Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 35 (29.8.1862)
- Date
- 1862-08-29
- Page
- Seite 297 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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297 כחב ראם שאין אסור אלא שם שניחן לה לשם אלהות sind die שמשמע אלהוח אבל שם הדיוטת כיון שבזה השם אין בו ארהות ואדנות וגם לאניתן לשם כך מותר וטעמא הכתיב ושס אלהים אחרים לאתזכירו בשם אלהות הקפיד הכתוב. Dieser Meinung mitf), welche auch von Schulchan Arach adoptirt wird, wäre einzig und allein das Wort Jupiter — juvans pater oder Zeuö — Deus daher Gen. zhdg Namen, die auch wirklich niemals im Talmud Vorkommen, auszusprechen verbothcn. Dies ist der Standpunkt des Talmuds über diesen Gegenstand. Ob nun der jüdische Prediger die Pflicht llabe, denselben unbedingt fest zu halten oder ob es ihm freistehe, sich über ihn zu erheben, ist eine Frage, die ich zu beantworten r.lich nicht berufen fühle; so viel aber ist gemiß, daß hier wie überall ein ganz anderes Resultat gewonnen wird, wenn der Geist und nicht der Buchstabe des Gesetzes ins Auge gefaßt wird. Anmerkungen. ') Beiträge S. 52. b. 55. ג) M. j. Nizavim. ') Sabbath 152. a. ') B. Sota 44. a. s) Jcruschalm. fi) Sanhcd. 60. a. ד) Lanh. 39. a. s) Bcchoroth. 8. b. in der Voraussetzung, daß dieses Wort die Hanpst. Gricchld. Athen bedeute, verweiset Hr. Oberrabb. Rappoport die daselbst angeführte Erzählung in das Bereich der Dichlung. Nachdem jedoch aus der Gesch. bekannt ist, daß Kaiser Hadrian aus dem Capitol zu Rom der Athene zu Ehren einen Tempel errichten ließ in dem Poeten und Redner, Sophisten und Juristen Vorträge haleen dürste, so kann der Schauplatz der Zusammenkunft des Ben Cha- »anja mit den Priestern der Athen in Rom, wo derselbe ohnehin oft war. gewesen sein. ף Pesachem 87 b. Da aus Math. 5, 34 wo es heißt i\l,'!tt tV , ftf'jre leyodöXvfia, 0X1 XoXi? idxt tov fityclkov ,'infoUMS ersichtlich ist, daß man im Alterthunie bei der Mctropol des Landes geschworen dürfte ג0א דרומא auch die auf 7 Hügeln gelegt- ״e Stadt Rom selbst bedeute. '°) Suka. ") Sanh. 68. a. ף׳ I- D. 147. Maim. t). Aknin 6. (Vergl. V. CH. 3. 123. Red ) Zer Vers, uon 310111״ uiib Jerusalem" au die RedMim des 3״)e1r LtjMMja." (Fortsetzung.) Bon diesem Patriotismus hatte ich gesagt, er sei ein natnrwahres Gefühl, das weder demonstrirt zu werden brauche, noch wegoemonstrirt werden könne. Ihn zu charakterisiren, nicht zu demonstriren, versuchte ich durch Schilderung einiger Züge aus dem jüdischen Leben, welche seine Physiognomie kennzeichnen sollten. Sie, Herr Revakteur, ziehen dagegen vor, ihn zu demonstriren. Sie sind in Ihrem Rechte. Aber Sie sind auch unparteiisch genug, mir zu erlauben, Ihnen zu antworten. Mich bedünkt, daß dasjenige, was das gegenwärtige Leben noch dezengt, durch keine gelehrten Citate bewiesen zu werden brauche. Sie aber finden im gegenwärtigen jüdischen Leben keinen Funken jüdischen Patriotismus mehr. Sie suchen die, wie Sie zugeben, einst glühende, letzt, wie Sie behaupten, erloschene Liebe zum heiligen Lande der Väler unter einem Ascheuhausen von gelehrten Citaten, die zu viel, und eben darum nichts beweisen. — Das war aber Ihre Absicht. Es wäre datier albern. Ihnen ails Ihrer Methode einen Vorwurf machen zu , wollen. Sie wollen ja den jüdischen Patriotismus nicht nur demonstriren. Ihre Methode ist!ene bekannte dialektische, welche nicht das Concrete analyfirt, um cs synthetisch zu reconstruiren, wobei ein großer Gewinn für die Wissenschaft und das Leben herauskommt — sondern nur deshalb das Concretc in seine Bestandtheile zerlegt, um von demselben zu abstrahiren, und an deren Stelle das ״Wahre" zu fetzen, welches wieder nichts ist, als das subjektive Belieben deö Dialektikers, der irgend eine beliebige Seite seines analyfirten Objektes als das allein Wahre festhält. — Man hat bei dieser Art Dialektik nur zu zeigen, wie ein einzelner, durch die Analyse gewonnener Bestandthcil nicht das Ganze, folglich nicht das Wahre, in nnserm Falle also nicht der wahre Patriotismus sei. — Durch diese Operation climinirt man, was einem unbequem ist, um nur dasjenige als das ״Wahre" übrig zu behalten, mit welchem man am leichtesten fertig zu werden hofft. Zuerst eliminiren Sic so als unwahres Objekt des Patriotismus ״die Berge und Thälcr, Fluren und Flüsse des Vaterlandes," natürlich auch die ״Früchte" desselben, die mir von meinem Großvater gezeigt wurden, sodann, die ganze patria naturae oder loci, die Sie si' mühsam ans mehr als zwanzig Belegstellen als das Objekt des jüdischcn Patriotismus znsammen gesucht haben, um nur die patria civitatis oder juris, die Institutionen des Vaterlandes, als würdigen Gegenstand der Liebe, als das Objekt des ״wahren" Patriotismus übrig zu lassen. — Jetzt haben Sie leichtes Spiel mit dem jüdischen Patriotismus: ״Welche Institutionen," fragen Sic, ״hat aber der Hr. Vers, bei seinem palestinenfischen Patriotismus im Auge?" —Mich genirt nur, wie Sie meinen, der alte Opferkultuö, dessen Restituirung doch in dem altjüdischcn Kultus, in welchem ich kein Gebet verstümmelt wissen will, erfleht wird. Also ein doppelter Widerspruch! Ich glaube nicht an die Wiederherstellung des OpfcrkultuS im zukünftigen jüdischen Staate, spreche mich doch für den altjüdischen Kultus in der Gegenwart aus, und muß den einzigen würdigen Gegenfland des Pattriotiömus, die Institutionell meines Vaterlandes, preisgeben. Denn eö sind ״ja nicht die Opfer allein, sondern auch die übrigen In« stitutionen," welche ich fallen lassen muß, da ich ״kaum in der Lage sein dürfte, auch nur einem kleinen Bruchtheile derselben einen Platz" zu rescrviren. Sie vergessen bei diesem ganzen Raisonnement nur eine Kleinigkeit. Sie selbst, Herr Redakteur, haben schon vorher die Basis desselben, die In stitutionen, als den einzigen würdigen Gegenstand deö Patriotismus, fallen gelassen, und müffkn daher auch schließlich Ihre ganze OperationöbasiS ändern. Bei den ״Jnstitulionen" sind Sie nämlich ans eine Schwierigkeit gestoßen. — Völker und ganze gesellschaftliche Klaffen können un« möglich, wenn sie auch über jede ״gereizte Gefühlsstimmung" erhaben sind, Institutionell liebe», die sie als Parias behandeln. Dennoch sin« det sich auch bei ihnen, wie wir selbst täglich erfahren, Patriotismus . Man könnte hier wieder an die patria oaturac, au gemeinsam e Sprache, Geschichte und Abstammung denken. Sie beeilen sich daher zu erklären, daß auch hier nur die Liebe zu den Institutionen der ganze Inhalt deö Patriotismus sei, aber — zu den Institutionen der Zukunft. — Nun erinnern Sie sich noch, daß auch ich die Jnstiutioneu der Zukunft ״antizipirt" habe. Ja, diese bilden, wenn nicht den ganzen, doch den vorzüglichen Inhalt meines jüdischen Patriotismus. Mit dem, was in Folge Ihrer dialektischen Methode als ״wahrer" PatrioliSmnü übrig geblieben, haben Sie kein so leichtes Spiel, als Sie anfänglich glaubten. — Aber Sic wissen sich zu helfen. Einen ״antizipirenden Patriotismus״ halten die Nichtadeligen in Ungarn vor 1843 und 1848, die deutschen Unterthanen im Jahre 1813, wohl auch die Russen im Jahre 1812, so wie andrer Seit« alle Völker, die gleich dem französischen Volke un Jab re 1789, erst