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Ben Chananja · 1862-09-19 · 38 (19.9.1862) · p. Seite 320

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
38 (19.9.1862)
Date
1862-09-19
Page
Seite 320 (sequence 4)
Language
German
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320 keleö,0) an Otc man sich wendete, sprachen unbedingt das Anathema über ihn anö, ersterer ließ sogar in einem Schreiben an den selbst schwankenden Rabbinen der Gemeinde die bedeutsame Äußerung fallen, daß jeder des Sabbathäismnö Verdächtigte sicherlich ein Anhänger dieser Lehre sei (אשר יאמר עליו כי הוא זה, זה הוא) Weiser und taktvoller benahm sich der damalige Oberlandeörabbiner von Mähreu, R. Mardechai Benedikt. Wolwissend, welche nnlautere Motive hierbei im Spiele sein können, beehrte er den Verdächtigten mit einem eigenhändigen Schreibeu, in welchem er ihn ersuchte, den erbitterten Gemütern nachzugeben und seine Person nicht als Ursache zur Zerklüftnng der Gemeinde herzugeben, mit dem tröstenden Znrufe ״)! אשרי מי שנחשד ואין בידו עביההHeil dem, der verdächtiget wird, ohne etwas verschuldet zu haben")- Mit edler Resignation folgte Lasi diesem Rate von damals an bis zum Ende seines Lebens, welches er mit solcher Seelenruhe und so vertrauensvoller Gefaßtheit (am 21-ten Adar 1804) beschloß, daß selbst seine erbittertsten Gegner hinter der Bahre in die reuigsten Verehrer und Bewunderer seiner wahren Demut verwandelt wurden.'°) In dem Momente der größten Anfregnng hatte Böhm das kojeteiner Rabbinat mit dem zu Straßnitz vertauscht (1794). Sein Nachsolger wurde Ahron Kitsee, Sohn des durch seine Schriften, תאומי צפי׳ שני עסהים allgemein bekannten N. Hirsch Kitsee, und Großvater des als Geschichtsforscher und Kanzelredner gleich berühmten Predigers zu Wien, Drs. Adolf Jellinek. — Ihm folgte 1795 Gerson B uchhei m. Derselbe ging 1811 n. Austerlitz; am 31. Dezemb. 1846 reiste er zur Verheiratung seines Enkels nach Eiwanowitz, gab jedock noch denselben Tag den Geist ans und wurde daselbst begraben. 1811 Moseö PcrlS. Sein ausgebreitetes und gründliches talmudischeö Wissen, seine Entschlossenheit und seine Wahrheitsliebe hatten ihm bald einen ehrenvollen Nus verschafft. Er kam 1822 als Rabbiner nach Holitsch und von dort nach Eisenstadt und 8011)4144. Zwistigkeiten in letzterer Gemeinde veranlaßten ihn, sich in den Privatstand zurückzuziehen und den Nest der Jahre in seiner Vaterstadt Ung. Brod zu verleben, wo er 1858 das Zeitliche segnete. Sein Nachfolger wurde 1822 David Buch he im. Er ging 1832 nach Weißkirchen und von dort nach Ung. Brodgcst. 1839. An seine Stelle wurde nach Kojetein berufen: 1834 Jesajas Reiniger, ein Junger der Preßb. Jeschiba, d. bei R. Mosche Sofer in besonderer Gunst stand. 1841 wurde er in Weißkirchen ausgenommen, wo er 1856, in ganz Mähren betrauert, starb.*) Dessen Nachfolger: [ .-! *) Derselbe hat mich in mciucr Kindheit in da) Studium des j 1842 Jakob Karpeles, Sohn deS ehemaligen boskovitzer Rabbiner R. Moseö Karpeles, fand 20 Monate nach seinem Eintritte in den neuen Wirkungskreis, als er bei einem Flußbade einen dem Ertrinken nahen Schüler retten wollte, selbst in den Wellen der March den Tod 1843. Seit damals fnngirt hier als Rabbiner Hr. Jakob Brüll ") geb. zu Ncu-Ranßnitz in Mähren 1813, der in der literarischen Welt bereits durch seine Zusätze zu Chajes's Jgereth Bickoreth gekannt ist u. gegenwärtig au einem geschichtlichen Werke מבוא המשנה arbeitet, das bald erscheinen wird. Anmerkungen. ') N. Mose Jsserls macht in einem NechtSgutachteu, das vom Jahre 1551 dalirr, (dessen Nesponsa Nro 65) Nabbinen zu Leiynik. Prerau und Austerlitz uamhast-. der Oberrabbiner der erste» Gemeinde, N. Zizchak Steruburg, wird von dem Heros der Kasuistik sogar mit j dem Titel ״הגאון״ beehrt. Ob die in mehreren Werken genannten "״ "הכמי ברונאdie Weisen Brünns" sind, ist zweifelhaft. ־) Diese blutige Judenverfolgung ist mit durchdringender Webinut und Wärme geschildert in N. Sabbathai Cohu'a Marthrologiuui, welches dem Schevet Jehudah ed. Amsterd. 1050 beigedruckt ist. י) Ist aus einer Urkunde, die wir weiter mittheilen, ersichtlich. ') Daß R. Samson Wertheiin damals die Synagoge von Grund auf ganz neu habe anffnhren lassen, bestätigt sich nicht, da außerdem, daß dieß unnöthig war, dieses fromme Werk auf dessen Grabesschrift, wo der Erbauung der Synagoge zu Nechnitz durch ihn gedacht wird, nicht mit Stillschweigen übergangen worden wäre. (Die Grabschrift findet sich in einer deutschen Uebersetzung bei Lndw. Aug. Frankl ״zur Geschichte der Juden in Wien" S. 22.) ') Wir haben die Urkunde, die im hiesige» Gemeindearchive sich befindet, blos im Auszüge mitgetheilk. ״) Theschuba meahabah Nro 108. ') ib. .*) R. Eleasar ist der erste Stab bin e, in dessen Schriften die Namen: Moses Mendelssohn, Hartwig Wessely u. a. ehrenvoll erwähnt werden. '׳') ib. Nro 69. '") Seine beiden Söhne fungireu als Nabbinen in Ungarn, der eine in der Soinogy, der andere in Teleki. ") Vater des Einsenders dieser Zeilen. »ersuch einer iimfläuhfidjeii Änachse I>e8 -Soljar. Von Ignatz Stern in 1IH1.-Vn3:'tr!>61y. (Fortsetzung.*) XII. Der Midrasch haneelam. 8- 164. Der Midrasch hane'elam beurkundet seine lose Verbiudttng mit dem So har schon durch eine ganz veränderte Schreibart, in welcher d. größte Tbeil desselben abgefaßt ist. Thalinud eingeführt. Früher war Hr. Oberrabb. Fasset s. Schüler gewesen. Sein Andenken ist uns beiden wert» und tbeuer geblieben L. ה S. ob. Nro!)1. }■

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