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Ben Chananja · 1862-03-28 · 13 (28.3.1862) · p. Seite 112

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
13 (28.3.1862)
Date
1862-03-28
Page
Seite 112 (sequence 4)
Language
German
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112 andere Naß' in v.״ub^P׳-. bedeutende jüdische ReligionSfilodelta die platonische Hyleologie in ihr System anfnahmen. — Auch d r Verfasser des More (II., 25) hat eine dem Kusari ähnliche Stelle: ״Die platonische Lehre würde keineswegö die Grnndlehren des Judenthums nmstürzen, auch nicht die Negirung der Wunder zur Folge haben. Im Gegenthcil ließen sich gar wohl die Aussprüche der Schrift dieser Lehre gemäß deuten, ja sogar viele Bibelstellen als Belege dafür betrachten." Ja, Maimuni (ul. eap. 26 und 30) und ihm folgend Josef Aldo (l. 6. I., 2) will in dem Ansspruche des Rabbi Elieser: שמים מהיכן נבראו והארץ מהיכן נבראת וכוי sowie in der bekannten Stelle der Genesis Nabba: שהיה סדר זמנים קורם לכן, eine Art Hyleologic ausgesprochen finden. — Doch nach Saadia (Emuiiot we־Deot I., 1) tritt gleich der erste SchriftverS im Pentatench einer solchen Annahme entgegen, da der hebr. AuSdruck ברא ein Hervorbringen ans dem absoluten Nichts bedeutet. s) Dieses bestreitet jedoch Ibn-Esra (Pantateuch- Comment. Anfang), den SchriftverS ויברא אלהים את התנינים als Beleg an führend, daß daö hebräische Lara nicht gerade ein Schaffen aus dem Nichts bezeichne. Jndeß Nachmani (Pent. Comment. 1, 21) — dessen Schöpfungstheorie wir weiters entwickeln werden, nimmt die Behauptung Saadia's gegen Ib11־Esra in Schuh. Die Beweise für die Schöpfung aus Nichts wurden immer auf doppelte Art geführt: direkt indem die Noth- Wendigkeit der Erschaffenheit, und indirekt, indem die Unmöglichkeit der Nichterschaffenheit dargethan ward. So sagt Kusari (V. 18): צריך להעמיד הדוש העולם ולקיים הךבר בבטול קדמות העולם — Eben so sagt Maimuni (I. 6. I.): ודרך דרשותיו לקיים הדוש העולם או לבטל קדמותו. (Vrgl. auch Ahron ben Elia, Ez Cliajim eap. 6.) Doch bevor wir an die Durchsprechung dieser Beweise gehen, dürfte es nöthig sein, die Einwürfe, die gegen die Weltschöpfung erhoben wurden, und die Maimuni (I. 6. II., 14) wissenschaftlich ancinanderreiht, hier, wenn auch nur flüchtig zu berühren. Auch der Karäer Ahron ben Elia (I. 6. cap. 6 und 7) hat eine Kritik dieser Einwürfe, die jedoch zumeist dem Maimuni nachgeschrieben ist. Fortsetzung folgt. Anmerkungen. אלארבעה מטאלב (י (More 1., 37). Nach Charisi'ö Ucbertragung:.הארבעה שאלות '0 Ucber die dem ncuhcbräischcn Ausdruck קדמות bcigelcgte Bedeutung des Ewigen, Unentstandenen wird von Kassel (Kusari I. S. 4, Anmerk. 2) bemerkt, daß dieselbe dem arabischen אלקרם, der Ewige, analog zu betrachten sei. 3) Brgl. Munk, LIslanges etc. pag. 421. 4) Lucretius (De rerum natura 1, 151) spricht in folgenden Versen die bei den Alten herrschende Ansicht aus:?rincipium kine cujus nodis exordia sumst. Nullum rem e nihilo gigni divinitus unquam. Plinius erklärt gleich zu Anfänge seines naturgcschichtlichen Werkes: lUundum numen esse crediparest, actcmum, immensum, neque genitum, neque interiturum unquam 5) Dieser Ansicht sind auch einige der neuern Geschichtschreiber der Filosofie. Vrgl. Zeller die Filosofie der Griechen II., S. 223. — Auch der muselmanische Zeitgenosse Jchnda ha-Lcvi'S. 8ehara8tani Th. II. S. 118 neigt sich einer ideellen Auffassung der platonischen Hyle zu. r') S. More II., cap. 15. ד) Kusari I. 65. 8) Auch nach Maimuni (More II. 30, III. 10) bezeichnet ברא ein Schaffen aus Nichts. Mmimk z»r Leikimsgeschichle kies Tal»m!>. Ans dem Lateinischen von Dr. Alois Müller. Ein Vorläufer Pfefferkorns. In der 601166110״ iudieiorum de novis erroribus“ opera d’ Argcntrc tom. I. pag. 149 lesen wir folgendes: Vor allem muß man wissen, daß nachdem, ich weiß nicht durch welchen geheimen Rathschluß oder Willen Gottes, die Jrrthümer und Häresien der jüdischen Bücher, die sie autouomastisch Talmud d. i. ״doeumenlum" nennen, ferner die Lästerungen Christi, der seligsten Jungfrau und der Heiligen, sowie die Verachtung und Verwerfung des ChristenthumS aber auch die unglaubliche Verderbtheit deö alten Testamentes (!!!) den Professoren des katholischen Glaubens bis zu diesen Zeiten geheim geblieben sind,*) endlich mit Durchbrechung der Wand er eine Oeffnung geöffnet bat und siehe die ganze Porträtähnlichkeit der Kriechthiere, den Gräuel der Bestien und alle Götzen des Hauses Israel abconterfeit durch die ganze Oeffnung. Denn ungefähr im Jahre 1236 der Menschwerdung deö Herrn berief der Vater der Erbarmung einen Juden mit Namen Nicolaus genannt ״de Rupella" zum Glauben, einen im Hebräischen sogar nach dem Zeugnisse der Juden äußerst unterrichteten Mann, so daß er in der angebornen und grammatischen Kenntniß des Hebräischen kaum seinesgleichen fand. Dieser kam zum apostolischen Stuhle und enthüllte dem Pabste Gregor seligen Andenkens im 12. Jahre seines Pontifikates die unaussprechliche Bosheit der vorbenannten Bücher, auch fasste er speciell gewisse Artikel ab. Darüber erlangte er an die Könige Frankreich's, Englands und Spaniens ein apostolisches Schreiben, daß, wenn in *) Also weder Gottes Rathschluß noch Wille, sondern lediglich die Ignoranz und Faulheit der Herren Professoren ist verantwortlich zu mache». M. i

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