Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 11 (14.3.1862)
- Date
- 1862-03-14
- Page
- Seite 86 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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86 33i(Dc (Dev 3Den nach erschaffener, ist unvergänglich unD ungemischt, unsichtbarer, einfacher und lichtvoller Natur. Warum soll er inS Antlitz das Leben gehaucht haben? V. Erstens weil eS der Hauptkheil deS Körpers ist; denn der übrige Theil ist so zu sagen als Gestell gemacht worden, wahrend jenes aber gleichsam als das Standbild daraus gesetzt ist: dazu ist der Quell der belebten Form das Gefühl, das Gefühl aber ist im Antlitz. Zweitens ward der Mensch nicht allein einer Seele, sondern auch einer vernünftigen Seele theilhastig: der Kopf aber ist der Tempel des Geistes, wie einige gesagt haben. Ä n m erknnge 11. ') Im armeitischett leite: i ncrqoj cdHoj grojs U'örtl. ״beö inneren Buches." Auch er übersetzt: ״ libri suppositi" was nicht recht llar ist. ׳) Ueber ietztereu schwierigen Satz bemerkt Ancher: .,Ilelleiiis- ״mm iiicertae «(»ntcnti.'ie prtte se forest»!!( iiiterpros ״oster Arntcniis.“ Seine Uebersetznng lautet: ,,tibi itmuittir dicsta de inuiulo condito ad veritateiu ipsant pert-inere.“ :l) Ideen im arm. Leite: Xamnarmiu ־ztcsaUsii ״körverlose Ge- ') Bereits eiiigetretene Gristeiiz, im arm. Lerte katnradssu ,,Bollendnngen." '׳) Die iutellectuelle stiatnr t. h. Gott nach der Leseart: arar imnindi bentltiuim. Die andere Lrseart arar eat iniaitali l>11utlieann lautet: ״Das! er (Gott) erschaffen... nach seiner intelleetnellen Natur." ") 'i/r'nv ״die :)!eiteret.'' ilfonTnmi von i.‘ e o vold D n f e s. <>. Sprüche der Weisen, ausgesprochen am Grabe Alexanders. Das; der Tod großer Helden kiesen Eindruck aus die Menge macht, ist bekannt. Daß die Weisen eine solche Gelegenheit benutzen würden, um gute Lehren daran zu knüpsen, dürfte man schon;1 priori behaupten. Durch geschiehtliehe Denkmale sind übrigens diese n priori Behauptungen überflüßig gemacht worden. Der Tod Ale ran de rs des Großen, der die orientalische Fantasie erregte, hat Anlaß;11 solchen Sprüchen gegeben bei den Arabern. Es sind manche Sammlungen dieser Art ans uuö gekommen. Einige derselben wollen wir der Aufmerksamkeit des Lesers zuführen. Daß dem Tode niemand entrinnen fmui , ist der Hauptgedanke. Die Sprüche, welche am Grabe A leranders gescwt sein sollen, sind an und für sich interessant, auch wenn sie in Wirklichkeit dort nicht gesagt wurden. Eine Reihe derselben sind von Sharastank ') aufbewahrt. Es sind ihrer 16 an der Zahl. Bei manchen ist der Name desjenigen Weisen, der ihn aussprach, genannt, manche Sprüche sind anonym gegeben. Unter den Namen Der Genannten gehören manche in das Reich der Fantasie. ׳) Daß in der dritten Abtheilung des Mußare Ha-Filosofim sich viele Sprüche dieser Art besinden, ist jüd. Lesern bekannt. Manch.׳ dieser Sprüche finden sich auch zugleich bei Shara st an i, welche an Umfang sowohl als Geist den erstgenannten nachstehen. Es beweist dies übrigens, wie reich die arab. Literatur an. solchen Sprüchen ist. Einige Sprüche ans der Sammlung von Scharastani mögen hier folgen. ״Er fragte nach dem, was vor ihm war, nicht fragte er nach dem, was hinter ihm war." (Dieser Spruch findet sich auch im Mußare |Eap. 5, Nro 251 mit einer kleinen Veränderung, welche das Grammatische des Satzes ändert, aber nicht den allgemeiueu Inhalt desselben.) 2. ״Er hat die weite Erde dnrchtvandert und nicht war er zufrieden, bis er von ihr mit beiden Armen n m faltet iv u r d e." 6. ״Gestern war ein Blick auf ihn Le^en, heute ist ein Blick aus ihn Krankheit." (AehnlicbeS auch im Mußare und ans andern Seitcn auch.) Herr M. E. Stern dürfte in einer etwaigen zweiten Ausgabe seiner Uebersetzung der Abtheilnng des zur A l e r a n d e r S a g e ׳'), ans das hier Gegebene — im Interesse Der allgemeinen Literaturgeschichte — ebenfalls Rücksicht nehmen. A n m e r k n n g e n. 5 Die;)!eligionSpartheieit .׳e. Je. .׳e. (d e 111sch e Uebersetzimg von Haarbrücker) II. S. 188. •) So v B. Phutas, Snö, u. a. m. ג) Wir haben im v. I. d. Bl. (S. )07) eine kleine Anzeige dieses WerkchenS gemacht. Das hier Gesagte mag als Ergänpuig ptin oben Gegebenen betrachtet werten. Lüsten und L 1 t - e r. Bon Dr. G. C>' a r m o l 1,. 4. ItafthaLi ha-Cohen. Naphtali Eohen, aus Osiroh in der Ukraine gebürtig, wo sein Vater, Isaak Eohen, Rabbiner war. In seiner Jugend, ums Jahr 1663, soll er von den Kosaken gefangen genommen worden sein, und lange Zeit bei ihnen die Schafe haben hüten müssen. Von Den Tartaren hätte er reiten und Bogen führen gelernt, so daß er für einen trefflichen Reiter und Schützen galt Er entfloh glücklich, ward später als Rabbiner in Ostroh angestellt, wo er jene erlangten Fertigkeiten im Reiten und Schießen, noch zu seinem Vergnügen geübt haben soll (Schudt, jüdische M e r k w ü rdigkeiten, II. Th. p. 73.) 79999999