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Ben Chananja · 1862-03-28 · 13 (28.3.1862) · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
13 (28.3.1862)
Date
1862-03-28
Page
Seite 115 (sequence 7)
Language
German
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115 der Ausbreitung des Christenthums in Parthicn, Medien, Persien und Baktricn (Neander, allg- Ges. 1, 137). 9i. ChaSda hatte in seiner Nähe einen Ehristlichcn Gegner, der öffentlich gegen ihn predigte und sich dabei der Worte bediente: ״Wenn der Hirt der Herde zürnt, gibt er ihr einen blinden Leithammel znm Führer (B. Kama 52, b.)!" Denn dasi unter dem נלילאה kein jüd. Gelehrter verstanden ist, ergibt sich schon ans der Expektoration über einen so hochverehrten Lebrer wie N. Ebaßoa, Die galiläische Predigt Sabb. 88. a. erhält erst durch die Erkenntnis, ihres Ursprungs die rechte Bedeutung, welche den jüngeren Midraschlehrern (S. Midr. Mischte Kap. 22) nicht mehr bckan nt war. (UnvcrsänglicheS von Gal. s. Sanh. 70, a. — wo jedoch die Zahl 13 Beachtung verdient, — das. 113, a. Ehnl. 27, b. Brgl. 2. Bl. d. Dr. 4, 750., wo die klare Einsicht noch nicht gewonnen ist). In den v. Dr. G. angeführten Stellen hatte also R. EhaSda wohl seine jndenchristl. Nachbaren im Amze. Die Leseart 'כוהא braucht aber deshalb nicht cmcndirt zu werden. Eine Stad יי Namens Kutha, welche nach Abulfcda am Flitsse Kntha, — der unterhalb des Nähr cl Malck auötritt und nach der Bewässernng Jrak'S sich in den Tigris ergießt, — lag, war von Sora dem Wohnorte Eh.'s nicht weit entfernt (Nitter Erdk. 10, 204, 205). Dahin entfloh einst einer seiner Sklaven, und er ließ ihn zurückbriugen. (Gilt. 45, a.) Denn daß hier von den Einwohnern Kntha'S, und nicht von den Samaritanern die Rede sei, liegt wohl klar vor Augen, indem es gar nicht denkbar ist, daß R. Eh. von Palästina einen Sklaven holen ließ׳ Auch spricht N. Eh. ausdrücklich von dem Kutha seiner Heimat, in welchem er das Ur Kasdim des Patriarchcn Abraham findet: עברא זעירא דכותי זה א״י (B. Balhra 91, a.); Achnlichcs kommt auch bei arab. Schriftstellern vor. (More 3,20, Noscnm. 1. 2, 74). Ob von einer jndcn-christlichcu Gemeinde in Knlha auch sonst Nachrichten vorhanden seien , ist' mir in diesem Angenblicke nicht bekannt. Es dürste aber ans der Kombinirnng der zitirten Stellen hinlänglich erhärtet sein. Hieraus erklärt sich, daß nur das Schristwort, nicht aber die Erklärung der Lehrer bei den Knthäcrn maßgebend war (Gilt. a. a. O). Die Forschung über ע׳ נ׳ ועצמותיהם ■ו) עור ועצכוות נבדה) 18—25 ist auch ohne die angcrnfcnc Autorität 9i. EhaSdas eine sehr gründliche: sie zeigt eine bisher nicht erkannte Differenz zwischen Sadduzäern und Farisäcrn, und gibt Aufschluß über eine sehr dunkle Parthie samaritanischer SchrifkauSlcgnng. Dagegen schelnt unö die Zurücksührnng der samaritauifchen (und zum Theil auch karäischcn) Beftiininungen auf die Sadd. 20—28 noch sehr problematisch. Dasselbe gilt nach nnserm Dafürhalten von den דמי טהר, S. 28—30., wo die Differenzen in Betreff des sich erst gestaltenden Usuö für einen Streit der neuen mit der alten Halacha angescheii wird. Die Abhandlung Albalag's (85—94) ist uiiuinehr so weit vorgeschritten, daß daS nächste Heft den Sluß derselben bringen wird. Lekel Schoschanim. ') B ln me n l esc neuhebräischcr Dichlungen. Ehronologisch geordnet von Dr. H. Gr ätz, Br esslau 1862. 12-0. Sch l e r ter 'schc Buchhandlung. תרי אתת מהנאה כעזאינו Mit Nachdruck austreten in der Welt ist allenthalben loblich — mit Ausnahme beim B n ch h ä n d l c r. Mit der Ruhe eines Stoikers wollen wir gleich zu Ansang hier ohne allen thetorischen Schmuck anssprechen, daß Lies vor uns liegende grün brochürte Büchlein nichts anderes ist, als ein Nachdruck, wohl nicht im bnchhändlcrischen, aber in literarischem Sinne, ein ohne Plan zusammeugestoppeltcr Haufen von allerlei Dingen, ein Opnö, dessen Bcröffentlichnng in der vorliegenden Form durch nichts in der Welt, als etwa durch das Motiv materieller Spekulation gerechtfertigt werde» kann. Die Antoren, welche d. Herausgeber auögeplündert, enthält daö Borwort, welches wir näher betrachten werden. ״Lügner — sagt das alte römische Sprichwort — müss e >l ei n g u t c S G c d ä ch t n i ß habe n. ״A u ch 9! a ch d r n ck c r" fügen wir hinzu. DaS Gedächtnis, hat Herrn Dr. Grätz mehrmals zur Iluzrit verlassen. Es gehört zu den glücklichsten Momenten unscres Lebens, daß wir dem schwachen Gedächtniß des berühmten Hisioviferes zu Hülse kommen können. Es finden sich auch einige allgemeine BcrgcssenhcitSsehler z. B. daß der Herausgeber vergessen hat die Gedichte zu lesen. Jedoch Kleinigkeiten dieser Art (nach der Ansicht des Herausgebers) zu berühren liegt uns hier ferne, wir wollen hier einige >olchc Spccialitätcn berühren, alle zn geben, darauf müssen wir hier verzichten. Die Kritik des Herausgebers des besagten grüubroschirtcu Büchleins, glänzt durch ihre Abwesenheit. Es ist dieses um so mehr zu verargen, da der Herausgeber doch nur die nackten Texte gegeben hat, ohne daö Geringste hinznfügen. 'Nichts und abermal Nichts ist alles was der Leser findet. ״En rien '8 nftmts mnl nvcw nn niitro rien." (Ein nichts gesellt sich schlecht mit einem andern nichts). Diese Zeile Eorneills enthält deil Inhalt dieses Buches und zugleich die Kritik darüber. Herr Dr. G. hat (S. 34) unter den Zeilen des Samuel hangid auch die folgende אי״ אפהדה (נ ausgenommen. Derselbe hat hier vergessen, daß — wie Herr L. DukeS bereits »achgewiescn hat — diese Zeile dem Zehn da Hallevi angchört. Wenn sich Herr Dr. Grätz bemühen wollte, daS Ginse O r ford (S. 00) zn betrachten, so wirb er dort dasselbe finden. Daö Gedccht selbst hat Herr D. bereits im Literaturblatt des Orients (1850 Nro 31) abgedruckt. Es begegnet uns (S. 103) das Gedicht des Je hu da h a llcvi anfangcnd בעברי על פני רכלון ממרד Herr Dr. G. hat hier vergessen, daß das Wort ספרר nicht in den Handschriften stehet, sondern, daß dieses nur eine moderne — und überflüssige — Eorrcctivn ist. Herr Dr. K ä m p s hat (in Frankels Zeitschrift) statt מפרד daö richtige מבהל gesetzt. Der Sinn ist ״als ich eilig durch G r anada zog." Dr. G. hätte diese Eorrcctur ansnchmen aber im Texte daö מפהד behalten sollen. Die Negel ist bei den arab. Gedichte», wo ein Nein! durch daö ganze Gedicht gehet, daß die erste Zeilen in beiden Halbverscn denselben Nein! hat. Dcßhalb ist מבהל hier daö richtige. Ein Gedicht von Jsak dem Sohn des berühmten Abraham Jbu Esra findet sich in dem vorliegenden Büchlein (S. 124). Der Herausgeber scheint die Quelle vergessen zu haben, woraus er cs genommen hat. Daö JnhaltSverzeichniß ist stumm darüber, wie das Grab. Wir ergreifen mit Vergnügen die Feder (wir gestehen, daß wir diese interessante Phrase aus dem Briefsteller entnommen haben) hier anzuzcigen, daß dieses Gedicht ursprünglich im כוכבי יצחק (Heft 24 S. 21) erschienen ist, cs war Herr L. Dukes, der es mit einigen Anmerkungen begleitet — dort aus der Orford er Handschrift miltheilte. Herr Dr. Gräz hat in seiner Geschcchte das Gedicht erwähnt aus dem כוכבי יצהק , ohne aber den Namen des Mittheilers zn nennen. Er mochte sich vielleicht erinnert haben, daß dies unrecht sei, da man doch gewöhnlich auch den Namen des Mittheilers nennt, und er hat hier — ein Muster der Un« partheilichkeit — auch den Namen des Buches, woraus er es cntnommen hat, weggelasseu. Der Herausgeber des כוכבי יצהק sollte denselben für die Zukunft warnen, von den Sternen zu stehlen. Wir erhalten die Belehrung (S. 150), daß der Verfasser dieses dort angeführten Gedichts sei Meschullam Dafeiro Anvi« d a s. Der Herausgeber hat hier allerlei vergesse!1.

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