Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 39 (3.10.1862)
- Date
- 1862-10-03
- Page
- Seite 327 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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prejudicium honoris ipsius Rea convicta duobus Judeis nobis pro hujusmodi conoiciis 8 dimidiam amam boni vini et si Judeus Judeo in Synagoga dixerit oprobria et convicia qui vergunt in prejudicium honoris ipsius Judei Reus convictus dabit nobis unam amam boni vini. Presentibus a festo purificationis bte. marie nunc proximo post IV. annos sequentes minime valituris. In cujus rei testimonium nostrum sigillum presentibus est appensum. Datum Osenbrucge anno domini M°CCC° Nono feria quinta post festum beate Katerine. (Abgedr. ind d. Mittheilungen d. histor. Vereins zu Osnabrück VI. 141.) Beilage II. Bischof Engelbert bestimmt, die Stadl Osnabrück bei Beleidigungen von Seiten der Juden als Hauptherr zu vertreten und setzt fest, daß letztere nicht mehr als einen Pfennig von der Mark wöchentlich Zinsen nehmen sollen; am 7. November 1312. Nos Engelbertus dei gratia Epc. Eccles. Osnabürg, noturn facimus universis presentibus protestando quod si aliquis Scabinos nostre civitatis aut cives occasione Judeorum in civitate nostra Osnab. morantium tarn presentium quam futurorum aliquibus injuriis gravare voluerit hoc 110s tanquam principales de civium nostrorum consilio et auxilio pro nostris viribus fideliter defendemus. Verum quod ex multiplici querimonia ad nostrain pervenit noticiam, quod Judei in Christianorum grave dispendium usuras ab ipsis Christianis nimias soleant extorquere. Nos Christianis in hoc condescendere cupientes Judeis in civitate nostra Osnaburgensi predicta morantibus tarn presentibus quam futuris aut eorum familie cujuscunque conditionis existat nullain prorsus damus licenciam aut lacultatem aliquatenus exponendi suam pecuniam ad ־usuram. Mandantes et districtius inhibentes Judeis ejisdem ut si Christiani necessitate compulsi ab ipsis Judeis vel eorum familia pecuniam receperint in quibuscunque mutui contractibus pignorum vel equorum obligationibus non plus quam de qualibet Marca ad septimanam unum denarium recipiant et non ultra. Quicunque auteni Judeus contrarium fecerit et excesserit pro tali excessu dabit V. marcas inter nos et Scabinos Civitatis nostre dividendas. In cujus rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appensum. Datum anni Domini M°CCC° duodecimo die unica proxima post festium omnium Sanctorum. Eorum. (Aus den Mittheilungen des histor. Vereins zu Osnabrück VI. 142.) üetlud) einet Analyse fies -Zahnt. Bon Ignatz Stern in H.-!ll.-Vn8rtrb6Iy. (Fortsetzung.*) XIII. Das Raja mehimna Fragment. 8. 169. Das größte Beiwerk des Sohar ist Raja mehimna betitelt, weil in demselben MoseS der treue Hirt vortragend auftritt, indem er sich mit dem Profeten Eliah und den Korifäeu der Geheimlchre über den kabbalistischen Sinn der Tbora und ihrer Gebote unterhält. Das Ganze ist sehr defekt und durch einander geworfen, wahrscheinlich wurde es als eine Art von Tikunim - Supplemente zum Abs chn. PinchaS geschrieben, entweder in Bezug auf Eliahu, weil PinchaS mit EliaS identifizirt wird, oder werden in dieser Parschah, weil hier 27, 13 der Tod MosiS angekündigt wird, seine geheimwissenschaftlichcn Vorträge verewiget. Gestützt wird diese Cvnjektur durch eine Stelle des Werkes die sonst unverständlich wäre. Im Rajah Kitheze III. 280. a. ruft nemlich der Joachide aus: O treuer Hirt! in dieser Parschah ist dein Eingehen in jene Welt erwähnt, daher mußt du in dieser Parschah wieder aufleben, um einzugehen in das Land Israels, um durch dieselbe mit deiner Braut vereinigt zu werden. Pinchas dem du Gutes erzeigtest, soll es dir in seiner Parschah wieder vergelten, indem du in derselben in deiner Glorie erscheinst, um alle Halachisten und Cabbalisten zu erleuchten." Da also Sprache und Fassung des Rajah sich ganz enge an die Tikunim anschließen, so ist anzunehmen, daß auch dieser ursprünglich als Tikunim zu Pinchas verfaßt wurde.') Es scheint, an vielen Stellen der Sohar oder wahrscheinlicher ein anderes, diesem nachgebildetes Schriftstück Vorgelegen zu haben, wecheS so oft mit dem Ausdrucke ובהבורא קדמאה zitirt, und welches von Rajah ergänzt und ausgesührt wird, so überhaupt III. 214. b. ff. 219. b. wo קום zu suppliren ist. S. auch 232. b. אשלים :־לולי דרזין רהבורא קדמאה (der Ausdruck הבור ist an und für sich schon bezeichnend. Vgl. 125. a. und 219. a.) Ein eklatantes Beispiel giebt 252. a., in welchen beide Fragmente sich an Mikrologieu überbieten. (Ist das רומא רבא und זעירא daselbst das alte und neue Nom?) Auch ein קץ משיה ist dort sehr deutlich ausgerechnet, welche Berechnung auf die Mitte des 14-ten Jahrhunderts fällt. Cf. 249. a. II. 115. a. Die späten! Ausgaben wollten vielleicht die Symbolik der Gebote wo möglich au d. bezügl. Schriftft. fügen, dadurch wurde das Werk auseinander gerissen, vieles verworfen und an Unrechte Stelle gesetzt wodurch es dem Leser fast unmöglich wird, Anfang Schluß )und Zusammenhang in diesem Chaos herauszufinden. 8- 170. Vielleicht ist aber auch an einen methodischen Zusammenhang bei einer derartigen Arbeit gar nicht zu denken, denn wir haben es nt! t mehr mit der midraschischen Schrifterkiärung des Sohar, noch mit den draschaartigen Ausdeutungen seiner Additamente zu lhun; wir haben im Rajah eines jener verschrobenen Geistesprodukte des Mittelalters vor uns, denen ein kleinliches Witzeln eigen ist, in welchen durch ein hundertfaches Verdrehen und Verrenken des Wortes und des Buchstaben d. Schrift der Hauptgedanke unter der Hand eskamotirr wird, wo das irrlichtartige Hin- und Herfahren der Witzblitze dem Leser Schwüldel verursacht. Juchasin läßt sich erzählen, daß MoseS de Leon seine Sohararbeiten für reiche Leute umS Geld geschrieben habe; vergleicht man nun in dieser Beziehung Rajah III. 153. a. wo der Vers, in einer wahren Bettelderascha seinem Unmuthe, mit den Worten Parohs (Erod 5, 17.) sich Luft machend auSrust: Ihr seid nachläßig u. säum- * ר S. ob. Nro 38. D09C