Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 25 (20.6.1862)
- Date
- 1862-06-20
- Page
- Seite 214 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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214 Anmerkungen. ') More I. (Sav. 71. ־’) Knsari I. 07. ־־') Bon (§ap. 13-30. ') Main!, zählt 7 solche Beweise aus. Wir habe» bereits früher bemerkt, daß Scharastani diese Beweise unter dem Titel: ״Antithcscii des ProklnS" anführt und daß auch Johannes FiloponuS gegen diese Beweise schrieb. Indessen hatte der ausgezeichnete Scholastiker, der Lehrer des Thomas von Aqnino, Albertus Magnus, diese Beweise erst von Maimuni her. S. Summa theologiae: ״De septeni viis spinn collcgit rabbi Moyses, quibua probatiu־ nnindi aeternitas.״ ־) Topic I., 11.y-n'i rtful ׳1/1׳ h'tytt 1׳ n>\ eyoiu.v övtoiv /itya/.ioi׳ y ().irr m׳ ui.ufttvur livu. to ׳)tri rl in tu)ovvut, ׳!/׳’)/׳ mixt- ■ im• <> xod/ioc (tiiitoi•, 101 ן). ") Mit Bezug ans De eoelo lib. I. ־) S. auch (5z Ehajjiin. Lüsten und L i l d r r. Bon Dr. <5. (5 ar m o l!>. 8. Moses Abudieute. MoseS Abudieute, Grammatiker und Dichter, Sohn deö Gideon Abudieute, gebürtig auö Lisabon. Er lebte in Hamburg, wo er in seiner Muttersprache eiue hebraische Sprachlehre schrieb, die zu Hamburg 1633 in 8 gedruckt. Ich besitze dieses seltene Merkchen, eS führt den Titel: üramatiea hebraiea, ]‘arte primeira, onde so mostram todas as regras necessarilis assim para a intelligencia da lingua, coino para compor e escrcver nella um proza et Verso, cum a elegancia e medida que convom. 2(11 der Spitze befindet sich in hebräischer und portugisischer Sprache eiue Zueignung an Gott; daun eine kleine Vorrede, in welcher er einen zweiten Theil seiner Sprachlehre verspricht, die hebräischen Wurzelwörter enthaltend, der aber nicht erschienen ist. Jakob Rosales, Baruch Nahmias de Castro, Daniel Abndiente, Joseph Frances und Jsaac -AbaS loben den Verfasser in Prosa und in Versen, die der Vorrede folgen. Von den vier Abschnitten in welche die Grammatica Hebraica zerfällt, ist besonders der Letzte, der über prosaischen Stil handelt, interessant, wegen der schönen hebräischen Gedichte, die der Verfasser als Muster anführt. Sie sind alle von ihm selbst gedichtet, denn er war einer der geistreichsten hebräischen Dichter seiner Zeit. In der Bibliothek der Gesellschaft Toelet in Amsterdam sah ich unter dem Titel: Abue Scho am, eine Samm- Inug von 102 Octaveu. Am Anfänge liest mau ein Lobgedicht von Moses ben Joseph Belmonte und am Ende ein Anderes von David Franco MendeS, welcher bemerkt daß der Verfasser, unser Abudieute, den 2 Veadar 448, d. i. den 4. März 1688 gestorben ist. Es ist diese Sammlung, die in der hebräischen Monatschrist, der Sammler, von 1785 S. 46 zum Verkauf angekündigt wurde. Im Spanischen hat mau noch von MoseS Abudiente: Fin de los Dias puplica der Ileyado et fin de los Dias pronostiendo per todos los proplietas, ein Merkchen, welches über die in den Propheten verkündete Endzeit handelt, Glückstadt in 8. — Moses Abudieute hinterlicß einen gelehrten Sohn Namens Gideon Abudieute; Letzterer schrieb ein Gedichtchen zur Ehre des Joseph Peneo, Verfasser des Asire Ha-Tikva, welches Peneo mit einem anderen von seinem Vater Moses Abudieute abdruckeu ließ. 9. Samuel Keidenover. Samuel Keidenover, später Ahron- Samuel Keidenover, geboren um 1607 zu Wilna, wo sein Vater Israel Keidenover, auö Keideuov iu Klein Polen, als ein angesehener Mann lebte, und ihm eine gute Erziehung gab. Er studirte den Talmud und die Easuisten unter Moses ben Isaak Jehuda Lehman (Rga Emunat Samuel, Nro 52) und ward einer seiner ausgezeichnetesten Schüler. Reich vom väterlichen Hause, und durch die beträchtliehe Mitgift seiner Ehefrau auö Lublin, lebte Samuel ganz dem Studium iu Wilua und'Lublin, ohne an eine Rabbi- «erstelle je zu denken, für die er erzogen wurde. Doch das Glück ist unbeständig. Im Oktober 1655 drängten sich 10,000 Kosaken und Moskoviter in Lublin ein, plünderten die Jndengasse und erschlugen deren Einwohner (Vergl. Rga Zemach Zedek Nro 103). Samuel verlor Hab und Gut nebst seinen zwei Töchtern. Er floh mit seinem Sohne nach Deutschland, kam nach Fürth und wurde dort Ober rabbiner. Keidenover lebte in Fürth 12 Jahre, hatte eine Jeschiba und zahlreiche Schüler. Den 2. Oktober 1627 wurde er feierlich zum Oberrabbiner in Frankfurt am Main gewählt (Gemeiudebuch ad anno 5428). Im Jahre 1629 veröffentlichte er seinen scharfsinnigen Commentar zu Seder Kada schim, der ihm den größten Ruhm verschaffte. Nach einem Aufenthalte in Frankfurt von sechs Iahren begab Samuel sich auf einmal, als man ihn, wie man glaubte, nicht recht behandelte, nach Krakau. Die Sage gieug, Keidenover habe zur Vergeltung der Frankfurter Iudengasse Ratten und Mäuse angewünscht. (Schuht jüd. Merk- Würdigkeiten II. 89). Er starb in Pinczow, den 19. TamuS 5436 d. i. den 30. Juni 1676. Nach seinem Tode gab sein Sohn, Zebi Hirsch Kei denover, seine Schriften in Frankfurt heraus, als Birchat Schemnel 1682; Emunat Schemuel 1683; Tiferet Schemuel 1696. Diese Werke, Predigten über den Pentateuch, Rechtsgutachten über rabbinische Gesetze und Gebräuche bewähren seine Gelehrsamkeit und sind allgemein beliebt. Korrespondenz. / Füufkirchen, Anfangs Juni. Das hur erscheinende ung. Blatt brachte in Nro 42 eine Polemik des Lehrers Seligman gegen einen Nr. 10. d. A. Z. d. I. erschienenen Korrespondenzartikcl ans Siklüs. Die Fehde dürste in mehr denn einer Rücksicht interessant genug sein, nm auch zur Kenntnis! Ihrer Leser gebracht zn werden. Der Siklöser Korrespondent berichtete über Mißhandlungen, welche sich der Stuhlrichter F. gegen den Inden 6t. erlaubt haben soll. Er verfiel aber in den Fehler, den Bericht über eine einzelne, allerdings unleugbare Thatsache mit einem ganz allgemein klingenden durchaus ungerechtfertigten Ausfall gegen die ״Herren Magyaren" in Ver-