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Ben Chananja · 1862-04-18 · 16 (18.4.1862) · p. Seite 140

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Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
16 (18.4.1862)
Date
1862-04-18
Page
Seite 140 (sequence 8)
Language
German
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140 als Quelle eine Zeitschrift ohne den Mittheiler; so mancher könnte daran» schließen, daß der Verfasser daselbst die Mittheilungen gemacht hat. Um etwas klarer zu sein, müssen wir mit Beispielen Heranrücken. Wenn D. Graeh nicht Dukes als Quelle für manche Gedichte angibt, und nur das Cochbe Jizchak anführt, wenn dieser berühmte Historiker so oft Ersch und Grnber in seinen Noten erwähnt, ohne Dr. Steinschneider zu nennen, so ist man gezwungen zu äußern, daß die beiden wie vui et von nvevu in der Literatur da stehen. Ist das die Gerechtigkeit, die die Orthodoxie predigt? waö hat den» die Literatur mit persönlichen Ärgernissen zu thun? Was uns aber mehr wundert, ist, daß Zunz. der die Geduld Hillel'S besitzt, um aufzuz. hlen, wie vielmal dieser oder jener Tanna in dieser oder jener Pesiktha vorkommt, ganz und gar in seinem jüngsten Artikel über die Baraitha des Samuel im MaSkic an die Arbeit der H. Senior Sachs in Frankls Monatöschrift, wo die Vermuthung, die dieser Gelehrte das. anfstellt, durch den nun zum Theile bekannten Text bestätigt sind, vergessen hat. Wir hoffen, daß Zunz nicht seine gewissenhafte Genauigkeit bereuet; wie sollte man sich dies anders erklären, als durch ein persönliches vui 6t nov svevu? — Wenn Dr. I. Fürst in seinem Werke, worin er sein Leben niedergrlegt, wir meinen das hcbr. Wörterbuch, eine Notiz über die Geschichte der jüdischen Lexikographie gibt, und indem er von den Karaiten, von Ganach (R. Zona) spricht, nicht einmal Munk'S Notize über diesen Autor in d. Arch. isr. 1850 erwähnt, so muß sich jeder fragen, was das bedeuten soll? Soll denn Fürst seine eigene Uebersetzung von Munks Abhandlung, die er im Orient gemacht, vergessen haben, oder ist eö vortheilhaster für denselben, Ewald als das Unicum über R. Zona hinzustellcn? Wir können nur antworten: Munk ist für Fürst vui 6t voll nv6vu. — Dagegen ist es wieder zuviel verlangt, wenn man Gegenstände, die jedermann zugänglich sind, und die einmal daS Glück hatten von diesem oder jenem Gelehrten zitirt zu werden, als von diesem schon angeführt angeben zu müssen. Eine Antopsie in einem Mshte berechtigt zu einem eignen Citate. Es wäre sehr wünschenSwerth, wenn die jüdischen Gelehrten den Kleinigkeitsgeist des nicht Zitirens, des muthwilligcn Zgnorircns, so wie der absichtlichen Forschung, um Versehen Anderer ausfindig zu machen, aufgebcn würden! Kein Mensch ist untrüglich, selbst Dr. Steinschneider nicht. Literarische Anzeigen. Lärebog i den israelitische Religio af Dr. A. A. Wolff. R. as. d. Kjobenhavn 1662. HoS S. Trier. 8. 130 S. Bereits im Jahre 1825 hat der Verfasser. Herr Oberrabbiner Dr. Wolff. in deutscher Sprache ein Religionsbuch: תורת ישראל ״die Lehre der israelitischen Religion" in Mainz veröffentlicht, welches bei allen Fachinännern gebührende Anerkennung gefunden, und war sowohl in Stockholm als in Brüssel, an letzterem Orre mit «ebenstehender französischen Uebcrsetznng erschiene». Der vor 4 Jahre» verstorbene Rabbiner Dr. Seligman» in Stockholm veranstaltete 1844 eine schwedische Uebrrsetzung unter dem Titel: ״Lärobok israclitiöka Religionen," welche nebersetzung vor lO Jahren aufs Nene in Gothenbnrg von dem dortigen Prediger Herrn Magister M. R. HenriqucS aufgelegt wurde. Auch an Plagiatoren, die das Bnch ohne Weiteres stark ausbeuteten, hat es nicht gefehlt. So z. B. hat ein I. H. Deffauer in seinem ״Unterricht in der mosaischen Religion," Nürnberg 1833 ganze Kapitel ans jenem Buche meistens wörtlich und sogar mit den darin befindlichen Druckfehlern in der Angabe der Bibelverse abgcdruckt, ohne die stark benützte Quelle anzugeben. Das vorliegende dänische Lehrbuch ist keine bloße Nebersetzung, sondern eine völlige Bearbeitung der deutschen Ausgabe, obschon es deren Grnndzüge, namentlich die Tintheilnng der 3 Hauptstücke: Glaube, Liebe und Hoffnung heibehalten. Diese Gintbeilnng hat der Verfasser bereits in seinem: ״Einige Worte an das Publikum über mein ReligionSbnch," Mainz 1825 gerechtfertigt, wo er nachgewiesen, das sie sich schon in dem allerältesten israelitischen CatcchismuS, nemlich im ססר לקה טוב von R. Abraham Ben Chananja Jockel. Venedig 1596 vorsindet, wie auch daß Albo diese 3 Hauptstücke im Jkarim als einzelne Theile unter den Abschnitten: אמונה, אהבה und תקוה hat. In diesen 3 Hauptstücken werden in dem vorliegenden Buche alle Lehren und Gebete der israelitischen Religion in klarer und lichtvoller Weise dargestellt. Da das Lehrbuch nicht nur für die Jugend zum Schulunterricht, sondern auch für Erwachsene zur Belehrnng und Erbauung bestimmt ist, so sind zahlreiche Anmerkungen und Hinweisungen auf Bibelstellen und rabbinische Schriften hinzugefügt, die Winke und Fingerzeige zur tieferen Erkenntniß des Judenthums geben. Wie in allen Schriften dieses Verfassers tritt auch in dieser Schrift eine wohlthuende Glaubens-Innigkeit und Wärme im Vereine mit einer geläuterten wissenschaftlichen Erkenntniß entgegen. Möchte auch dieses Buch in dem Kreise, für den er zunächst bestimmt ist, von segensvollem Einflüße sein und belebend, belehrend, erleuchtend und erwärmend auf Jung und Alt wirken. Von demselben Verfasser find bis jetzt in dänischer Sprache außer einer Menge GelegenhcitSreden auch eine größere biblische Geschichte und ein Gebetbuch, letzteres bereits in 2. Auflagen erschienen, demnächst steht von ihm eine dänische Nebersetzung der 5 Bücher Moses zu erwarten. M. Die Schule in Czegled. (Eingescndet.) In der Ueberzeuguug, daß der ״B. Eh." jedem Fortschritte im Judenthiime, besonders was Schulwesen betrifft, sehr gern huldigt, beeilen wir uns, ihm folgendes Faktum mitzutheilen: Die Semestralprüfung, welche am 6. d. M. an unserer Schule abgehalten wurde, fiel über alle Erwartung gut aus, und können wir nicht umhin unserem Lehrer Hr. I. Winternitz für seine gediegenen Leistungen an dieser Schule einen Dank in der Oeffentlichkcit auszusprechen. Wenn wir uns durch die trefflichen Antworten der Kinder in den ungarischen und deutschen NnterrichtS-Gegenständen schon vollkommen befriedigt fühlten, so wurden wir durch die Lcistuiigen derselben im Hebräischen, überrascht; denn sie wußten nicht nur die Nebersetzung der 5 Bücher Mosis und deren geschichtlichen Zusammenhang, sondern auch häufig die Terterklärung im Naschi. Dies alles ist das Werk des Hrn Winternitz. Wäre an allen israelitischen Schulen ein derartiger hebräischer Unterricht wie der seinige eingesührt, so würde das hebräische Wissen bald keine Seltenheit mehr sein. Die S ch n l k o m m i s s i o n: A. Oberländer, Moritz Schillinger, Heinrich Brachfeld. Szegedin, Zelbllverlag der Nedalitlon. Leipzig, Sonimislions-Verlag von Franz Wagner. Druck von Ligmuur Burger i» Szrgediu. Hierzu eine Beilage. (% Bogen.)

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