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Ben Chananja · 1862-08-22 · 34 (22.8.1862) · p. Seite 287

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
34 (22.8.1862)
Date
1862-08-22
Page
Seite 287 (sequence 3)
Language
German
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287 des besungenen Monarchen bekannt war, ist vollkommen gleichgiltig. Auf einen persischen König haben sie die Ode sicherlich nicht bezogen; die Hipothese, welche dies that, wird jetzt allgemein als verunglückt betrachtet. Kein bestereS LoS verdient aber Hitzig's Annahme, daß die Ode zur Vermählung Ahab'S und Jscbe'ö gedichtet worden sei. Trotz des Elfenbeinpalastes, welcher die Identität Ahabö mit dem gefeierten Helden des Psalm'ö beweisen soll,'׳') wird sich doch schwerlich ein Kenner der alten israelitischen Welt entschließen können, einznräume», daß einer der ersten Sänger Israels einen Ahab, der vor seiner Verbindnng mit Jzebel den Jorobeam-Kultuö aufrecht erhielt,") besungen und verherrlicht habe! Und wenn auch Hitzig versichert, daß Verö 17. ״sich vortrefflich für Ahab schickt," so bleibt eS doch unbegreiflich, wie der Dichter zu dem Sohne deö Usurpators Omri, ohne den Helden seiner Muse geradezu zu verhöhnen, sagen konnte: ״An deiner Väter Stelle treten deine Söhne!" Alle Schwierigkeiten verschwinden aber, sobald man sich Iosafat als den Helden deö Psalm'ö denkt. Für ihn ״schickt sich" wirklich jeder Zug. Die Aufforderung, das Schwert umzugürten, gilt einem der Kriege, welche Iosafat, mit den Königen von Efraim alliirt, führte, um die Integrität der beiden Reiche zu wahren oder zu restauriren. '5) Ihm, der für die Verbesserung der Justizpflege sorgte,'") dürfte der Dichter (V. 7. 8) zurufen: ״Dein GotteSthron dauert immer und ewig; (Siu gerechtes Zepter ist daö Zepter deiner Herrschaft. Dn liebst Gerechtigkeit und hassest Frevel. Darum salbte dich Gott, dein Gott, vor deinen Genossen:" D. i. vor d. gleichzeitigen Herrschern der benachbarten Länder, unter denen Iosafat hoch hervorragte. Am frappanteften ist die Jndividualisirnug deö 17. Verses. Da der König die ausländische Prinzessin als Favoritkönigin heimführte und ihrem Sohne, als dem zu erwartenden Erstgebornen, die Thronfolge zusicherte,") so hebt der Dichter V. 17. hervor, daß dadurch der HauSfriede ungestört bleiden werde, indem auch den anderen Prinzen eine ihrer Geburt entsprechende Stellung zu Theil werden wird: ״An die Stelle deiner Väter treten deine Söhne, du setzest sie zu Fürsten im ganzen Laude." Und dies hat Iosafat wirklich gethau: ״er gab seinen Söhnen viele Geschenke an Silber und Gold und Kostbarfeite», 11 ebft festen Städten in Inda." J8) Ob der Dichter die hierauf bezüglichen Intentionen des Königs kannte, oder sich selbstständig mit einem Rache an den Herrscher wagte, ist von keinem Belange. Dagegen verdient wol berührt zu werden, daß das Mißtrauen Jehoram'S, deö Thronfolgers Josafat'S, das denselben zum Mörder seiner Brüder herabsinken ließ,'") in dem Umstande seine» Grund hatte, daß ihn die Besorg.niß quälte, seine Brüder würden ihm, dem Sohne der Ausländerin, die Herrschaft mißgönnen. Dem Dichter «׳asereS Psalms mußte natürlich jeder Argwohn fern bleiben. Er sah die Zukunft in einem rosenfarbigen Lichte. Eine edlere Sprache hat wol niemals ein Hofpoet geführt als er, und cö ist für den Geist seiner Zeit charakteristisch genug, daß ein König, wie Iosafat, eine Mischehe schließen, und einer der begabtesten Dichter der Nation diesen Schritt besingen durfte! Für die Frömmigkeit eines Königs, wie Iosafat, sah mau hierin keine Gefahr; dagegen freute man sich des neuen Glanzes, welcher den Thron durch die neue Verbindung umgab. Daß benachbarte Völker dem Iosafat ihre Huldigungeu brachten, berichtet d. Chronist ausdrücklich,"") wenn auch TyrnS, welches in unserem Psalm genannt wird (V. 13), dort nicht ausdrücklich angeführt wird. AnS der nachjosafatischen Zeit werden die Könige Ioasch, Hiskias und Iosias als Restauratoren des Gesetzes und der guten Ordnung gepriesen. Die Wiederherstellung deö nationalen Kultus wird ihnen besonders nachgerühmt. Nirgends wirb aber erwähnt, daß der Versuch gemacht worden wäre, die gestörte Einheit und Reinheit des Blutes wieder herznftellen. Wäre dies geschehen, so würde es gewiß nicht nnerwähut geblieben sein. Entweder sind also in jenen Zeiten Mischehen gar nicht, oder doch nur auSnahmsweise vvrgekommen, oder durfte die staatliche Gewalt noch nicht wagen, in daö Innere des Familienlebens einzugreifen. Der erste Anlauf hiezn wurde in den Zeiten Ezra's versucht. (Fortsetzung folgt.) A tt m e r k u n g e n. ') S. oben Nr. 23, 24, 25, 26. 30. 31. — J) Gcsch. d. B. Israel II. 1, 16. — a) S. Nro 31. S. 262. — «) Sptg.: tUv«. 7TuXhi clX/.oq'vXu tyeytj0-1j avToi?. lieber die Uebcrs. d. ולשתים mit (IXXoqvXtn s. Geiger, Urschr. S. 53. Thrg. vielleicht mildernd: ובנמוסי עממיא אזלין Raschi stimmt mit der Auffassung d. Spt. überein, während Kimchi an ausländische Literatur denkt. De Welle und Bimsen: sie gehen Hand in Hand mit den Söhnen der Fremden. Zunz: von den Kindern der Fremden wimmeln sie. Hitzig: und dingen Fremder Sohne sich. Delitzsch sagt in Fürst'S Konkordanz in Beziehnng ans die llebers. d. Spt.: ״ex ueoh. הספיק sufficienter a. affatim largiri, multiplicari, quo exemplo rursus antiquitas liDgiue neohebneiese ejusque usus ab Alexandrinis faetns confirmatui■ (1200 d)." Das nenhcbr. הספיק heißt aber bekanntlich nicht largiri oder multiplieari. Oabeu folgt Raaebi:?remrent leurs Sbata avec uns race d’ ötrangers. Luzzatto: 6 di cio die ö di straniere origine si trovano paghi, wonach nicht von der Mischehe, sondern von ausländischen Erzcuguissen die Rede ist. Nngesähr i» demselben Sinne, jedoch abstrakter, Reggio in seiner 1831 crschicnrncn poetischen Bearbeitiliig deö Jesajas: E di preatigi da KiJisti tohi Ella t* oramai ripiena,

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