Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 9 (28.2.1862)
- Date
- 1862-02-28
- Page
- Seite 73 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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73 Hörde fühlte sich nicht veranlaßt, die betreffende Ehe aufzulösen. Doch wurden die Rabbinen der größeren Gemeinden von der nng. Statthalterei aufgefordert, jüd. Ehehinder« niffe der Verwandtchast und Schwägerschaft genau nahm- Haft zu machen 23). Das die rabbinische Deduktionsmethode persiflirende Raisonnement, vermittelst dessen ein Zeitgenosse R. Gamaliel's II. jede eheliche Verbindung als verboten darstellte, sei noch schließlich als Kuriosum erwähnt "4). Anmerkungen. ‘) Diese Ausdrücke sind theilS allgemein, wie 3) טמא. M. 18. 24. 25. 27. 28. 30.), תועבה (Das. 18. 26. 27. 29. 30.), theilS spczicll, wie!-,ימ (Das. 18. 17. 20. 14.), חבל (Das. 20, 12.), הסר (Das, 20, 17). Außerhalb der angeführten Gesetzesreihe wird זמה auch in allgemeinem Sinne gebraucht (Das. 19. 29): und kommt bei Ezechiel der dem EufoniSmus auch sonst keine besondere Sorgfalt schenkt, öfter vor, als in allen übrigen heiligen Büchern zusammengenommen. Worin eigentlich die Kraft der als speziell bezeichneten Ausdrücke liege, ist fllologisch noch nicht mir Sicherheit ermittelt worden. Welch hohen Grad von Abomination man aber mit demselben bezeichnete, zeigt der Zusammenhang, in welchem sie gebraucht werden. נ) D. Altcrth. d. V. Jsr. 173 ff. 3) Aligem. Handwörterb. S. 319. 4) De Special, leg. 778—780. S. B. Chan. 3, 214. ף Alterth. II. 12, 2, vgl. Contra Ap. 2, 22. ״) Sifra Kcdosch. 9, 12. R. Eleazar b. Azarja: אסשי אבל ׳מה אעשה ואבי שבשמים גור עלי כך womit Sifri Be-Haal. 90. zusammenhängt (S. Sabb. 130, a. Joma 75, a.) Dieser Anschauung scheint Sifra Achare 13, 9. (angeführt Joma 67, b.) allerdings zn widerspreche»; allein das Wort עריוח an letzter Stelle, welches Maim. (Einl. zu Aboth, Abschn. 6.) nicht kennt, ist viel zu wenig gesichert, als daß sich daraus ein stichhaltiger Schluß sollte ziehen laffen. Ein Schreibfehler ist auch hier um so begreiflicher, als עריוח öfters neben מל steht: Erub. 21. b. Chag. 11, b. B. Bathra 165, a. Makk. 24, a. s. auch Peßach. 113, b., wie denn auch Moses Nagara (gest. 1581) in s. Lekach. Tob (Konst. 1571) nach einer noch geläufigern Reminiszenz v. ע״ן ג״ע וש״ר spricht (84, b.). lieber 1. M. 20, 2.f. Meg. 14, а. Sanh. 58, b. lieber Jakob'S Ehen s. Peßach. 119, b. lieber 2. M. б, 20. s. Sanh. a. a. O. Beachtenswert!- ist auch die Verlesung des Ara iotkapitelö am Vcrsöhnuugütagc, Meg. 31, a. Raschi u. Tos. bas. 7) Emun. we-Dert III, Fürfl's Hebers. S. 204. 8) 3. M. 18, 6. lauten A. E.'S Worte wie folgt: ״Der Sinn von אגי ח׳ [am Schluffe des allgemeinen Verbotes der Verwandschaftsehe«) ist folgender: Gott liebt denjenigen, der sich ffinnlicher Genüsse) enthält, um ihm zu dienen und sein Wort zu hören. Der Berg Sinai dient zum Beweise (2. M. 19, 15.: Kommet zn keiner Frau); auch der erste (Mensch dient zum Beweise, denn nach A. E. 1. M. 1, 28. wurde Adam als Hermafrodit geschaffen, eine Anschauung, die auch im Thalm. Ber. 61, a. vertreten ist: und wodurch die Ehe ausgeschlossen wird), und dies ist das Geheimniß von 1] האדם• M. M. 1, 28.; der das. gebrauchte Singular deutet auf die Schöpfung eines Einzelwesens hin); weil aber die Begierde des menschlichen Herzens der des VieheS gleicht» konnte nicht das ganze Frauengeschlecht verboten werden; das Gesetz verbot daher nur die Frauen, welche dem Manne stets nahe sinv. In dem Abschn. Ki Theze werde ich dir ein tieseS und verborgenes Geheimniß offenbaren (5. M. 13, 10: נממא מקרה משהיה. Wer sich )an einem Orte) verunreiniget, entfernt von dort den geoffenbarten göttlichen Namen )was wol mit der panthcistischen Färbung der GotteSidce bei B. E. zusammcuhängt), daher der Schluß: ״! אני ה 9) More Ncb. 3, 29. Nachm, zu 3 M. 18,6.: כסי הסברא יש בענין סוד מסורוח היצירה דבק בנפש והוא מכלל סוד העבור שכבר רמזנו לו Mit letzteren Worten zielt er auf 1. M. 38, 8. vor. Jhrg. S. 114. und Pcrleö in Frankel Mtschr. 7, 134. Anm. 5. 6. Hiuznzufügen ist noch Menasse b. Israel, Nischmath Chajjim 4, 6—9. Merkwürdiger Weise eignen sich Abravanel und Men. b. Jsr. die Theorie der Metem- Psychose an, ohne in Bezug auf dieverwandschastlichen Ehehindernisse Gebrauch davon zn machen, wie sie dies rückfichtlich der Leviratsehe thun. >°) Knzari 3. 7.: וביאה אל קצה.כי אנהנו יודעים הקרובות מגונה ... אך הגבלת זה ושעורו עד שי היי טוב לכל איננו כ״א לאלהים ירד Vgl. das. 11.: .והדברים האלקיים ולהשמר מן העריות Daß in dcms. Kap. das Gebot zn den sozialen Gesetzen (התורות המנהגיות) gezählt wird, ist nach dem Gesagten kein Widerspruch. ") Eschkol Ha-Kofer Alf 822. 118, 6. n) Syst, dheut. Röm. Rechtes I, §. 54. Anm. a. n) Frauen dürfen sich natürlich auch ihren Ehemännern unvcrschlciert zeigen. Die bezügliche Stelle des Koran lautet: ״Sie sollen ihre Zierde nur vor ihren Ehemännern zeigen, oder vor ihren Vätern, oder vor den Vätern ihrer Ehemänner, oder vor ihren Söhnen, oder vor den Söhnen ihrer Ehemänner, oder vor ihren Brüdern, odek vor den Söhnen ihrer Brüder und Schwestern (Sure 14. Mich. Mos. Rechi. §. 109)." Die letzte Bestimmung zeigt, daß die arabische Sitte die Grenzen der vcrb. Verwandschaftsgrade weiter steckte, als das Pentateuchische Gesetz. ״) Jebam. 21. a.: להתם שכיה ואזיל להכא לא שביה ואזיל unb dazu Raschi: למשפחת אביו ארם רגיל לילך. Damit verwandt ist übrigens der aus de״ Schrift (4 M. 1, 2) hergelcitetc Satz: משפחת אב קרוי׳ משסהה משפהח אם אינה קרוי׳ משפהה IS) De special, legibus 780. 1G) Alterth. III. 12. 1. 17) Sanh. 9, 1. u. d. beiden Gem. dazu; jer. Jebam. 2, 4.: .לא תהיה אם אביו האם חמיו לא תהי׳ אם אמו כאם חמותו Dieser einleuchtende Schluß hat jedoch keine halachische Bestätigung erhalten. Maim. Iss. Bia 1, 5. 2, 7. Jschut 1, 6. Tur 11. Sch. Ar. Eb. Ha-Ezcr 15. 2. 3. Die Diskussion der Kasuisten über d. Verb, der Schwiegermutter nach dem Tode per Gattin hat keinen wissenschaftlichen Belang, indem selbst diejenigen, welche für diese fleischliche Vermischung weder die Todes-, noch Karetstrafe festgeseßt finden, doch den pentateuchischeu Charakter des Verbotes zugeben. Sal. b. Addereth zu Jebam. 98, b. מדאורייתא אסירא (S. hierüber auch N. Bih. I. 1, 26). Die biblische und thalm. Quelle der eben erwähnten Diskuffion verdient jedoch näher betrachtet zu werden. 3. M. 20, 14.: ״Und ein Mann, der ein Weib und ihre Mutter nimmt, so ist dies Unzucht: im Feuer!oll man verbrennen ihn und sie, damit keine Unzucht sei unter euch." Da es nun unbegreiflich scheint, weshalb das zuerst geehelichte nnd daher unschuldige Weib ebenfalls der Strafe verfallen sollte, so erklärt A. Esra, ואתהן sei beziehungsweise oder distributiv zu verstehen, d. h. eine der beiden Frauen, die Mutter oder die Tochter, und zwar diejenige, welche zuletzt in den verpönten Ehebund trat, verfalle der Todesstrafe. Diese Auffassung hatie ohne Zweifel R. JSmael im Sinne: ואחהן את אהת מהן (Sifra Kedosch. 10, 10,15). Die bab. Gemara verkennt diesen einfachen Sinn, und läßt R. JSm. an das griech. k'v denken (Sanh. 74, b.)! — Dem gramm. Wortsinne viel we- Niger entsprechend erklärt R. Akiba das ואתהן für eine Apposition: אותו עד שוהיי שתיהן , (Sifra das.), was wol nichts Anderes sagen will: als daß die Strafe nur dann angewend et werde, wenn beide, Mntter