Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 9 (28.2.1862)
- Date
- 1862-02-28
- Page
- Seite 75 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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daß Davids Nachkommen alle, bis auf Len einzigen IoaS anSgcrottct wurde», zur Strafe, weil David Ursache war, daß alle Priester NobS bis auf Ebiathar umgekommcn sind. Siche dasselbe Sanhcdrin 95. b. nur daß nach dem Thalmild IoaS, der Sohn AchasjaS von den Nachkommen Salomons war, wie dies in Horiolh 11, b. noch deutlicher vorgctragcn wird, nach dem Sohar aber, wenn der Messias von Nathan abstanimcn soll, muß IoaS von Nathan abstammcn.Die zweite Stelle ist 1.110. b. das erste ובקומגה mit ן, welches pnnktirt ist, um die höhere Hilfe anzudcntcu, die hier obwaltete, weil der Messias von ibr abstammt. DaS zweite ובקמנה ohne י, weil da für Gottes Anthcil iliebts zn erwarten war. Der Tliatnind Horioth >9. b. deutet das vnnktiri 1 ad uinlmn partem wie I. Emden;. St. rügend bemerkt, desonders, sagt er, ist ja auch von der jüngern Tochter Lots, der Stammmutter AmonS, Rchobcams Mutier, entsprossen (Vgl. -Babakama 38. a.). Aber auch hier ist dem gelehrten Kritiker die Hauptsache entgangen daß nämlich, nach der Annahme des SoharS. Salomos Nachkonimen ganz anSgerottct wurden, so daß IoaS mit seinen Nachkommen bis zum Messias nur von der moabitischen Ruth abstanimt"). Dieser Meinung wollte also der große MaimonidcS entgcgcntrctcn und cinschärscn, daß wir uns von der Angabe des Thalmud nicht entsernctl dürfen. A n tu c r It u n $ e 11. ') Es ist aber zu bemerken, daß im Iad Hilch. Mclachim diefcr Grundsatz gar nicht erwähnt ist. Stern. ') In Sanhcdrin 98. a. heißt der Messias nיp7H!2 □מנה da also EbiskijaS Frau (Menasses Mutter(!22 הסצי geheißen bat, so fand hier rer Sohar eine Anlehnung zn seiner eigenthüinlichen Genealogie. Stern- '*) Dieses kleine Büchlein ist unlängst in Rußland mit dem דרביצרלן zusammen ansgelegt worden. Wenn man daselbst Namen der sieben zn Ende der Zeiten herrschenden Könige mit Anfmerksamkeit liest, kann mau sehr leicht den Verfasser erratben. Bergt. Ibn Esra Erod. 2, 22. , B l o eh. ') Hierher gehört auch die Erkl. des Verses שמע ו/עראר Sohar I. 37. b. II. 43. b. 160. b. III. 162. a. welche mit dem Eingange zu RambanS ילאנלר התהייה zu vergleichen ist. So ist der Gebrauch am Ausgange des י״וכ das Schmäh einmal, בש״כמלו dreimal zn rezitiren am besten erklärt. Ebenso das U22l'22 Z12 an der Außenseite der Mesnsah, welches nach Smag Nosch und Sulchan Arnch nur in Deutschland und Frankreich, nicht aber in der Türkei gebräuchlich ist, wie ב״י Joradeah 288.׳sagt ועכשיו' לא נהגו לכתוב כן. Hätte Rema dieses so aufgcsaßt, er hätte wahrlich diese Gebräuche nicht empfohlen. Bloch. 5) Wo steht dies aber in der als Beweis angeführten Stelle des Sohar? Stern. s) Hätte der Sohar ans diese ו.עמה העמונית Rücksicht genommen. so hätte er von dieser Urgroßmutter Aßa'S und Zahosasot's nicht sagen können: לא נסק מנה הוקקא קק״בה Man darf aber im Sohar überhaupt keine Konsequenzen ziehen, und hier gilt pur excellence das אין מושיבין על הדרוש. Stern. Mirage jur " ' •Sprartjfotfdjimg ua!> ilftctlljumsfuinfie. Von Professor M. Stößel. 140. Der Gottesname %6 ,מקוםnog, Locus. Hr. Dr. Weil hat in seinem geistreichen Aussatze über Tradition zn wiederholten Malen daraus hingewiesen, daß der bei den Rabbincn vorkommende Gottesname המקום nur eine Uebertragung des Philonischeu xünot; sei. Ich erlaube mir hiermit eine entgegengesetzte Meinung auszusprechen. Ich glaube, daß der Name aus heiligem Boden entsvrnngcn und folgendermafien entstanden sei. Zuerst nannte man die heilige Stätte und den Altar Katcrochcn מקום den Ort, das ist die heilige Stätttc und später wurde der Name mctaforisch auf den an dieser Stäte, Verehrten, auf Gott übertragen. Eine solche Metafcr liegt ja auch der Bciiennung שכינה Residenz zu Grunde. Eine solche Identifikation des AltarcS mit Gott geht besonders noch ans 2 Stellen hervor. Snccah Ende wird vom מרים בת 2ילגה '.blt. daß sic mit ihren Sandalen ans den Altar getreten und ansgcrusen habe: עומד nnst דביקים עד מרת י אהה ביכר^ח וכר ו^י בשעת הדהק. Die Hilfe kann sic doch nicht von dem Altäre. so»- der» von Gott erwartet haben: cS ist also offenbar eine Identisikaiion von Altar und Gott, von der Stätte und des an derselben verebnen Wesens. Eine ähnliche Stelle findet sich in Abotl׳ de N. Narbau l. Dort wird von TitnS erzählt, daß er ans den Altar geschlafen und dabei ansgcrnfen habe: לקים לקום אני מלך ואת מלך וו' כ. Auch hier ist zweifellos eine bloße Identifikation. So entstand der Name המקום. Dieses wurde ins Griechische, und später auch ins Lateinische übertragen, so daß der an beiden Stellen vorkoinmende Ausdruck לקיס Nichts Anders, als die lateinische Nebersetzung von המקום המקים Locn3, Locus ist. Die bisher angciivliiinene Erklärung dieses AusdrnckeS durch ).v/.og W o l f, unterstützt durch die hagadische Erklaritiuj des בנימין?אב ימרף genügt höchstens zur ersten in Snccah vorkommenden Stelle-, was für einen Sinn geben aber Wolf Wolf, ich bin eiil König und du bist ein König? Ist aber לקום ---Locus-מקום-׳, so heißt eS ganz passend: Gott, Gott, ich bin ein König etc. — daß man später aber auf die einfache Erklärung dieses Namens המקום nicht mehr kam und dafür, wie im Breschikh Rabbab 68, die filosofisch gckünsielte שהוא נלקונלו של עולם gab, ist wol ganz uarürlich. Einen Beweis jedoch, daß diese künstliche Erklärung nicht allgemein angenommen war, bietet die Erklärung dieses Namens in P. de R. Eliescr 35. :שבכי מקים שהצדיקים שם הוא נמצא עמהם שנ בכל המקום אשיר אזכיר את שמי וכו, Man sieht, daß diese Er05rnng der von mir gegebenen einfachen Dedukkiou sehr nabe steht. Korrespondenz. נם Wien, 23. Feber. Die durch die Behörde gestern vollzogcnc Schließung der Synagoge nnd Schule der ungarischen Geineinde zu Großwardein ist an einen meiner hiesigen Bekannten telegrafisch gemeldet worden. Mie ich ans sehr glaubwürdiger Quelle vernehme, ist diese Maßregel bloß als transitorisch zu betrachten. Nichtsdestoweniger ist, wie ich Ihnen mit Bestimmtheit melden kann, ein unternehmender Geist im Begriffe, den augenblicklichen Sieg' des Rabb. Landesbcrg, der an der Spitze der alten Gemeinde steht, zu benützen, und sämmtliche Werke dieses Rabbiners in prächtiger Ausstattung herauszugeben. Ich hatte Gelegenheit, Einsicht von der ersten Austage dieser W. zu nehmen, und will Einiges daraus mittheilen, um die Anfmerksamkeit der Lesewelk darauf zu lenken. Eine 1844 in Preßburg erschienene Synagogen- EinweihnngSpredigt setzt durch Inhalt und Form in Erstaunen. Der fromme Redner scheut sich nicht, der Thora direkt und unverhohlen zu widersprechen. S. 13. sagt er. daß in der zweiten.Halle des alten HeiligthnmS nur der Tisch nnd der Leuchter gestanden. Cs ist dem aber bekanntlich nicht also! In der zweiten Halle stand auch der gcldne oder Räuchcraltar, wie aus 2. Mos. 40, 5. und MaimonideS Beth ha- Bechira 3, 17. klar und deutlich zn ersehen ist. Durch diese einfache, der Wahrheit entsprechende Bemerkung wird aber die ganze Spmbolik des Redners über den Haufen geworfen! Eben so unwahr ist die Angäbe S. 12., daß in der ersten Halle nur der Altar stand; bekanntlich 41554