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Ben Chananja · 1862-04-04 · 14 (4.4.1862) · p. Seite 123

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
14 (4.4.1862)
Date
1862-04-04
Page
Seite 123 (sequence 7)
Language
German
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יי. 12 wenn in einer andern Eonsessioit ein Dvrfschnllehrer als Haupt einer Kirchengeineindc gelten wollte? und doch sieht der Dorfschnllchrer hinsichtlich der Katechisiiinsstudicii mit dem jüd. Rcligionslehrer ans ganz gleicher Stufe. — Wir wollen jedoch hoffen, daß alles das zum größcrn Heile der böhmischen Israeliten keine weitern Folgen haben wird. שומר פתאים ו7. TemeHvar. Vor kurzem ist von Seite des h. k. StatthalternratheS die Genehmigung der Statuten des sich vor einiger Zeit hier gebildeten ״KVankennntcrstütznngS-Verciues" hcrabgclangt, und so ist unsere Gemeinde wieder um ein Huinanitälsiustitnt reicher. Dieser Umstand kann schon einigermaßen den Beweis liefern, daß eü denn doch nicht so arg mit uns bestellt ist, wie dies der unberufene anonyme Q Korrespondent von hier in Nrv. 1 der illnstrirten Jndenzeilnng in arroganter Weise sich darznstellen bemüht. Sic, bochwürciger Herr stledakteur, haben sich zu wiederholten Malen durch eigene Anschauung mit den Znständeu der hies. isr. Geincindc vertrant gemacht, und ich glaube. daß wir uns getrost aus Ihr Zeugnis bcrusen können, um das Lügnerische jener verlänmderischen Phrasen nachzuweisen. Ew. Hochwürdcu werden gesunden haben, daß man hier ferne von JndiffereutiSiunS nur das Bessere will und auch anstrebt, daß ein reger Sinn für zeitgemäße» Fortschritt hier vorherrscht lind sich in allen Gcnleindcinstilntioneli kund gibt, daß der ans der breitesten Basis gewählte, also durch den Willen der Gcsammtgemeiiide konstituirte Vorstand, durchbrnngcn von der Wichtigkeit seiner Ausgabe in diesem Geiste zum Heil und Frommen der Gemeinde wirkt,') daß derselbe, wenn auch nicht nach dem Pester Zuschnitt in Sektionen getheilt, dennoch alles ausbicihct tue bestehenden Institute zu heben und zu fördern niib durch neue den Bedüisnisscn entsprechende zn vermehr reu, daß das .,Altnen" und ,.Neuall" des ״Kantor-Ehasan" denn doch auch sein Gutes hat, iniosern dadurch, weit man den Frieden und die Eintracht liebt, die am Alten und Herkömmlichen Hängenden für den zeitgemäßen Fortschritt gewonnen werden und der Umstand. daß die Gemcindevcrtretuug mit der Besetzung des vakanten Rabbinerpostens sich nicht übereilt, kann nur von deren Unisicht nno Gewissenhasiigkeit Zeugnis geben, da dieselbe bemüht ist und Alles ansbicthet, der Gemcinde einen Seelen Hirten im wahren Sinne des Wortes zu gewinnen. Ich will nicht behaupten, daß Alles ganz so ist, wie cö sein sollte; aber kein Unpariheiischcr, der die hiesigen Verhältnisse kennt, wird deswegen den Vorstand anklageu und diesem die Schuld in die Schuhe schieben wollen. Was die Schule anbelangt, die der Q Korrespondent ebenfalls mit einigen Sciienhieben bedeut!, kann tie!e solchen Angriffen mit o!- feuern Vlsir enrgegeutretcu; denn mit Bernliignng kann sie aus die fünf Jahre ihres Wirkens zurückblicken; sie hat während dieser Zeit den Beweis gelieserr, baß sie von der Wichtigkeit ihrer Mlssion dnrchdrungen, dieselbe auch aus allen Kräften zu erfüllen sucht, und daß sie in Betreff ihrer Wirksamkeit keiner ähnlichen Anstalt Nachsicht. Wolil geht sie und der größte Theit der an ihr wirkenden Lehrer ״ihren Gang;" aber eS ist dieses der Gang, den Pflichttreue und BerusSciscr ihnen vvrzeichnet. Lächerlich nub zugleich charakterlos erscheint es, wenn der Korrcspondcnt zun» Schlüße, nachdem er den» Vorstände alle Besähigung und allen guten Willen abgesprochcn und als ferne von jeder Jutelligenz aus lauter Geldaristokrateu bestehend darstellt, demselben einen מי שברך macht und sagt: ״Um jedem Mißverstäbnisse im Voraus zu begegnen, erklären wir, daß unsere Vertretung im Punkte der Achtbarkeil keiner Andern zu »veichen hat" rc. Möge nun zum Schlüße der Herr Aunonymns den freundschast- *) Dieses Lob der T. Gen», enthält keine Nebertreibung und ist in jeder Rücksicht wolilbegrüiidet. Red. lichen Rath hinnchrnen, in Zukunft seine auf Schra»»ben gedrehten Phrasen minder heiligen »ud wichtigen Objekten, als dieses Gemeinde und Schule sind, znznwcnden und diese Anstalten ungeschoren zu lassen; eS könnte leicht geschehen, daß man demselben die Maske abrcißt und ihn so in seiner wahren Gestalt darstcllt. Ein Mitglied der TemcSvarer isr. Gemeinde. D.-Földvar. Ende März. Die Schnlbücherfragc wird jetzt von allen Seiten vcntilirt, und es läßt sich zuversichtlich hoffe», daß die jüdischen Organe, deren Ausgabe es ist, auch dem Schulwesen Rechilung zn tragen, bereit sein werden, allen in dieses Gebiet einschlagcnde Stimmen Gehör zu schenken, und hiermit diese Frage zu ihren clldtiche» Löuing z» bringe!,. Herr liözmtsi schlägt in Nr. 10 des Magyar izraclita vor, das 2-te Sprach- und Lesebuch zu rcvidiren, und bei dcn höchsten Behörden um die Einführung des revidirtcn Lesebuches zu petitionircn. Er setzt nämlich voraus, daß ans solche Weise die Natioualisirung unserer Schule ohne jede materielle Anstrengnng bezwekt »verteil könnte. — Wir stimmen dem Herrn Közsäsi iit dieser Bcziebung gewiß bei, allein cö ist uns räthsclhast, warunr Herr R. gerade das zweite Sp. und Lesebuch zu rcvidircu empfiehlt, und warum nicht auch das erste? Oder glaubt Herr R., daß die vom löbl. liiig. isr. Verein hcrausgcgcbcne Lescfibel auch das l-te Spr. und Lesebuch ersetzen kann und soll? Das wäre den benannten Fibeln zu viel Recht cingcräniut, und der Sprung von da bis zu dem fraglichen Lesebuch wäre ein zu großer, ein unpädagogischer. Unseres Erachtens wäre es daher zweckmäßiger, wenn man zuerst mit dem ersten Spr. und Lesebuch begänne, und dieses einer Revision unterzöge, und wenn es schon beim Petitionircu hält, so wären auch die vom löbl. Izraelitii magyar egylet heransgcgebencu Lesesibcln mit in das Bereich der rcvidirlen Schulbücher zu ziehen, und so bei der h. ung. Hofkanzlei um die gesetzliche Einführung dieser Schulbücher zu bitten, und wenn das Resultat günstig auüfältt. was sich übrigens gar nicht bezweifeln laßt, wäre dies! den Gemcindc- und Schulvorständen rcsp. Lehrern mitzntheilcu, und von den jüdischen Zeitschriften warm enipfohlen, würden diese Bemühiingeil gewiß nicht fruchtlos bleiben. Allerdings müßte dies; alles von den! löbl. Izraelita magyar egylet ausgchen, da wir überhaupt noch nicht in dem Besitz einer Zcntral-Bchörde sind. Hiermit würde der egylet seinen Wirkungskreis ans das ganze Land ausdchucn, deiuielbeu stünde eine schöne Zukunft bevor, und er könnte noch so manche Jiistitutionen wie z. B. das angeregte Lehrcr-Wittwen- und Waisen-Pcnsionat eie. zum Wohle der jüdischen Lehrer und zur Ehre unserer heiligen Religion zn Tage fördern, ohne jegliche materiefte Austrcilgnng. — Die Art und Weise der Revision überlassen wir der rcnouliuirtcn Schnlniänneru unseres Vaterlandes, jedoch wollen wir seiner Zeit auch hierin unsere uniliaßgebliche Mcinnng auSsprecheu und den Revisions-Kommission zur Prüfung vorlegen. — Möge recht bald damit bcgonueu werden, damit schon wenigstens im kouilnellden Schuljahrc der Geist unserer Schulen durch religiös-nationale Schulbücher ausgesrischt werde. ZonaS Klauber, Lehrer. Mitäge pr ' •S|1rurf)fotfdj1111g uni) Mellhm>islm>»!>e. , Von Professor M. Stößel und Nabb. Eisler. 141. Die Orgel im 2. Tempel zu Jerusalem. Im Traktat Tamid 3. 5. wird uns ein Instrument מגרפה ge- Hamit, n. von demselben wohl etwas hyperbolisch gesagt, daß dessen Schall bis Jericho gehört wurde. Dieses weit hintönende Jlistriiment ist nach unscreu, dafürhaltcn nichts Anderes, als eine Orgelart. Die Prüfung der Stellen, an wclcbeu das מגרפה Erwähnung gelchiebt und beson- 658

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