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Ben Chananja · 1862-02-14 · 7 (14.2.1862) · p. Seite 57

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
7 (14.2.1862)
Date
1862-02-14
Page
Seite 57 (sequence 7)
Language
German
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57 Königs von Prcnßcn. Geh. zn Köln am 17. Februar 1861 von Dr. Schwarz, Rabbiner. Dnmont-Schanbcrg in Köln. 8. 15. 3. Rede, geh. zn Paderborn 21. Mai 1861 bei der Grundsteinlegung des jüd. Waisenhauses v. dems. Köln, Elonth. 8. 7. 4. Gebet und Rede, geh. bei der Einweihung der Synagoge in Köln, 29. August 1861 v. dems. Du Mont Schanberg. 8. 28. 5. Ehanukath ha-Bajith, EinweihnngSprcdigten in der nenerbanton Synagoge in WaraSdin, 16. August 1861, nebst einer knrzgesaßlen Geschichte der Entwickelung dieser Gemeinde ihrer Konstitnirung. V. Sal. 1' c 11 gs sei de r,| Obcrrabbiiicr; Groß-Kanischa, Markbrcilcr. 1861. 8. 57. 6. Unser ist das Wasser. Bon Dr. Duschak, Acz.-Rabb. Brünn. Epstein ». Brandciö 1862. 8. 10. Nr. 1 verdient um so mehr empsohleu zu werden, als die jüd.- homiletische Literatur noch keine Sammlung von Leichenreden anfzuwcisen hat. Bvrliegcndc Sammlung enthält l8 Reden mit solgenden Uberschristen: Die Rückkehr nach Bethel; die Leiden im Alter; das Leben ein Kampf, der Staub kehrt zur Erde, der Geist zn Gott zurück; das Ricderschlagcnde und das Erhebende, das der Anblick eines Todtcn dirlel; das graue Haupt eine Krone; Gvlt lödtec und belebet; das schnelle Dahinschwindcn der Lebensjahre; Gott gibt, indem er nimmt; Gott ist gerecht und gnädig; der Tag des Todes ist dem'der Geburt vorznzie- Heu; das graue Haupt eine Krone; des Lehrers Aussaat und Ernte; David beim Tode eines Kindes; des Armen Wanderschaft. Zunge Prediger werden wol daran thun, ihr eigenes Nachdenken durch vorliegende Reden zu bcsruchien, und sich durch Q-uellenstndium einen reichen Schatz e schale log ,scher Sprüche anzueiguen. Zn letzterer Beziehung bieten die Reden fast nur das Bekannteste. Nr. 2 schildert mit begeisterter Liebe das Leben und Wirken des Königs Friedrich Wilhelm IV., welcher ״wie Salomo", dein er an Weisheit glich, ... die Erinahniingen seines königlichen BaterS befolgte (©. 11).'׳ Nr. 3 entnehmen wir folgende Notizen. Zm Zahre 1855 erhielt Fräulein N a l h a n die landesherrliche Genehmigung . die von ihr gesainmcltc Summe von ungefähr 3000 Thalern zur Gründung einer jüd. Waisenanstalt zn verwenden. Trotz der bedeutenden Auslagen betrug das Bermögcn der Anstalt in Folge der derselben zngeflosscnen nahuihaftcn Spenden bald nicht weniger als 12,000 Thlr., und stellte sich die Nothwendigkeil heraus, ein geräumiges AnstaltSgebände auszusührcn. In Nr. 4 folgt ans ein etwas zn ausgedehntes Gebet (7—12) die mit vielem Fleiße gearbeitete Festrede über Zcsaj. 61, 10., ohne die übliche Angabe des Thcma'S. Genall genommett hat auch die Predigt kein eigentliches Thema, und die drei Abtheilnngcn derselben sind als größere Absätze, nicht als koordinirte Thcilc eines organischen Ganzen zn betrachten. Der Euidrnck auf die Zuhörer muß nichtödestoweniger ein tiefer gewesen sein, da der Redner init wahrhaft religiöser Wärme spricht, und die bczügl. Spezialit. sehr zweckgemäß benützt. Wir erfahren ans der Pr. daß von 1424 bis 1798 keine Znden in Köln wohnten; 1802 wurde ein kleines AelhanS errichtet. Die neue Synagoge ließ der Geheime Kommerzien-Rath Abraham Oppenheim aus eigene Kosten erbauen; dessen Berdienstc werden im 2-ten Theile gefeiert. Zn Nr. 5 ist Historisches und Erbauliches von einander getrennt. Die WaraSdincr Gemeinde, welche gegenwärtig 130 Familien zählt, hat sich vor einem halben Zahrhnndert konstituirt. Daö von der Stadtbehörde ertheilte Ansiedlnngsdekret ist vom 11. November 1811 datirt. Die zivilrechtliche Antoiiomic n irb noch in so ferne gewahrt, als dem Borsteher der jüd. Gemeinde ״daö Richteramt in Geldangelegenheiten" unter gewissen Modalitäten übertragen wird- Die ersten Schritte zur Erbauung einer der Gcm. als Eigenthnm gehörenden Synag. machte der Vorst. Sam. Mosiuger 1837; dieselben führten jedoch nicht zn dem erwünschten Ziele. Zm Jahre 1852 nahm der Vorst. Fil. Lettner den Gegenstand wieder aus. Die Ermilntcrniigcn des Rabb.'s, der Eifer dcö Vorst, und die Einmüthigkcit d. Gem. ließen auf baldigen Erfolg hoffen, als der kath. Stadtpfarrcr ein Veto gegen den Ban erhob, indem ihm die zn erbauende Synagoge nicht entkernt genug von der kath. Kirche schien. Wieder kam das Werk in Stockung, bis endlich 1859 durch den Vorst. Sam. Lettner ein unverfänglicher Grund angekanft, und der Bau ernstlich betrieben wurde (9—14). Hierauf folgt eine Ilebcrsicht der wohlthätigen Vereine und eine Dankadresse der Gemeinde an den Vorsteher, Herrn Sam. Lettner (14—22). Die ganze Darstellung ist von einer so wohlthnendcn Innigkeit und Wärme durchdrungen, daß man dcrselbei! mit lebhaftem Interesse folgen muß. Unsere besondere Anerkennung aber zollen wir dein Herrn Rabb. LengSfeldcr wegen der drei sehr gelnngcncn gottesdienstlichen Vorträge, mit welchen er die Einweihung seiner Synagoge verherrlicht hat: I. AbschicdSredc in der alten Synagoge (23—29); 2. EinwcihnngSpredigt über Jesaj. 56. 7. (31—47); 3. Heiligung eine Forderung des Gotteshauses. Pred. geh. beim MorgengotteSdienstc über 5 M. 23, 15 (49—59). Die freundlichen Leser dieses Blattes werden uns Dank wissen, ihnen diese nach Anlage nnv Ausführung, Inhalt und Form gleich trefflichen Predigten angelegen!- lich empfohlen zu haben. Nr. 5 ist eine Tendenzprcdigt, wie das Titelblatt sagt: ein Memento für die Gewisscnssrcihcir. Der Redner zeigt seiner Zuhörern ans eine geistreiche Weise den Brnnnenstreit Zsaak's als Vorbild der Kämpfe Jsrael'S und dessen Hoffnung auf die gleiche Berechtigung in Gemeinde und Staat. Wer hätte wol noch vor einem Menschenalter geahnt, daß der Freimmh, der ans der vorliegenden Predigt spricht, sich in einem Mährischen Ghetto werde veruchmeu lassen? Pdle111־älc lifcrairc. Von Ehalil '). II. Die Massorah אכלה ואכלה. Daß die Massorah sehr alt ist, kann nicht bezweifelt werden, und das im Thalmnd Megillah vorkomiucnde Massorah bezeichnet schon einen Theil des Werkes, welches wir jetzt unter dem Namen Massorah in verschiedenen Redaktionen besitzen ־).; David bcn Abraham nnterscheidct schon die große und kleine Massorah׳'); ja, er bedient sich der crstern sehr oft in seinem Jgaron, und cs geht ans vielen Erklärungen desselben hervor, daß mehrere Ausdrücke der Massorah von verschiededenen Gelehrten verschieden aufgefaßt wurden. Wie die Massorah entstanden, läßt sich leicht erklären, wenn man weiß, daß auch mit dem Koran, der in später, schreibrüstiger Zeit entstand, dieselbe Operation vorgcnommen wurde, welcher die Massorah die Bibel unterzieht. Man findet bei den arabischen Ueberlicferern verschiedene Lesearten, deren eine von Abu Bekr als die richtige festgesetzt wurde, wie Gleiches in Bezug auf die Bibel geschehen ist. Wenn nun nicht zn leugnen ist, daß Maimonides und Andere Bibelverse unrichtig zitiren, weil sie die Bibel nicht immer zur Hand »ahmen, und die bezüglichen Bibelverse zuweilen ans dem Gedächtnisse niederschricbeii, und wenn man erwägt, daß dies zu einer Zeit geschah, wo eine große Zahl geschriebener Bibeleremplarc vorhanden war; wie sollte dies nicht zu einer Zeit geschehen sein. wo geschriebene Bibeln

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