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Ben Chananja · 1862-10-23 · 41 (23.10.1862) · p. Seite 349

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
41 (23.10.1862)
Date
1862-10-23
Page
Seite 349 (sequence 5)
Language
German
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349 (Lichnowsky a. a. O.) Stuttgart (Stalin a. a. O. S. 245. und Annales Stuttgardini in AusSeS' Anzeiger für d. Kunde des deutschen Mittelalters III., 137 wo cö heißt: Anno domini 1350 Jndei occidebantur et cremabantur bis in partibns et qnam pluribus aliis) und WindShcim (f. Hcfner: die Juden in Franken S. 8.) -') Auch in Köln und Würzburg wurde die Hinterlassenschaft der erschlagenen Juden den Bischöfen zngcsprochen. In der zuerst genannten Stadt war zwar Anfangs zwischen dem Erzbischöfe Wilhelm und der Stadt ein Streit darüber anögebrochen, wein die Erbschaft zufallen sollte, allein nachdem sich beide Partheien dahin geeinigt hatten, daß die Ansprüche'durch einen angeordnctcn Rath geschlichtet, und nöthigen Falls thätlich abgewehrt werden sollten, sprachen die Edel- und Lehenleute des Stifts Eoeln am 24. Feber 1352 dein Erzbischöfe, weil er die Inden im Reiche zum Lehne hätte. die Nachlassenschaft zu, nachdem schon am 13. November 1351 das Cülnische Manngericht zn Bonn dasselbe Urtheil gefällt hatte. Hierauf wurde die Nachlassenschuft der Juden zweien Männern zum Veräußern überwiesen, welche mit Revers vom 16. März 1352 gelobten die eingehenden Gelder zur Hälfte der Stadt und zur Hälfte dem Erzbischöfe auszullescrn. Siehe Lünig deutsch. 1r. A. Spie. Eccl. T. I Cont. p. 473 fl', und 930 und Lacomblet Urknndcnbnch III. 301 und 412. In Würzburg erhielt der Bischof Albrccht von Hohcnloch vom röm. Könige Karl IV. die Synagoge zu Würzburg, und in allen andern Städten deö BiSthnmcS, das Hausgerath, die Kleinodien, die fahrende Habe, die Schuld und Forderung der Juden nebst allen daranhastcnden Reichsrechten, es. Stumpf Denkwürdigkeiten der deutschen, besonders fränkischen Geschichte 146. ") Contra occupatores et detentores bonorum relictorum per judeos et occultatores et celatores eorumdem , wie es in der Urkunde heißt bei Moeser Osn. Gcsch. III. 190. ges. Werke ed. Berlin VII. 173. 7) Moeser a. a. O. III., 193. SLs 1 en und Silber. Von Dr. E. Carmoly. 16. Jakob Naumburg. Jakob Naumburg, Sohn des Baruch Naumburg, Verfassers des Jtur Bi kur im, ein sehr gelehrter Talmnbist, lebte in Offenbach am Main, wo er, sehr alt, Mitwoch Nacht, den 25 Schebat 571, d. i. den 30. Februar 1811, starb. Jakob Naumburg war ein Freund des berühmten ־ eidenheim, der ihn sehr hochachtete und sich oft seiner elehrsamkeit bediente, namentlich in seinen Arbeiten zum Machsor. Naumburg schrieb einen Kommentar zu den Mesechtot Ketanot, der 1793 , mit dem Terte unter dem Titel Nach lat Jakob, in Fürth bei Isaak Zirndorffer heraus kam; einen Kommentar zum Midrasch R a b b a, und einen Andern zum Sifri, die beide unedirt blieben. 17. Abraham Lischkar. Abraham Lischkar, Sohn des Rabbi Chajtm Lischkar, ein polnischer Gelehrten von Brzese in Lithauen, lebte in der anderen Hälfte des XVII. Jahrhunderts, zu Kidan, in der Provinz Zamocz (Galizien). Er schrieb, unter den Titel: Beer Abraham, einen Commeutar zu der Mischna, und reiste nach Frankfurt an der Oder, um ihn dort durch den Druck zu veröffentlichen. Der erste Theil, die Ordnung Seraim enthaltend, erschien in dieser Stadt, 1665, nebst dem Terte und den Commentarien Raschi's und MaimonideS, und noch Zusätze unter dem Namen Me Beer. Im Jahr 1683 ließ unser Rabbiner von Kidan die 2 anderen Ordnungen, Seder Moed und Seder Nasch im, ebenfalls in Frankfurt an der Oder drucken. Nach Vollendung des Druckes unternahm er eine Reise nach Süddeutschland, um sein Werk zu verkaufen und mit dem Geld die übrigen 3 Ordnungen herauszugeben, wurde aber bei seiner Durchreise in Hannover krank und starb dort den 26. Februar 1684 18. Chajja Chabib. Chajja ben Salomom Chabib, ein Spanier von Geburt, war ein Schüler des berühmten Salamon ben Aderet aus Barcelona, und blühte 1325. Von diesem Schriftsteller, den Azulai und die andern Bibliographen nicht kennen, besitzt meine Bibliothek ein handschriftliches Werk betitelt: Sefer Ha-Schulchan, ״der Tisch." Es ist in 4 Theile getheilt: der erste handelt von den Verordnnngen, jeden Morgen u. Abend das Glaubenskenntniß Schema abzulegen; der zweite von dem Gebet; der dritt e von den Gebräuchen beim Essen; der vierte von ben Fasttagen. Geschrieben zu Siguenza, 1455 von Simon Cadilio, Sohn des Joseph's für Don Meir Jbn Elasar, Sohn deö ehrwürdigen gelehrten Jechiel, auf 183 Seiten in 4-0. 19. Michael Glogau. Abraham Jechiel Michael Glogau, Sohn des Rabbi Urtel ans Kalisch, war 1714 in Halberstadt im Beth Ha-Medrasch von Berman Lehman. Später kam er nach Wien, wo er auch den 25. Sebat 490, d. i. den 12. Februar 1730, starb. Michael Glogan schrieb Neser Ha-Kodesch, einen sehr weitläufigen Commeutar auf Bereschit Rabba, Jesnitz 1719 in Folio. Der wohlthätige Bährman Lehman gab die Druckkosten. Ferner hat man von ihm eine lange Teschuba an Zebi Askenasi, die Jakob Emden in seinem S ch e e l a t I a b e z, Theil I. N o 2, ausgenommen und widerlegt hat. Äorresponden). Ausland. Berliner: Briefe. I. Jede kleinere Gesammtheit, die mitten der größcrn Staatsgesellschaft, der sie angehört, ihre korporativen Sonderinteresscn hat, wird sicherlich stets auf eine umfassende Kenntniß ihrer zerstreuten Kräfte bedacht sein und dahin streben, sich von ihrer eigenen Existenz eine auf Zahlen gegründete, genaue und übersichtliche Rechenschaft zu geben. Von den zerstreuten jüd. Kräften unserer Stadt, welche aber doch ein Ganzes und ein wahres Gesammtbild geben, will ich in meinen Briefen von Zeit zu Zeit berichten. Ich will über die wichtigsten Institute, welche hier seit Jahren bestehen, mit-

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