Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 38 (19.9.1862)
- Date
- 1862-09-19
- Page
- Seite 321 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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32 l Man erkennt das gewöhnliche sogenannte rabbinische Idiom, in welchem chaldaisch, hebräisch und rabbinisch in einander stießt. Schon N. Jakob Emden in Mithpachath bezeichnet in seiner derben Auödrucksweise den Vers, des Midr. hanel. als עם הארץ ומשובש גדול. Gleich im ersten Stücke 99. a. ist der Ausdruck סנדלהיבום wahrscheinlich ein Gedächtnißschnitzer des Eompilators, der diese Sage, wie sie in Sanhedrin 68. a. vorkommt, nachfantasirte, und für das dortige סנדל האמום sich so lächerlich verschrieb. — Dasselbe Bewandmiß mag es daselbst mit dem dunklen אבני שיש דמהערבי במיא עלאה haben, wobei ihm Ehagigah 15. a. nebst irgendeiner kabbalistischen Erklärung in d. Sinne gelegen sein muß. Vgl. auch 101. b. den Ursprung des Namens Matha Mechasia. — Auch mit dem filosofischen Wissen des Verfassers ist es nicht weit her, wie unter anderen auS seiner Psychologie 109. a. ff.: Drei Führer (הנהגות) hat der Mensch etc. zu ersehen ist. Die Verworrenheit dieses Stückes verräth einen Schreiber, der di.׳ Eintheilung der Seelenkräste nur vom Hörensagen kannte. (Es. 124. b,) Unser Eompilator schreibt Gehörtes und Geträumtes nieder, unbekümmert, ob Ersteres in richtiger Auffassung, und Letzteres wenigstens im adäquatem Ausdrucke gegeben wird, nirgend aber eine Spur von Selbststäudigkeit oder Originalität. — Ein Ausdrn ck jedoch scheint ihm eigcnthümlich zu sein : d. Wort תשלום für geistige Vollkommenheit. Wenigstens scheint der Vers, eine große Vorliebe für den Ausdr. zu haben; in wenigen Stellen kommt derselbe mehr als zehnmal vor. Vgl. oben §. 81. — In den Stellen, wo unser Verf. wie 117. a. sich einer rein biblischen Diktion bedient, scheint er irgend Einen der spauisch-jüdischen Schriftsteller ausgeschrieben zu habend) 8. 165. Besonders aber muß bei diesem Fragmente der gänzliche Mangel an eigentlich kabbalistischen Fonds sehr auffallen. Hat das vor diesem besprochene Sithre-Thora Fragment überall und um jeden Preis in die Tiefen der Geheimlehre sich zu versenken gesucht: so bleibt der Midr. ha- Neelam überall auf der spiegelglatten Oberfläche der allegorischen Schrifterklärung. — Unser Tert bestrebt sich überall, die Schrift etwa in Filo's Manier zu allegorisiren; da ihm aber hiezu der glänzende Geist und die hinreichende Darstellung desselben abgeht, so hat er mit den Kabbalisten, außer den Remasim und Gematrijath, nur die Methodc gemein, daß er sehr oft in Schriftstellen Kleinigkeiten und Futilitäten hineinschiebt und hineinzwängt, wo der natürliche Wortsinn dem gesunden Verstände größer und erhabener erscheint. — S. die verworrene Allegorie von der ס׳הקרבנות und von dem Gerichte der Seelen 100. a. ff. So auch 104. b. wo Abrahams Gebet für Sodom ans sehr gezwungene Art als Plaidoyer der konsultirten frommen Seelen für die zu bestrafenden Sünder gegeben wird. Vgl. auch 109. a.: ויעל לוט מצער ^Der böse Trieb (יצר תרע) kommt von den Leiden (צער ) des Gchinnom herauf um die Menschen zu verführen, (הוא השטן k.) Nicht besser gelungen ist daö folgende, wo die zwei Töchter Loths als die Triebe der Menschen siguriren, welches zu Ende 110 b. mit einem mathematischen Beweise gekrönt wird: Die zwei Töchter der Aluka 211 — ירא =עלוקה.—Etwas besser ist 115. a.: Sieh der Körper ist während seiner irdischen Laufbahn noch unvollkommen; nur wenn er fromm gelebt, und bis zum Ende beharrlich auf dem Wege der Tugend anögehalten hat, wird er dann in seiner Vollkommenheit Sarah (der herrschende) genannt. Zur Zeit der Belohnung nach der Auferstehung heißt er dann Jizchok von seiner Freude. Vgl. auch 122. b. Sarah in קרירה ארבע היא הברון — der Körper welcher aus den zusammenge setzten vier Elementen besteht. 126. a. ist mit Sohar I. 181. b. zu vergleichen. Hier ist das ירכי בני' רם charakteristisch. — Daö Stück über die zehn Kamele 127. b. so wie die Symbolik der Tfilin 129. b. haben einen kabbalistischen Anstrich, die Allegorisirung der Vorgänge beim Brunnen 128. a. ist sehr gezwungen. — Schön ist 134. b. über Sehir 7.: lies רודים das ist der Körper und die Seele als eng verbundene Genossen und Freunde נתנו 3 ריה בשרון מעשיהםc. — lieber die Stelle 136. b. vom Körper und Geist als Gegensätze in der Schöpfung, und dessen Anwendung auf die Engel unter וגויחו בתרשיש ist Jerusalmi Nosch-haschanah, (in En Jakob 63.) und Sefer Rasiel 8. b. zu vergleichen. 8. 166. Was noch sonst im Midr. hanel. vorkommt, bestehe, aus unbedeutenden Pieren.") Zu merken ist noch 112. a. ein להש, ferner 126. a. die Stelle: R. Abfa stand auf und rief: Friede und Ruhe deinen Gebeinen o. Joachide! der du der Krone wieder ihren Glanz verschafft hast! denn im Widerspruch mit der älteren Mischnah, daß die Seele, einmal an den höher» Ort angelangt nie wieder in einen Körper kommt, argumentirte R. Simon wie folgt: Wenn schon in dieser nichtigen Welt, die Seele in den gebrechlichen Leib sich kleidet; um wie viel lieber wird sie einst den geläuterten und mit aller Vollkommenheit ausgerüsteten Körper beziehen wollen! Es wird sicherlich, wie R. Acha sagt, dieselbe Seele in denselben Körper versteht sich, beide im höherem Maßstabe vervollkommt, auferstehen.— (Cf. 115. a.) Das spielt auf eine ältere Kontroverse über leibliche Auferstehung an. S. Jeruschalmi Kilaim (Im En Jakob §. 23.) und Traktat Semarhot zu Ende des neunten Abschnittes, dort wird aus Jjob 38. 14. bewiesen, daß selbst daö Gewand mit auferstehen wird. Cf. Babli Ktuboth 111. b, Sanhedrin 90. b. Majmoni Jod. Hilch. Tsuba 8. 2. und Rabad daselbst. Was hier aber unter מתני' קרמאה zitirt wird, ist ebenso unbekannt als das 125 a. vorkommende ועב׳ אתגזר במתני aus Midrasch Rabat) UNkorrekt ist. .167 ׳8 Juterressant ist die Stelle 135. a. R. Juda fragte: Was bedeutet die Lehre, daß Gott den Frommen in jenem Leben eine Mahlzeit bereiten wird? da antwortete R. Chija: Bevor ich noch mit den engelgleichen Mischnaiten Umgang pflegte, verstand ich es auch nur so, (wörtlich) der wahre Sinn wurde mir erst klar als R. Eleas. die Malzeit der Frommen wie das ״sie aßen und tranken in Erod. 24. 11. im geistigen Sinn zu nehmen lehrte. Daö erklärt auch die verschiedenen dabei gebrauchten Ausdrücke, nemlich bald נהנין . bald נזונין, indem die minder Vollkommenen auch jener höheren Genüsse nur im mindere Grade theilhaftig werden; während die höchstfrommen im Hochgenüsse dieser