Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 7 (14.2.1862)
- Date
- 1862-02-14
- Page
- Seite 58 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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58 zu den Raritäten gehörten, und das Gcdächniiß so einen weiten Spielraum iniic hatte? Die übcrschriftlich genannte Mafforah wird unseres Wissens zuerst von R. Jona zitirt-, derselbe erwähnt auch ein Buch der Bokalifation '), das er den Soscrim zuschrcibt, und das schon Regeln über die Stellung der Accente enthalten haben soll. Letzteres wird auch von Ehajng dcn Soscrim zngeschricben•'׳). Die in Rede stehende Massorah galt bisher für verloren, und man weiß nicht einmal mit Sicherheit, wie die Wörter אכלה ואכלה gelesen werden müssen; und d o ch ist dieselbe vor h a »den, und findet sich i n Paris: ane. fonds, 11 e b 1-. Nr. 50! Wir wollen über diese alte, verloren geglaubte Massoral, Einigcö mitlhcilcn. weil wir hoffen, daß man dieselbe würdigen wird, anstatt neue Machwerke über Massoretisches abzndriicken. Eine Kopie derselben ist nicht schwer zu erlangen, da Herr Goldbcrg in Paris, wie wir ans dessen brieflicher Mitthcilnng ersehen, eine vollständige Abschrift des sraglichcn Mannslriptes besitzt. Ans eine Bcschrcibnng der Handschrift lassen wir uns nicht ein. Die Angabe der Löcher- und Flcckenzahl, die allenfalls daran wahrznnchmcil ist, bleibt Sache eines Katalogcs oder eines alten dents. Zopsgelehrten. Wir begnügen uns, aiiznmcrkcn. daß die Massoral», die »ns beschäftiget, ans Pergament geschrieben ist, aus dem 12. Jahrhundert zn st am me 11 sehcinl, und die Ucbcrschrift trägt : ילסרת הגדולה. Der Schreiber ist nicht genannt. Die erste Regel lautet wie folgt: אלפין ביתין נדן הד והר, הד א׳ והד ויד ולית דבוותהון אכלה (1. Sam. I, 9) 1) ואכלה M. 27, 19); mithin ganz so. wie der zwölfte Satz in der großen Massoral), welche dcn Mikravth Gedoloth bcigedrnckt ist. Der Name des Buches hat also feinen Ursprung der ersten darin enthaltene» Regel zu verdanken, wie Di. Sicinschncidcr richtig vermntbet hat"). Das Buch enthält wol die Regeln der großen M., fügt aber Mehrcres hinzu, wie wir weiter unten zeigen werden- Daß derselbe mit der großen Massoral) ideiuisch sei, ist nicht wahrscheinlich, da ein gclvisser Josef bar Zehn da aus Barzellona das uns vorliegende Werk und die große Mafforah der Jugend znin Studium empsiehlt"). Ein kleines Bücherverzeichnis; einer Privalbibliothek (Ms. Orf.) führt nnter anderem auch die M. Ochla we-ochla als das. befindlich ans). Wir wollen nur Eine Stelle ansührcn, nm zu zeigen, daß es viel ralhsanicr ist, die alten Quellen zu konsnllircn, als mit sogenannten neuen Forschungen hcranszuplatzen. Die in der Mafforah Ged. bei!ך angeführte Regel, י״ה מלון לא מסקי) ה' ergänzt unsere Handschr. durch die Anführung von: ,כלא לכן כה אכלה ה׳ אה לא כאימה wöbe! sich folgender Zusatz findet: והר לבד מבלסודותיו ואו רעי מקנה השבר רפי בכל הספריבם נר׳ שלא מנה כי אם אותם שאין ההא מן היסוד כמו עונה שהוא מן עון וכן השאר אבל מקנה הוא מן היסוד, שיצטרך לומר מקנה שאין לומר קן ואע״ס שהוא מונה הלבה ועתה שהכם ענלכס והי שבהנם יסוד זה מפני שהכס מפיק ה' בשלם מקום כך סי׳ אבא מרי. In unserer Redaktion fehlen die Angaben: והיה כל ארץ מצרים l M. 47, 12 שבתה Ruth 2, 7., dafür fehlt in unser Mannskr. die Angabe 5 ענה M. 22, 29. Wir wollen nichts mehr hinznsügen, da wir hoffen, daß man die Beröffeullichnng dieses Manuslr. ermöglichen wird. Eine neuere Hand har in allen M. Regeln Zusätze gemacht, da viele der Negiuot mit Nameu angeführt werden °, dasselbe ist bei dcn Bolalcn der Fall. Das Eholam wird קכלץ פום genannt. Die M. über ועואל findet sich auch hier, wie in nuferen Ausgaben, und es ist kein Zweifel, daß die Konjektur Heidcnhcim'S über Soferim 7, 9 richtig ist. Wozu die Spitzfindigkeit eines Gaons. wenn der Weg gebahnt ist? Ich kann hier eine Benicrknng nicht unterdrücken, ans welche mich Herr Goldberg in Paris geführt liat. Hal. 9. daselbst findet sich am Schluffe Las Wort ודברו, welches keine» Sinn gibt. Es ist: שם דדברי, t). l). in Dibrc Ha-Jamim. Diese Konjektur bestätiget sich durch ״nscr Massorah-Mannskripi, welches d. St. »ach der bczeichiictcn Weise anführt. Eine ähnliche Korruption findet sich Los. 7, 4.: ׳ההסשית דרכי wo ein Manuskript d. rrakt. Soferim. tl'aris NIX-, l'omls Nr. 285) ההפשית דדברי hat. Jbio. 0, 1. Ans. hat das Manuskript שיפוד statt ׳מעיד, was richtiger ist, das cs sich Nill die Form des ningekehrten נ handelt. Uebrigcns enthält das Mannsfript viele thalm. Notizen mit daran geknüpften Erklärungen ׳. die Zahl der darin gcgcbenen Regeln ist 949. Auf dem Titclblattc ist ein gewisser Jakob bcn Ascher Sega! als Besitzer angegeben. Am Schlüsse: ,—•אין הלבן בכל ה הורה שיא תהא או שם או פעל או מלה לאני אקרא ולא א טה סי׳ י^דבר על שפם יעטה. Ä n nt erkunde n. י) Damit die Red. wegen mancher unartiger Kritiken nicht verdächtiget werde, haben wir es vorgezogen, nnscrn Namen zn nennen. Was in einer ehrlichen Kritik ״nicht schonend behandeln" heißt, verstehen wir nicht. •) Meg. 10, b (S. hierüber ״B. Ehan." v. Jahrg. S- 422 und daselbst Attmerk. 191. Red.) ') Pinsker's Li kt. Kadm. S. 140 des Tcrtes. sS.!cd. hc-Ehalnz 6. 09 ff. Red.). ch Munk, Notice siir Abul Valid, tirage ä part P. 1(1. ch Luzzatto, Bikknach P. 89 ch JewS Litt. S. 199. ') Bergt. Notice sur la Lexicographie liobr. im Journal asiatiquo, 1801 , Dez. p. 450 Note ch S. daselbst. Miszellen. Ich ersuche Sic, in Ihre geschätzten BI. folgender Mitthcilnna Rann, zu gönnen. Im Briefkasten des ״Ha-Maskir" S. 150 wird über ״Historia Hachmed Jsraelitides" Ansknnfl verlangt, »vclchc sich in Eod. Paris a. f. 158. 9 findet. Dieses arabisches Manuskript ist eine Legende wie lansend andere, und handelt von einem jüdischen Mädchen. Die Heldin der Legende hieß Hasuath (die Schöne), die kurze Zeit nach ihrer Berehelichnng ihren Gatten verlassen mußte. Derselbe niilcrnahm nämlich eine Geschäftsreise und stellte seine Frau nnter die Obhut seines Bruders. Dieser wollte seine Schwägerin verführen, und als sie ihm beharrlichen Widerstand leistete, klagte er sie mit anderen Personen beim Kadi als Ehebrecherin an. Die Frau wurde gcsteiniget, blieb aber im Grabe lebendig; ein Bornbergehender rettete sie. Die Frau wurde später für heilig erklärt, und die Einwohner der Stadt wallsahrteteu zu ihrem Grabe, und niemals blieb der Beistand ans, den sic sich erflehten P a r i s. R. Lzegediu, Leipzig, äclbjlvkrlm) der Ucdnlrtion. üoiiliiiisslous-vnlng von Fra») Wngncr. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.