Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 29 (18.7.1862)
- Date
- 1862-07-18
- Page
- Seite 249 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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249 Beitrag zur Zwecklehrc der Natur (Teleologie) zu betrachten. Die Teleologie hat ihren bestimmten praktischen Werth in religiösmoralischer Hinsicht. Sie ist ein Theil der Natnrwiffenscbasten überhaupt. Alle Hymnen auf den Schöpfer sind genau genommen nur yersifizirte Teleologie. Die Grundideen sind in der Bibel, und sind dieselben in den spatern Hymnen stofflich und sprachlich erweitert. ES haben manche hierin des Guten zu viel gethan. Der gute Geschmack ist oft dem guten Willen unterlegen. DaS Kl)et er Malchnth (die KönigSkrone) deö Ben Gabirol und eine Reihe von Hymnen deö Isak ben Giath "^) sind hier im Allgemeinen zu nennen. Die folgende Zeile deö Enniuö (von Cicero angeführt) m. hier hervorgehoben werden. ״Blick empor zum hohen Lichtraum, Jupiter flehen alle ihn an." Diese Zeile ist auf dem Boden deö Polvtheismus entsprnngen und ist deßhalb desto interessanter. Sie birgt die ersten Keime d. Noturtheologie in sich, wie nicht minder den ersten Keim der Anschauung von der Allgegenwart Gottes, obwohl er für die Sinne verborgen bleibt. a4) (Fortsetzung folgt.) Ä n nt c r k u n 0 c n. ') Einige Worte habe» wir bereits oben (v. I. S. 309) über diesen Gegenstand mitgethcilt. ׳) Helene (v. 701. in Hart u n g S Uebersetzung.) ') In der Note 1 angcsührtcu Not!;. '1 In der sehr interessanten Sanimlung genannt ,*שערי חע1ר.בר (Leipzig 1860) Nro 18. Die Worte lauten *וידעו־, בלשק ף Specimeus »f early inefcrieal Roaiances... by 0. Ellis. London 1805. '') Bergl. übrigens auch Jgg. B. Chajj. Hauptstnck V. cap. 5. י) Bergt, nufere rabb. Blnuienlesc S. 68. Nro 2. Wir haben bereits über diesen Gegenstand Ulanches in Frankel'S Zeitschrift (185!) S. 235) mitgetheilt ׳, vcrgl. auch die Note des englischen liebersetzerS zn I b n C h a l l i c a n Theil I. S.!)4. 8) Die Dichter brauchen das Wort נדוד (die Wanderung). Wir haben jüngst in diesen Blättern (S. 210) cinigeö darüber mitgetheilt und auch etiiige Nachwcisungen darüber gegeben. Daß Moses Dari (ררעי) von welchem Herr S. Plllsker in seinem ליקוטי הרמוניוה Gedichte mittheilte) ebenfalls diesen Gegenstand in seinen Gedichten hat, darf hier im Borbeigehcu erwähnt werden. ר Die Worte lauten: בי המות וסידור אהובים אהד הוא בעיני• Diese Worte finden sich in dem hebräischen Capitel des Calila vedimna (Ms. Paris) welches Herr Adolf Neubauer in Benfe y'ü Zeitschrift der Orient und O r e i d e n t (S. 444) mitgetheilt. '°) Nachträglich wollen wir noch auf die Worte (5 i c e r o'S aufmerksam machen (von der Weissagung Buch ll. 8- 42) Derselbe sagt, daß die Araber und manche andere Völker, weil sie in den Wüsten wohnten, den Flug der Vögel beobachten konnten. ") I» der Uebersetzung von Dietreici (S. 215), vergl. oben (S. 176) unsere Notiz über dieses Werk. '2) Ts heißt .3מלאכי השרה אומרים שירה בכל יו ") Verlorenes Paradies Buch IV. v. 671. ") Die hebe. Worte haben wir bereits oben S. 26., Note 6. gegeben. '") Wir wollen hier ans das bekannte englische Buch von Der« h a m anfinerksam. Dessen P h y s i c o - T h c o l o g i e wurde gedruckt, und wenn wir nicht irren, im vorigen Jahrhundert auch ins Deutsche übersetzt. '') Ohne nähere Betrachtung wollen wir nur auf folgende Stelle aufmerksam machen. דדים במקום בינה נבראו Daß Plutarch (von der Liebe zu den Kindern 8׳ -I) eine ähnliche Idee anführt, darf hier gelegentlich bemerkt werden. יי) Dclilc und Cowper haben Gedichte über Conversalion geschrieben. Der Nutzen, welchen d. Lesen dieser Bücher gewährt, ist nicht bedeutend, es ist mit dem Lesen eines Handbuches der Schwiiumkunst zu vergleichen. Schwimmett lernt man im Wasser. und conversiren in der Gesellschaft. '״) Hauptstück 5 Cap. 7• (Das ganze Capitel ist sehr intercssaut.) ") Aus den Ausdruck □□עורב הקו (der Nabe, der Zauberer) haben wir bereits oben aufmerksam gemacht. In der Stelle des 11□ הםורוה, welche wir ein Literatnrblatt des Orients (1848 Nro 13) mitgetheilt habe», finden sich die Worte: בעל 1מה כמו העורב. 2י) Im מאזני צדק des Algazali finden sich mehrere solche Stellen. ־■) In Frankel'S Zeitschrift (1859 S. 118) haben wir über denselben manches Hichergehörige mitgethcilt. 1י׳) Cicero: Die Natur der Götter (Buch II. 8- 25). ") Plutarch: Isis und Osiris 8- 9 sagt amon heißt im A e g y P t i s ch c n ״verborgen," wesshalb er Jupiter A m o n heißt. Zn Anfang des Bereschith rabba lesen wir unter andern pftNt ״ מכוסהdas Wort אבלון heißt im Hebräischen auch verborgen." Es haben übrigens diese 2 Stellen keinen eigentlichen innern Zusammcnyang. ES war nur das sonderbare Zusammentreffen derselben, welches uns veranlaßte, ans dasselbe hier aufmerksam zu machen. Korrespondenz. Aus Siebenbürgen. (Schluß.) Das letzte hierauf bezügliche in lat. Sprache abgefaßt? Dekret lautet: ״Nikolaus Kovals von Tusnäd, von Gottes und des h. Stuhles Gnaden Bischof von Siebenbürgeu, StaatSrath Sr. heiligen k. k. Apostolischen Majestät, Rath deö hohen königl. GliberliiiimS des GroßfürstcnthumS Siebenbürgen, königl. Direktor aller kathol. Schulen und Erziehungsanstalten in Siebcnbürgen, Präsident des BücherrevisiouSamleS und Kommandeur des königl. Apostol. St. StefauSordens: Allen und jedem Einzelnen ins Besondere, eines jeden Standes und Grades, einer jeden Würde und jedes Amtes, den getreuen Untcrthanen Sr. heil. k. k. Apostol. Majestät im Großfürstcnthum Siebenbürgen. Ungarn und in den wieder einvcrleibtcn Theilen nnsern freundlichen Gruß! Da die in Karlsburg wohnenden Juden in Folge der ihnen von den Durchlauchtigsten Fürsten seligen Andenkens ertheilten Privilegien unter die Jurisdiktion des Grundherrn von Karlsburg gestellt wurden, so hatte der Grundherr seit vielen Jahren das bis auf den