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Ben Chananja · 1862-06-13 · 24 (13.6.1862) · p. Seite 207

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
24 (13.6.1862)
Date
1862-06-13
Page
Seite 207 (sequence 5)
Language
German
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halten ist d. h. was nicht vom Anfangs an u. überall in der Kirche ist geglaubt worden, daö kann auch nicht von Chrisstuö n. den Aposteln stammen.Viele Lehren des christlichen Glaubens sind in der h. Schrift nur angedeutet; viele werden als bekannt vorausgesetzt und würden rein unverstündlich sein, wenn sie nicht ans dem Leben der Kirche und aus der beständigen Ueberlieferuug ihre Erklärung und Ergänzung fänden. Vor allem aber würde daö Ansehen der heil. Schrift selbst zusammenfallen, wenn dieselbe nicht durch die Tradition getragen würde." In dem Kirchenlerikon von Aschbach heißt eS unter eben demselben Artikel: ״Jede Religion bat im Grunde ihre Ueberlieferungen, welche neben den heiligen Büchern bestehen." Ucber die Tradition äußert sich daö Tridentinische Concil in seiner 4. Sihung von 8. April 1546 (Canones ct dccreta concilii Tridentini cd. lUchter. Lipsiae. 1853. pag. 11.) also: Sacrosancta oecmncnica ct generalis Tridentina synodus... perspicicns lmnc veritatim ct disciplinam (christianam) contineri in libris scriptis et sine scripto traditionibus, quae ipsius Christi orc ab Apostolis acceptae, aut ab ipsis Apostolis, Spiritu sanctu dictantc, quasi per manus traditae ad 110s usque pervencrunt: ortliodoxorum patrum exempla secuta, omnes libros tarn veteris quam novi testamenti, quum u tri usque unus Deus sit auctor, jiec non tradit.iones ipsas, tum ad fidem, tum ad mores pertinentes, tanquam vel oretenus a Christo vcl a spiritu sancto dietatas, et continua successione in ecclesia catholica sonservatas, pari pietatis aft'ectu ac reverentia suscipit et veneratur. Hat also die christliche Tradition eine Berechtigung, soll sie auch die jüdische haben. Keine mehr und keine weniger. Darum: Hane veniam damus petimusque vieissim. Jlforilmen von Leopold Dukes. 8. Zn einer Stelle der Reisebeschreibung des R. Pethachjah aus Negensburg. Die meisten alten Reisebeschreibungen auS den Zeiten der Unwissenheit sind wie alte Ruinen. Es ist die Leerheit, die beiden den Werth giebt. Zwar sollen sich in alten Ruinen zuweilen Schätze finden, in andern sollen Geister Hausen, keiner aber hat die Schatze gefunden, keiner hat die Geister gesehen. Nicht etwa, daß nicht auch neue Reisebeschreibungen leer sind, aber man sucht in beiden weder Geister noch Schätze. Die Reisebeschreibung des R. Pethachjah von RegenSbürg, welche Herr Dr. Benisich mit einer englichsen Uebersetzung herausgegeben hat, (und welcher wir im vor. Jhrg. S. 424, 439 einige Worte gewidmet haben) hat alle Tugenden und Untugenden der damaligen Zeit. Spätere Zeiten haben zu solchen Reisebeschreibnngen Zusammenstellungen aller Art gegeben, theilS erklärend, theils ergänzend. Manches Unklare kann nur zu Vermuthungen Anlaß geben. So z. B.: Wenn unser Autor erzählt, es sei jemanden ein Mann im Traume erschienen mit den Worten ״Ich bin Bursuk" '), ohne daß der Verfasser etwas Näheres dazu beifügt und man weiß nicht war dieses ein Dämon, ein Held, oder ein Narr (oder alles zugleich). Dieser Bnrsuk verschwand gleich, nachdem er diese Worte dem Träumenden gesagt hattec. Es erinnert dieses an eine altere Wiener Posse, die im Leopoldstädter Theater sich sehr anziehend bewies, und welche viele der Leser wohl gesehen haben.") Zur folgenden Stelle — welche allgemein kulturhistorischen Inhalts ist —einige historische Notizen hinzuzufügen, ist der Zweck dieser Zeilen. In Griechenland hörte unser Autor, daß es daselbst Zu den giebt, welche השבעות (Beschwörungen) machen können. Man hat dies im Mittelalter von den Bewohnen! mancher Länder behauptet. So erwähnt Nachmanides und nach ihm Salomo ben Adereth in einem seiner Gutachten") daß eS in Allemanien Leute giebt, die Schedim (Dämonen) beschwören können, und sie als Dieuer brauchen rc. 1c. (Dieses Allemanieu ist nach einigen Griechenland. 4) Simon ben Zemach Daran erwähnt Deutschland und eine «ttgeuannte Stadt in Spanien als Sitz der Kenntniß der Beschwörungen, 5) Salomo Duran (der Sohn deö vorhergenannten) sagt, daß eS in Salmanka an der Universität gelehrt wird. 0) Die historischen Forschungen, welche man in neuerer Zeit aus diesem Gebiete machte, 7) können auch vorstehenden Zeilen einen geringen Werth verleihen. Sie haben für sich selbst auf keinen andern Werth Anspruch zu machen. 8) änmerkuitgeu. ') Sollte die Vermuthnng erlaubt, daß dieses בןן־־סף heißen füllte. Von einem ״ בורסף מלך השריםBursuf König der Scheb i nt (Dämonen)" ist im אגרת בעלי היים (zu Anfang und sonst noch die Rede. ׳) Den Namen der Posse haben wir vergessen. Die bezüglichen Worte lauten: ״Ich bin dein Pater ZefiseS, nnd sage dir nichts mehr als dieses." 3) Vergl. Minchal Kanaan. (S. 26) בי שמערת׳ בבירור שמנהג חסידי אלימניאר, לעסוק ברברי שרים ומשביע׳! אות! ומשלחיס אותס ובו׳.

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