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Ben Chananja · 1862-02-07 · 6 (7.2.1862) · p. Seite 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
6 (7.2.1862)
Date
1862-02-07
Page
Seite 47 (sequence 5)
Language
German
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47 aus dem Griechischen abgeleitet — הן iv eins H dvo zwei אטו onr\ etwa u. a. m. Daß der Thalmnd öfters bei seinen Erklärungen ans die griechische Sprache לשון יוני ausdrücklich hinweist, ist genug bekannt, und muß nur noch bemerkt werden, daß er unter der Sprache, die in den Seestädten כרכי הים gesprachen wird, die griechische versteht. Hl. Mit den römischen Legionen kam auch die lateinische Sprache nach Judäa und war ebenso wenig beliebt, als ihre Träger. Die nationalen Antipatien waren der Aufnahme lateinischer Wörter zum Gebrauch der Schule ungünstig, denn iu ihnen schien sich mehr die rohe Gewalt, als der Geist der Forschung und des Studiums zu verkörpern. Der Einstuß war nicht gänzlich abzuwehren, er war gewisscrmassen ein unwillkürlicher, aber er wurde mit Widerstreben aufgenommeu. Die altern Thcile des Thalmud enthalten weniger lateinische Elemente, hingegen kommen sie in den jungem Partien schon bedeutend zum Vorschein. Der spätere Midrasch, von andern Zeit- und Kultnrverhältnissen beeinflußt, wimmelt von Latinismen, und wird sogar in der Stelle. (Genes. 91) אבל אשמים אנחנו לשון הרומי היא ,אבל ברם auf die Aehulichkeit zwischen אבל und verum בהם in der zweifachen Bedeutung ״aber" und ״wahrlich" hingewiesen. — Der vorliegende Aussatz hat jedoch nur die Sprache des Thalmud zum Vorwurf, und sparen wir die Sprache des Midrasch einer andern Gelegenheit aus. Die thalmudischen Latinismen sind meistens durch ihre Ausgänge erkenntlich. Allbekanntes übergehend, heben wir einzelne Ansdrücke hervor, denen noch nicht die nöthige Würdigung zu Theil geworden: אברורי operarii Baugerüste, אוודא avis Vogel (für die Spezialgattuug Gans gebracht, daher בר אוודא Ente, der Ähnlichkeit wegen als eine kleine Gans betrachtet) אורהלא hortilia Gartengewächse, פעוטות putus kleiner Knabe (die hebraisirende Pluralform des Thalmud, die es mit der letzten Sylbe nicht so genau nimmt, veranlaßte viele mit Unrecht an das griechische naidiq zu denken. was aber nicht so für den Begriff paßt wie putus) — שושבן Sponsor Brautführer, Pathe (die Verbalform spopondi begünstigte auch die thalmudische Reduplikation des Buchstaben) — צוות socius Gefährte (das s kam wegen der Verbindung mit dem verwandten צ leicht in AuSfall). בר אמוראי (Rosch Ha-Schana 23) Schwimmer, mit dem Meere — mare — vertraut — שודא suada Rath Empfehlung (שודא דדיינא, wie es der Richter ausspricht, ohne sich auf ein positives Gesetz zu berufen — suadere legem, ein Gesetz empfehlen). Interessant bleibt immer, welchen Formationen die thalmudischen ^Latinismen unterworfen wurden, und erscheinen diese oft weit komplizirter als die griechischen Ableitungen; so דמית (Berachoth 36) sa! mixtum Salmiak — בור וינקא sine aqua, wasserloser, ausgetrockneter Brunnen (Sabbat 77) בית החולםאות calx ein Haus, wo Kalk gebrannt wird. הרהור trahitur ein Faß zum Schieben auf einem Wegen — קבפתן quaestio Fragesteller (du stellst nur Fragen ohne Sinn Sanhedrin 55 — daö ן hat seine thalmudische Bedeutung רדבץ ולא רבצן) — Die Ausgänge auf ר bei lateinisch-thalmudischen Wörtern sind besonders häufig קסדור ׳פלסטר ,פלטר palitor, falsalor, quaestor tt. a. m. (Schluß folgt.) lMrär''" “'s. 3. UJon M. H artog in Amsterdam. *ה עי ני האנשים הבקר , wollen Sie uns, Herr Steinschneider, die Augen auSstechen? So lange wir unsere Augen haben, werden wir sehen, daß Sic mit Lug, Trug umgehen, um Männer wie Dr. Carmoly und Dr. Gräh zu verdächtigen. Ich bin zwar kein Bibliothek- Schreiber, habe nur wenig Bücher, aber eine so berühmte Thatsache wie die Synode von Worms, ist mir doch bekannt. In den Bijdragen, Nr. 36, S. 327 finde ich geschrieben: ״Da het ook was, om aan dit beginsel van overcenkomst in Bnrgcrlijkc zakcn, hnlde tc doen. bat bet lc Worms, in het jaar 4790 onzer tijdrckning (l030 der gcwoonc Jartclling.) bijsengcroessen Sijnode, onder Voorzitsen van den Nabbijn Gerson", u. st w. Nun Herr St. ist die Synode von Wormö eine Erfindung Dr. Earmoly'S? Sie wußten dies eben so gnt wie ich, aber Bosheit, Haß und Neid machte Sie blind für die Wahrheit. Seit lange hat Ihre und Ihres gleichen Berlcunidniig gegen den hochgeehrten Dr. Carmoly den gerechten Unwillen aller ehrbaren Menschen erregt und ein unparteiischer Gelehrte hat bereits diese Sache öffentlich untersucht und zu den Schluffe gelangt: כי בחנם תססו לההבם ברמולי האמת אתו וחמח קנאים (פירוש המאירי על פרקי אבות, דפום וויען תר״יר, דף מ״ב ע״א). Samuel CaUen. Geboren zu Metz 4. August 1796; gestorben zu Paris 8. Jänner 1862. Wie die meisten jüdischen Gelehrten der srüheru Zeit, begann E. seine wissenschaftliche Laufbahn als Bachnr. Daö Hans seiner Eltern, welche sehr arm. waren, verließ er als 14-jährigcr Knabe, und begab sich nach Mainz, wo Männer, wie Gerson Lüvy, Tcrquem, Creiznach theils seine Lehrer, theils seine Studieiigenossen waren. Als die Alliirtcu in Mainz einrückten, verließ er die Stadt, und begab sich nach. Berdnn, wo er eine HauSlehrerstelle einnahm. Hier hatte er Zeit, sich auf das Baccalaureat vorzubereiten. Die hierzu erforderliche Prüfung bestand er mit glänzendem Erfolge. Im Jahre 1822 wurde er Professor der deutschen Sprache an einem Institute zu Versailles; später arbeitete er als Sekretär bei dem legitimistischen Schriftsteller Alfons de Beau-- 5133

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