muß aber den Verfasser selbst sprechen lassen, um in das Getrieb seines ertravaganten Jdeenganges Einsicht zu bekommen: III. 275. a.: עד וומט Das sind die zwei falschen Zungen Samael und die Schlange wie sie falsches Zeugniß gegen Iiör. ablegen, da irren sie zwischen Sechs und Sieben welches die Bst. ר und 9 in dem .עט״וו יצרתי welche zwei nur beim Verbrennen des Chamez vereinigt werden. Und obwvl nach dem Gesetze dasselbe bis nach der 6-ten Stunde erlaubt wäre, haben die Rabbinen doch bestimmt אוכלין כלה׳ ותולין כלה׳ ושורסין בתהלת שש Und die Mischnaiten haben aus der Zeit des Chamezessenö die Zeitangabe, in welcher die Zeugen bei einem begangeneu Morde übereiustimmen müssen, herauögebracht. (S. Sanhedrin 40. a. u. Psachim 11. b.) eö muß au ihnen also vollzogen werden ארי בסתגמא דהשיבו etc. (Uebersetzung von Erod. 19. 11.) 0 uuANO difficiles! §• 173. In manchen Stellen verläßt unser Verfasser das Gebiet seiner Subtilitäten, und begiebt sich in den Schacht des eigentlichen kabbalistischen Systems, um dort manche dunkle Parthien auf eigener Hand aufzuhellen. Charakteristisch ist eö, daß die Sfiratlehre im Sohar wol angedeutet, vorausgesetzt, doch sehr selten deutlich mit den gewöhnlichen Namen vorgetragen wird, während in den jüngern Theileu, besonders aber im Rajah, eine Stelle diese Grundlehre in allen ihren Details behandelt. — Wir wollen diese Stelle, da sie fast iu allen kabalistischen Werken als klassisch zitirt wird, im AuSzuge hieher setzen: II. 42. b. Wem wollt ihr mich vergleichen (Jesaj. 40. 28). Von einer Gestalt Gottes an und für sich können wir nicht reden, nur wenn er sich herabläßt die Welt zu regieren und seine Herrlichkeit über die Geschöpfe zu verbreiten, da erscheint er jedem, je nach seiner Auffassung, Vorstellung und Anschauung, welches auch in dem Verse וביד נביאיט אדמה ansgedrückt ist. Daher sagt Gott in dem obigen Terte: Obwol ich mich euch in eueren Gebilden darstellte, so könnet ihr mich doch mit gar nichts verähnlichen. Bevor er nähmlich irgend ein Bild oder eine Gestalt erschaffen hatte, war er allein, unerfaßlich und über jede Vorstellung erhaben, und wer ihn in diesem seinem gestaltlosen Wesen, wie er vor der Schöpfung war, erkennen will, darf es unter keiner Form, unter keinem Bilde, nicht einmal unter seinen heil. Namen, oder einen Bst. oder Punkte dasselbe thun, das zeigt die Warnung (Deuter 4). Ihr habt nichts gesehen, das ihr euch unter irgend einer Gestalt vorstellen könntet. Erst nachdem er die Gestalt des höher« Adams geschaffen hatte, bediente er sich derselben als Meravah um auf derselben herabznkommen, und er wollte nach dieser Gestalt (welche auch der Name ידוד ist) benannt und erkannt werden; er wollte ferner, daß mau ihn nach seinen Attributen erkenne, und er ließ sich אל אלדיט שדי 2 אהיהc. nennen, damit man seine Eigenschaften erkenne, und wisse, wie seine Gnade und Strenge je nach dem Verdienste der Menschen die Welt regiere.") Wehe dem, der ihn diesen seinen Attributen gleich setzt, vielweniger noch darf er dem irdischen sterblichen und gebrechlichen Menschen verglichen werden! Unsere Vorstellung von ihm ist nur der Begriff, wie er über ein gewisses Attribut, oder auch über die ganze Schöpfung herrscht, höher hinauf reicht unser Vorstelluugsvermögen nicht. — Wie der Ocean, dessen Wassermasse unter keiner Form erfaßt werden kann, nur dann erst wenn er über die Erde sich verbreitet eine faßliche Gestalt annimmt, und wir dann die Urquelle des Meeres als Erstes, den von diesen ausgehenden Wasserstrahl als zweites, das große Gefäß derselben, den in sieben Ströme sich theilenden Bassin als drittes, zusammen eine Dekas von Gefäßen anfzählen können: auf eben dieser Art hat die Ursache aller Ursachen die zehn Sfirath geschaffen: die Krone ist der Urborn dessen Lichtstrahl unendlich, aus welchem Grunde die erste Ursache sich (hier) Eusoph nennt, hier ist weder Form noch Gestalt, hier gibt eö keine Mittel ihn zu begreifen, keine Weise ihn zu kennen. ״Forsche nicht nach dem was dir zu erhaben ist" heißt eö von diesem Standpunkte. Nach diesem machte er ein kleineres Gesäß ('י) welches die fließende Quelle jenes UrbornS bildete, nannte dasselbe Weisheit, und dem entsprechend sich den Weisen; darauf dann ein großes Meer welches er (בינה (—יט und demgemäß sich מבין nannte, endlich theilte er das Meer in sieben Ströme, sieben kostbare Gefäße u. hat auch diesen entsprechende Namen äugenommen. In Je>od heißt er צדיק und in Malchuth מלך, und er hat sie Alle in seiner Gewalt, er kann je nach seinen Willen die Einströmung in diese Gefäßen vermehren oder vernrindern.... Diesen Gefäßen untergeordnet und gleichsam zu ihrer Bedienung bildete er einen Thron der 4 Füße und 6 Stufen hat hat, diesem Throne ordnete er zehn Engelschaaren unter, endlich schuf er den Samael mit seinem Heeren, welche den Engeln als Wolke dienen im welcher sie sich auf die Erde nieder lassen.