Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 38 (19.9.1862)
- Date
- 1862-09-19
- Page
- Seite 322 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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32 2 Seligkeit gesättigt werden, so wie diese höhere Seligkeit auch dem Mosche die irdische Speise 40 Tage entbehrlich machte. (Cf. Philo de vita Mosis) Die Malzeit der Frommen ist demnach die geistige Wonne des Jenseits, im Sinne der Schriftstelle Ps. 34. 3. Sie werden (daö Höchste) verstehen und das wird ihre Freude sein — da fragt R. I. wieder: Was bedeutet aber daö bestimmt ausgesprochene Leviathon und Schorhabor? So wie das dreifache Leviathon im Jesaj. 27. 1., versetzte darauf R. Jose, sind eS nur Symbole, die ihre Deutuug je nach dem Terte erheischen. R. Tanchom aber behauptete: Was die Rabbineu lehrten leidet keine Deutelei; es muß Alles in Litteralsinn genommen werden. R. Jig sagte: Auch R. Josua stimmte der Meinung N. Elasars bei, und setzt zur näheren Erklärung noch Folgendes hinzu: So wie die heilige Schrift, dem an sinnlichen Genüssen hängenden Pöbel, nur irdische Beloh nun gen verspricht; so verbreiteten die Rabbinen auch unter dem Volke den Glauben daß sie an jener ungehenren Mahlzeit Theil nehmen werden, um sie dadurch in den Leiden des Erils aufrecht zu erhalten. N. Jochanan sagte darauf: Wir sollten den allgemein verbreiteten Glauben eher aufrecht erhalten als bekämpfen, um so mehr, da wir für daö, was den Glauben und die Sehnsucht der Frommen ausmacht in der h. Sch. einen Stützpunkt haben עילה ונשמההבך. Nicht verächtlicher Genuß des Leibes, sondern die Erkenntniß deines Wesens o. Herr! macht unsere Wonue aus. — Gewiß eine sehr uichterne Diskussion in einem Pendanten des Sohar! כתב זאת להניא בני עמנו מן העבודה!! ruft hier R. I. Emden voller Etttrüstttttg aus.— Wem fallt hier aber nicht gleich RaschbahS Commentar zur Hagadah Baba-Bathra 75. a. ein, der hier mit einigen Variationen gegeben ist. Vgl. auch Majmuni L. C. 8, 4: Und unsere Weisen nennen diese sie erwartenden Genüsse vergleichungsweise eine Malzeit, welches daselbst von Nabad, der es wie alle französische Rabbineu mit unserem N. Tanchum hielt, wiederlegt wird. S. auch die Commentators daselbst. Nachmaniduö in Schaar Ha-Gemul will dieses, wie die Erzählungen der h. Schift sowol im buchstäblichen, als auch im Mystischen Sinne verstanden wissen. Das wäre ungefähr die Meinung unsers R. Jochanan. 8. 168. Nach allem hier Vorgetragenen kann mau also mit Fug und Recht den Midrasch Ha-Neelam als das Machwerk eines der spätesten Nachzügler des Sohar bezeichnen, dem der Sohar schon vorlag, und dessen erzählende Stücke sogar hier nachgebildet worden. Ja wenn man d. mcssianischc Stelle 140. a. nach dem oben 8- 125. gegebenen Fingerzeige betrachtet, kann man aus den 210 Jahren d. den 5408 vorangehen, ungefähr daö Ende des vierzehnten oder die erste Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts als Zeit der Compilation errathen. S. II. 10. a. und oben 8. 81. Anmerkungen. ') Vergl. 134, b. und Schemoth rabah zu 5. 2. 2) Von 140. weiter ist der Midr. hauet, nicht mehr aiizutreffett, außer in den von uns demselben oben 8- 81. aus dem zweiten Theil zugeschriebenen Stücken. Korrespondenz. Ausland. II. St.-PeterSbnrg, 8. Sept. Zhrem geehrten Wunsche entsprechend, will ich Ihnen gerne von Zeit zu Zeit Miitheilungen aus Nußlaud, die für die Leser d. B. CH. von Interesse sein könnten, zuscuden. ES bietet sich mir schon heute die Gelegenheit hiezu durch die dieser Tage erfolgte Veröffentlichung eines Berichtes des UutcrrichtSmiuisterS über die Thätigkcit seines Departements vom I. 1855 d. h. seit dem NegiernngSautritt Alcrauder'S II. bis zum Beginn des laus. Jahres. Es muß indeß bemerkt werden, daß der jetzige Unterrichtsminister, Hr. Golovniue, erst im Jänner 1862 sein Amt angctrctcn. Ich entlehne wörtlich seinem Berichte die nachfolgende Sätze, welche sich auf das Schulwesen der Israeliten beziehen: ״Um diesen Bericht zu vervollständigen, ist cs nothwcndig, auch die besonderen Maßregeln zu erwähnen, welche ausschließlich die israelitischen Schulen betreffen. Es war für den Elementarunterricht dieser Glaubensgenossen durch d. vom Staate im I. 1844 errichtete und in zwei Kategorien gctheiltc Schulen gesorgt worden, welche den Distrikts- und Gcmcindcschnlen entsprachen. Der Präparandcuknrs der für diese Schulen bestimmten Lehrer und der Unterricht der RcligionSlchrer jüdischen Glaubens war den in Wilna und Jitomir errichteten Rabbi- »atskollcgicn anvertrant, wo der Studienkursus jenem der Gymnasien entsprach, wozu noch der besondere Unterricht im Hebräischen sich gesellte. ״Diese Anstalten haben die Israeliten nicht zufrieden gestellt, welche ihnen mißtrauten und den Unterricht zu beschränkt fanden. Wichtigc Reformen wurden daher in dem für die Israeliten bestimmten Unterrichtssystem nach den Vorschlägen eines im I. 1859 ernannten Komitüs dnrchgcführt. Die hervorragendsten dieser Reformen sind: die den Eltern crtheilte Erlaubniß, ihren Kindern den Religionsunterricht nach eigenem Ermesscn geben zu lassen; die für jede israelitische Schule erfolgte Ernennung eines Glanbensgenossen zum Ehren - Inspektor, welcher den materiellen Dienst zu überwachen hat und der unter den einflußreichsten und gebildetesten Mitgliedern der Gemeinde gewählt wird, zu welcher die Schule gehört; ferner die Bewilligung von Unterstützungen für die Vorsteher der Privatschule» für israelitische Mädchen, endlich die Bewilligung von Alumnaten (bours68) für Kinder armer israelitischer Eltern und die unentgeltliche Vcrtheilung der Schulbücher. ״All' diese Maßregeln — sagt der Unterrichtsminister — verdienen eine besondere Aufmerksamkeit, da sie von der Absicht der Regierung zeigen, die israelitische Bevölkerung des Reichs mehr und mehr der Christlichen zu nähern und jede Einmischung in ihre Neligionsangelegenheiten zurückzuweiscn, endlich ihren Gemeinden die möglichst größte Theilnahme an ihren Schulangeleg enhcitcn zu gewähre». Im I. 1862 wurde die Oberverwaltung der israelitischen Schule» dem Adjnnktcn des UntcrrichtSministerS mit den Vollmachten eines Ministers übertragen." M. Bonn, 13. Spt. Am 10. d. M. wurden hier Repräsentanten zur Ausarbeitung der Statuten gewählt. Bei dieser Wahl wurden nur Männer von der Opposition ernannt, da die Partei des alten Vorstandeö sich nicht am Wahlakte betheiligte. Inland. Pest, 15. Seht. Verehrter Hr. Redakteur! Bei Ihrer frommerleuchteten, patriotischen Gesinnung muß es Ihnen nur Freude machen, wenn ich Sie ersuche, nachstehendes Schreiben unsers ung. GlaubenöbruderS L. Mandl — als Berichtigung Ihrer, in Nro 31 des