Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 10 (7.3.1862)
- Date
- 1862-03-07
- Page
- Seite 79 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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79 Rapop. «roch Millm, Art. אסצרתא Ht. ג wo auf die von deu Thargnmisten hcrrührcndc Rednerischen Zusätze im jcrnS. Tharg. zur Thora und in den Thargumim zu den Prst. gründlich hingewiesen wird. — ^') Berach. 43 «1. die Var. das. — R. Simeon b. Pazi dedncirt eö von 2. Mos. 19, 19. nl׳cr die Schwierigkeit dieser Deduetion 1. ThosSasoth z. St.— Maim. Hilch. Thesilla 12, 1t. überwindet die Schwierigkeit indem er de» קורא und מתורגמן in dieser Beziehung gleich stellt, s. בבל z. St. Was aber nicht im Sinne der angeführt. Baraitha ist, die beträchtlich;wischen קורא und מחו׳ unterscheidet, und auch N. S. b. P. erwähnt nur des Thargnmisten. Der wahre Grund mag wohl die Beschränkung cnphonistisch. Laune des Methnrg. sein, und die erwähnte Deduetion hat keine weitere Tragweite als jene des R. Jchnda b. Pazi der das Jnstit. des Methnrg. von 5 Mos. 5. 5. ablciten will; dem hist. Branche wird da durch die Dednct. ans der Schrift mehr Nachdruck gegeben. Nabb. Zizchak b. S. weifet einen Ghazan zu recht der zugleich den Thargnmisten vertritt: בשם שנתנה ף׳ ע״י סרסור כך אנו צריבין לנהוג בה ע׳יי סרסור* f• Megill. IV. — IG) s. Nor. 0. >') Rabb. zn Kohel. 9, 13. - ib. 7. 5. — ib. v. 0.— ־°) j. Ehall. 4, 10. — Brgl. Er och Millin den trcfflichcn Art. אמורא, von lit. ו bis Gndc. — Wir erlauben uns bei dieser Gelegenheit den gelehrten Lesern d. B. GH. eine neue Gonjeetnr für diese schwierige Stelle zur freundlichen Beachtung vorznlcgen: der Ausdruck רומיך,. findet fich auch: Jer. Kiddnsch. IV, 3. cs wird an Ezra 2, 59 angeknüpst: כרובי׳,, wird als bcgrcffswort רונו mit dem ^כיררמ׳ behandelt Mid erklärt: "״אלו הממזהין also jene die den genealogischen Nachweis nicht liefern konnten (Ezr. 2, 62.) und darum auch vom Priesterstande ansgeschieden wurden. Bringen wir nun diese Stelle mit der j. Chakl. c. l. in Verbindnng, so greift die Nvtitz R. Jochanans in ein höheres Alter hinaus ״Unsere Lehrer im Eril (Daniel, Ezra ae.) sonderten ab Thcrnmolh und Ma'aßeroth, bis die Nnbi» kamen (bis sich die Genealogie der Priester trübte) da wurden diese Gaben eingestellt.״ Ein Späterer oder vielleicht N. Jochanan selbst erkläri das näher, weil vielleicht die Deutung von ״כרוב״ nicht allgemein bekannt war: ״Wer find diese Rubin?״ die Antwort:! תרגמניא" tttu(1ctvj<tr1u die Mischlinge {״rirnifuyiuvuv“ bedeutet: eine getrübte Mischung) von Tctf/rtöön ,uor/idni; von invyio ich mische - ־ ׳ממזר womit רוב im Zernsch. Kidd l. e. erklärt wird. 77״* Äforilmcii von Leopold Dukeö. 5. Die öffentliche und die himmlische Stimme. Manche Thatsachen reichen sich über die Kluft der Jahrhunderte und der Nationalitäten die Hand. Die Geschichte hat dieselben in ihr Buch eingetragen. Der Forscher hört ihre Stimmen vernehmlich, obwohl sie — wie die Glocke — zungenlos sprechen. ״Die öffentliche Stimme—so sagt das Sprichwort— ist die Stimme Gottes."') Das Alter dieses Sprichwortes steigt hoch in die Vergangenheit hinauf. Manche Thatsache, welche die Culturgeschichte ans verschiedenen Blättern verzeichnete, scheint zungenlos diesen Gedanken auszusprechen. Auf eine solche skizzenhafte Zusammenstellung sei nun erlaubt die Aufmerksamkeit des Lesens zu lenken. ״Weise i st Sophokles, w e i s e E n r i p i d e S, doch aller Menschen Weisester ist Socrateö."?) Diese Worte sprach einst das Orakel zu Delphi aus. Klarheit war nie der Glanzpuukt der Orakelsprüche. DiesSmal aber — muss mann gestehen — ist Klarheit und Wahrheit zur Seite deö Spruches. Der Ausspruch selbst macht dem lobenden Orakel und dem belobten Weisen zugleich die größte Ehre. Daö menschliche und g ö t t li ch e U r t h e i l — daS Orakel wurde ja als die Stimme der vermeintlichen Gottheit gehalten — haben sich hier begegnet. Daö geistige Auge stehet hier eine Hand die Worte niederschreibend: ״die ö sfentliche Stimme ist die Stimme Gottes." Es wäre vielleicht einer Untersuchung werth, ob daS Orakel dem allgemeinen Urtheil folgte, oder ob die öffentliche Stimme hierin daö Orakel als Leiter genommen hat. Die Untersuchung darüber wäre vielleicht vergeblich heute, nachdem 23 Jahrhunderte verflossen sind. Aber die Vermnthung gewinnt Stärke, dass daS Orakel der öffentlichen Stimme folgte. Die verflossenen Jahrhunderte haben in der Reihenfolge daö Urtheil bestätigt. Der Glaube an Orakel ist indessen langst verschwunden, die ausgesprochene Wahrheit desselben ist zurückgeblieben. Auf einem ganz andern Blatt der Culturgeschichtc begegnet uns Ähnliches. Man liest aus manchen Seiten deö Talmuds, dass sich in einer Gesellschaft von Talmndisten das Bath Kol vernehmen hieß: Sind zwei unter euch — dieser oder jener — seien würdig, dass der heilige Geist auf ihnen ruhen möge? Die Gesellschafft richtete ihre Blicke ans diesen oder jenen.׳') Es ist ans diesen Stellen ersichtlich, dass ein Mitglied der Gesellschaft namentlich bezeichnet, das andere Mitglied dem Dafürhalten der Gesellschaft überlassen wurde, d. h. der öffentlichen Stimme. Die öffentliche Stimme wurde als die Stimme Gottes betrachtet. Die Verschiedenheit zwischen j ü d i s ch e r und g r i echischer religiöser Anschauung ist groß. Diese Verschiedenheit eben ist es, welche der Ähnlichkeit der angeführten Anschauungen das erhöhete Interesse giebt. Eine Erklärung über das eigentliche Wesen deö בה קיל zu geben, liegt außer unserm Bereiche. Es sind—je nach der Bildungsstufe der Zeit — unter den jüdischen Gelehrten selbst verschiedene Ansichten darüber gewesen, worüber nran sich nicht wundern darf. Uns sei hier die Bemerkung erlaubt, daß daS בת קול jedenfalls höher stehet als daö Orakel, aus dem einfachen Grunde, dass das בת קול ohne Vermittlung einer 2-ten Person im Innern des Hörenden entstehet. Eö kömmt wohl 0089841293