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Ben Chananja · 1862-02-28 · 9 (28.2.1862) · p. Seite 74

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Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
9 (28.2.1862)
Date
1862-02-28
Page
Seite 74 (sequence 6)
Language
German
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74 uni Tochter, um Leben sind. Die bab. Gern. hat hier aber ticScfcart: אותו ואח שתיהן, '.lud schiebt 9t. Ak. den Sinn unter, als ob in dem fraglichen Bibclvcrsc von zwei verpönten Ehe», d. i. von der Ehelichuiig der Schwiegermutter und der Mutter derselben die Rede Ware! Raba faßt die Worte 9t. Dl.'S in unscrul Sinne anr, und scheint die Leseart i. Sifra vor sich gehabt zu haben. Vuuscn übersetzt (אתהן ״und die beiden," womit daö Bibelwort nicht treu wicdcrgegebeu ist, wol aber der eiusache Sinn auSgcgrückt zu sein scheint. Die Verantwortlichfeit auch des ersten WcibeS ist in so ferne begreiflich, als dasselbe in der verpönten Ehe verharrt. Daran dachten wol die Thargnmim und die Septuaginta. Zn Rücksicht auf die hiehcr gehörige bereits angeführte Mischua Sanh. 9, i. verdient bemerkt zu werden, daß die Schlußworte dcrselden: חמותו ואם חמותו ואם הנץ ו sich nur in d. bab., nicht aber in der jer. Gcmara sindcn. Die Dlrt und Weise, wie crstcre die mischnischeu Worte אש ה ומתה Preßt, um in denselben ״die Schwiegermutter und deren Mutter" zu siildcu, sind für die gemaristische Mischua- Hermeneutik sehr charakteristisch-, in welchem Maße die Emsasis übertrieben wurde, geht daraus hervor, daß Raba in Folge dersetbeu die Mischua sogar korrigirt fSanh. 55,!>,)! Is) Je bau,. 2, 4. B. Hl!au. 1, 338—340. 1') Die beiden Gemarcn suchet! für die Schuijotl! Anhaltspunkte in der Schrift. Merkwürdigerweise nehmen sie d. W. 3 האל. M. 18, 27. nicht als pron. Uomouütrukivum, tvaS es offenbar ist, sondern als Bezeichnung der Stärke: ׳.'.קשות — האל Bcr. r. 94. saßt 1. M, 29, 3. ebenso ans, und beruft sich wie b. Zebam. 24, u. auf Ezech. 17. 43.! Wer wollte hierin nicht mangelhastc Sprachkennluisi finden V -‘) Jebam. 21, u. Los. Schlgw. ומותר Zem. Zed. Dir. 40. Di. Bih. I. 2, 29. ■'־') Das hicrans bezügl. G. Dl. 9t. Moses SoserS ist im Ehatbam Sowr (E. Ha-Ezer Nr. 39.) abgedruckt. -״׳) Derecl, Hrez. Abschn. I.וו שארה -מאל רמי יומי בן תראי איש ממריא אח ר״ג: מה אשתי שאני מותר בד. א:י אמיר ממתה אשת איש -מאני אסור מה אינו דין שאהי' אסור ממתה ונרהו ר״ג.Daß das 9״tabbi" vor Jose zu streichelt ist, unterliegt keinem Zweifel. Ein 9t. Jose b. Thaddäus hat gar nicht cristirt; auch wurde sich ein Lbanuaile keinen solchen Scherz erlaubt haben, was Grätz (Gesch. 4,39.) nicht einsah. Den Zuname» Ouddittuv führte bekanntlich Judas, der Apostel. Höchst wahrscheinlich war auch der I. b. LH., der 9t. Gam. durch seinen Trugschluß in die Enge trieb, ein Judenchrist. 3m »M!M>c1׳> .M'ffjMhre. Bon Samson Bloch.*) Maiuronides (Mischnakomm., Sanh., 1 l, 1.) sagt bei Auszählung der Glaubensartikel: Im Begriffe dieses zwölften Artikels (Ankunft dcS Messias) liegt es, daß nur ein König aus dem Hanse Davids, und zwar ausschließlich von den Nachkommen Salomo ns in der Messiaszeii über Israel herrschen wird. Dasselbe wiederholt er im Jggereih tbeman: ״Es ist ein Hauptgriindsatz in den jüdischen Glaubenspriuzipien , daß von den Nach komm cu Salomo ns Einer aufstehen muß, der unsere Zerstreneten einsammeln, unserer Schmach und unserem Erile ein Ende machen wird. Dt och nachdrücklicher wird dieses im Seser Ham. Verbot 342, gelehrt: Für den, der au der Lehre Mosis glaubt, gibt es im jüd. Staate in Palästina keinen legitimen König, als der den Nachkommcii SalomvuS entsproßt. Wer nicht von diesem ') Mikgciheilt v. Hrn. M. PiueleS: übersetzt v- I. Stern. 9t cd. geehrten Stamme ist, heißt in Hinsichi der Herrschaft ",״נמרי wie jeder, der nicht von Abrou abstammt, in Bezug aus den Opfcrdieuft "׳ר" heißt.') Aus dieser öfteren Eiiischärfniig wird wol jeder Einsichtige merken, wie wichtig dieser Grundsatz dem großen Filvsofen ist, und wie viel seinem glaubensstarken Sinne daran liegt, demselben allgemeine Geltung zu verschaffen, daß nämlich der Messias!!!! r von den Na chkommen SalomonS stammen wird. Alle, die mit Aufzählung der Glaubensartikel sich beschäftigten, müssen dieses übersehen haben, da weder Krcskas, noch sein Schüler Aldo, weder Abravanel, noch der Verfasser des Jigdal oder des Ani ma'mnins auch nur mit einem Worte dieses Grundsatzes erwähnen. Um aber genau zu wissen, welchem Jrrthumc Maimuni liier eigentlich entgegen arbeiten wollte, müssen wir eine Stelle des Sohar III. 173. u. zitireu. Dort heißt es in Bezug aus den Vers Jes 40, 9. die Heilvcrküuderiu ZiouS ist הפצי מה, das Weib Dtalhaus, Sohn Davids, die Mutter des Messias Menachem Sol!» Amiels. — Diesen Namen des Messias sindcn wir auch in 19 פ״״רא. Jalkut Tliilim 92.-) sBgl. Jbn Eßra Secharja 3. mit Jeruschalmi Ketlmbotb 2.) Ter Dtame חפצי מה ist hier wahrscheinlich, wie in Jes. 92. smubo- Ii!ch gebraucht, und das Weib Dtathaus ist als Ahumiilter wie in Ben David dieser als Urvater angegeben ist. Die Einweiidlnigeu I. EmdcnS im Milpachatl! zz. St.) zerfallen hiermit in Nichts. Mehr zu verwuuder» i|t, daß .!eine scharfe Kritik den Hauptgrund übersieht, weshalb liier nämlich der Messias von Dtalhau abstammeud angegeben ist, da roch die erneu Proseteu, Dtalhau 2. Sam. 7. und Achijah 1. Köu. 11, dem Salomo die ewige Herrschakr über Israel verkünden. Wie kam der Sohar dazu, die SukzessioiiSkette der Könige Juda'S zu zerreißen, und de!! Messias nicht von diesen, sondern von Nathan, Sohn Davids, abflammen zu lassen, deiscu Dtame, außer bei Auszählung der Söhne Davids weder in der h. Sehr., noch in der späten! jüd. Literatur weiter erwähnt ist (Es. In Esra Sacharja 1.2, 13)!! Es icheiut uns alio, daß dieses eine erteruc Meinung, welche dem fälschlich Filo zugeschriebeueu Seser haitti»! (Meor Euojim 4.) entnommen cst. In demselben wird nämlich erzählt (Jbid 32.): Als unter den von Bath Schewah gcborncu Söhnen Davids der Ncgicruugöfolge wegen Uneinigkeit ausbrach, entschied David dieselbe dahin, daß in der Erbfolge iirtmer dem Jüngern Vorzug gegeben werde, und wenn der jüngste ohne Erben abstärbe, der vor ihm gcborue au die 9t ei he kommen solle. Demgemäß bestieg Salomo als der jüngste den Thron, und Dtatbau, als der vor ihm gcbornc, batte die nächste Anwartschaft auf denselben, und daher bekleideten auch dessen Söhne die höchsten Aemlcr und waren Genossen des Königs. 1. 9teg. 10, 14. Als nun auch Achasja geködret wurde, blieb kein Nachkomme von Salomous Stamme übrig, und Athalja wollte auch die Nachkommen Dtathaus auSroneu, welche nun den Ausprnch aus den Thron halte, Jehosabati! rettete aber den kleinen Joasch von den Nachkommen Nathans, und auf diesen ward der Psalm gedichtet, daß Gott die Nachkommen Davids nicht so ausrotteu ließ, wie dieß mit den Dtachfommcu Salomono der Fall war.... Dieses ״Buch der Zeilen" ist wie schon Meir Euajim bewiesen hat, llicht von Philo, sondern von einem Ehrisieu versaßt (Es. שבילי, עולש II. 52),, wie denn auch wirklich im Ev;u1״. Lucne 3, 31, in der Gencologic ebenfalls Nathan anstatt Salomou voekommt. In cuiem Buche, welches Sernbabcl zngeschrieben lvird '), studet sich die beregle Stelle des Sohar Won für Wort, und dem ersten Diuscheinen nach könnte man glauben, daß der Sohar jenes apokrisische Buch ausgeschrieben habe, ohne für den Inhalt einzusteheu: bei reisiieher Untersuchung kann man sich jedoch überzeugen, daß jene Meinnug durchwegs vom Sohar adoptirc wurde'). Zwei Stellen sollen dies beweisen. Die erste ist Sohar II. 224. u. dort wird nämlich angegeben.

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