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Ben Chananja · 1862-02-07 · 6 (7.2.1862) · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
6 (7.2.1862)
Date
1862-02-07
Page
Seite 46 (sequence 4)
Language
German
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4( sie von xfXadoi• wie xtxmrov bläulich, ab, was bei einem Worte, das keine sprachliche Schwierigkeit bietet, ganz unnothig erscheint). — גנוסטרא x> t^tqov kleines Messer גסטרון xmoitiqoi Zinn כוייתא y.vßo^ Würfel. — Das griechische y wandelt beinahe regelmäßig in 5, so פ^גס (Pesachiin 47) (f>ay1X0g oder ein Lamm, das schon eßbar ist, oder das schon allein essen kann {naü.ul, wie Landau hat, ist sür den Begriff nichl bezeichnend genug) — לטיגני;.»/#>? von der Vergessenheit gezeugt, ein Kind der Vergeßlichkeit, vergeßlich. כבלי ן ינלא לטינני היא (Kiduschin 44 —?Kaschi'S und Chananel'S Erklärungen — siehe Tos. zur Stelle — werden kaum befriedigen). Er ist wie vom Meere der Vergeßlichkeit geboren, man kann sich nicht ans ihn verlassen. (Die Beziehung zur Sage vom Letheflnsse ist nicht zu verkennen) — % wird meistens durch ד dargestellt. - Die Stelle שכן בכרכי הים קורין להכירה כירה findet im griechischen in die Hand, in die Gewalt bekommen, ihre Erklärung — zuweilen auch durch הורגא ,ה Stiefsohn von xvp״s Wittwe und uym zuführen, den die Wittwe dem Manne zusührt; öfters auch durch קררה ׳ק Topf von yvTQCi, קמוליא xu('fill-n^or Kamille (Sauhedrin 49) עלעיקי! o, Göttin (S. ערך מילין, wo ebenfalls das Wort aus dem Griechischen abgeleit.t wird). — Diese letzte Art der Wandlung führt aus ans die Erklärung eines äußerst schwierigen Wortes in der Stelle עוף לגבינה נאכלין ב^פיקורין (Ehulin 104) von tm x^001'! den bloßen Handelt, ohne sie zu waschen, worauf der Nachsatz בר״ית נטילת ידים vollkommen paßt. — Das hebräische 'ך repräseutirt zumeist das griechische d, zuweilen aber auch härtere Laute, הכלם nmoל\ Form — so dürfte דרדקי von tfsWrixoi abzuleiten sein, Theoretiker, als Gegensatz von Praktikern, Menschen ohne Erfahrung, daher auch Kinder, in welchem Sinne es der Thalmud gewöhnlich nimmt הקרי דרדקי — Kinderlehrer. Im Allgemeinen werden im thalmudischen Idiom die griechischen Konsonanten durch weichere Laute ersetzt, und eS zeigt sich hier dasselbe Verhältuiß wie zwischen dem Aramäischen und Hebräischen; hingegen werden die griecbischeu Vokale schärfer zur Darstellung gebracht. So werden die Diphtonge w und uv durch zwei ך ersetzt אוונא tvrrj Lager (S. Sachs Beiträge I), — die aspirirten Vokale erhalten zur Verschärfung ein דהיינא — ה vu$1׳ lederne Gürtel, דיטני irt1ro±' aus Weiden geflochten, דהלתא (ofir/XiTor Mehl aus Ullgervsteter Gerste. Zuweilen haben die thalmudischen Gräzismen eine so ächt hebräische Form, daß man ihren Ursprung schwer erkennen kann; so ist zu Anfang deS Traktats Pesachiin אור לי"ד בודקי׳ את ההמץ לאור הנר das erste אלר offenbar daß griechische urjo Dunkelheit und bildet mit dem zweiten hebräischen אלר ein vielleicht beabsichtigtes Wortspiel. — Nach Sachs wird damit die Zeit des LichtanzündenS ansgedrückt, das ist buchstäblich iuens a non lueendo. Griechische Wörter erscheinen oft int Thalmud so naturalisirt, daß spätere Khrer ihre Ableitung nicht mehr kannten; es darf uns darer nicht wundern, wenn sür gewisse Ausdrücke wie פרוזבל אפותקי ,די הי ק, falsche Etymologien im Thalmud selbst ge-;eben werden. AuS dem ersten Worte ersieht man deutlich, vie viele Wörter eigenö für die Schule gebildet wurden. פר1זבי war ein Dokument, welches Hillel einführte, damit m Erlaßjahre nicht die Schulden aufgehoben werden, und onnte nur ans ein Grundstück nicht auf bewegliche Güter mSgestellt werden. (Schebiith 10, 0) — ttqoi; ßco'^ auf ient Boden, auf Grundstücke. Andererseits zeigt sich im thalmud daö Streben ächt hebräische Wörter durch gleichltutende griechische zu erklären, so כירה ,׳» דן xHQ003 (S. lben), כרום x<!mPn) besonders ist der Midrasch reich an derartigen Deutungen, die nicht immer von einem sehr geliuterteu Geschmack Zeuguiß ablegeu. Als Spiel des Witzes nag eS immerhin gelten. — Unser Freund, Hr. De. Hübsch, lat uns aus ein prägnantes Beispiel aufmerksam gemacht in Zalkut Erodus 286 — כי לי כל הארץ ,הילי הילי ארק Hier wird כי לי mit dem griechischen x׳^'°* tausend כלילי uille in Verbindung gebracht. Eine solche Eregese war plbst der früher» nicht sehr wählerischen Derascha zu kühn! Die meisten griechischen Ableitungen sind allerdings nomina, doch sind auch die verba nicht so selten, wie manche Gelehrten glauben. Hat einmal daö griechische Substautiv im Thalmud Aufnahme gefunden, so wird leicht daraus nach einer zieml. freien Sprachentwicklung ein ver- 6mn in hebräischer Grammatikalsorm gebildet: von אכסניא נתאכסן, von אנטלא oder טטלין לידים ,נטלא, von בסיס pWנתבסס ־,»׳, es wurde der Grund gelegt. Manchmal kömmt im Thalmud das griechische Nomen gar nicht vor, auS dem er ein verdum bildet. מפליגין (Sabbat 19, S. Raschi z. St.) von, mXayog, מפרש von 710Q0g, ersteres überhaupt zu Schiffe fahren, letzteres eine Reise zur See nnternehmen; דגים דהפללהין, Fische, auf denen noch der Wasserschleim ist (׳,!>.?»<*׳ ein Meerfisch, der sich im eignen Schlamm verbirgt. — ES wäre demnach die richtige Leseart דהפללסין). — Sachs gibt auch dem Worte מהרין in der Stelle: מפרידי יונים ,אלו שהתרין את דיונים (Sanhe drin 25) die griechische Ableitnng, einsetzen, wetten, doch liegt Raschi'S Erklärung von מר verbittern, Hetzen viel näher, denn es ist dort von Thieren im Allgemeinen die Rede. ולא יונים בלבד לכו; auch wurden die Thiere selbst nicht als Preis eingesetzt, die fielen oft todt hin, und waren ein schlechter Preis für den Sieger. Selbst in המרד wetten, ist mehr daö hebr. מור auStauschen, zu suchen. — Der Sieger gelangt in den Besitz des seinen Eigenthümer vertauschenden Einsatzes. Auch Partikeln und andere Redetheile werden

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