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Ben Chananja · 1862-02-07 · 6 (7.2.1862) · p. Seite 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
6 (7.2.1862)
Date
1862-02-07
Page
Seite 45 (sequence 3)
Language
German
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45 rung גמול דא מבעלה keinen sprachlichen Werth hat — נקpers. Denk, der sechste Theil einer arabischen Drachme u a. m. In den Thalmndkommentaren werden viele Wörte! anS dem Persischen abgeleitet, die als meistens von de! Geonim herrührend, Beachtung verdienen, doch die Forschung nicht beirren, und nicht immer als unbestreitbare Wahrbet gelten dürfen. So erklärt Rabbi Chananel daö Wort ״וגגה Taglöhner (Babo. Bathra 122) anö dem Persischen, wäh rend das gleichbedeutende דוגור (Jebamoth 79) auf ein- Verstümmelung der Buchstaben in dem erstgenannten Worte und ans die Ableitung von dem lateinischen in dies agcr< schließen läßt. — In unserer Zeit hat sich der gelehrt, Rapoport wie um die jüdische Wissenschaft überhaupt, durcl sein?ערך מלי auch um die Hittleitttttg auf das Persisch, bei Erklärung thalmudischer Wörter große Verdienste er worben. Doch glauben wir, dürften die Ableitungen vor איסתנדרא und ביאבידן (S. ערך מלין) eher auf das Griechischc zurückzuführen sein — איסחנדרא aazv artoog Man! der Stadt, Oberhaupt, אבירן aßaxov ein heiliger geweihte! Ort. — Daß übrigens in dieser Richtung noch viel zu gescheheu hat, wird wol von keinem jüdischen Gelehrten ir Zweifel gezogen. II. Hänfig findet die griechische Sprache im Thalmud ihre Anwendung. Schon als Landessprache forderte sie zum Gebrauche auf, und wenn die Schule, namentlich für kontrete Gegenstände, einen Ausdruck brauchte, den sie in der poetischen, durch den Tod noch mehr verklärten hebräischen Sprache vergebens suchte, warum sollte sie daö griechische Wort verschmähen, daS ihr am meisten verständlich war und den Begriff am besten deckte? Ueberdies hatte die griechische Literatur durch ihre filosofische Richtung so viele Berührungöpttnkte mit dem Judenthume, daß sie unmöglich auf die Geisteöthätigkeit, wie sie durch die Lehrer des Thalmud zur Geltung kam, ohne Einfluß bleiben konnte, und selbst in der Bekämpfung und Abweisung der Ideen lag Veranlassung genug zur Benützung des Wortes, welches durch den Gebrauch den Begriff präzisirte. Dieser für den Historiker so wichtige Moment dient auch dem Sprachforscher auf diesem Gebiete als sicherer Wegweiser, um vielen thalmudischen Ausdrücken ihre besondere Bedeutung für die Schule zu vindiziren. Unzählige Wörter im Thalmud können ihren Ursprung nicht verleugnen, bei vielen ist die Ableitung noch nicht konstatirt; diese hoffen noch immer der geschickten Hand des Meisters, die sie der richtigen Erkenntniß zuführt. Aus der nngeregelten Masse der Detailforschung, die geordneten Gesetze der Interpretation herauszufinden, um die gewönnenen Resultate für weitere Strebungen zu benützen und dadurch der thalmudischen Sprachforschung eine weitere wissenschaftliche Basis zu verschaffen, ist vorläufig «och ein frommer Wunsch, der mit zu viele» Schwierigkeiten zu kämpfen hat, um an'S Ziel zu gelangen. Zunächst machen eS die verschiedenen Wandlungen der Vokale, denen daö Griechische nach seinen grammatikalischen Formen, wie durch seine Dialekte an und für sich sehr schwierig, daS Gesetz zu sinden, nach welchem ein griechisches Wort bei seiner Aufnähme in den Thalmud geformt wurde. — Ein Uebelstand, der schon, abgesehen von den zahllosen Sünden der Abschreiber und Drucker, der Forschung uuübersteigliche Hindernisse in den Weg legt. Rechnen wir noch dazu, daß der Thalmud viele griechische Wörter erst durch daS Medium einer andern Sprache, wie der syrischen oder arabischen, überkam, und dieser Durchgang wieder theilweise ihren Charakter alterirte, so wird man beinahe auf Feststellung sicherer AbleitungSprinzipien verzichten müssen. Was von den Vokalen gilt, kann auch, wenn gerade nicht in gleicher Ausdehnung, von den Konsonanten behauptet werden. Einige Beispiele werden dieß deutl'ch darthun. Wie viele Funktioueu verrichtet nicht daS א in den thalmudischen Gräzismen? es steht für a אנטליא arrha ein Gefäß zum Wasserschöpfen, אגר רטא uvÜQturra Statuen; für t, א מבט י Badewanne אפרכוס tnaQ^og Befehlshaber, als « prosteticon אכסניא £(vog Gast אלכסון schräge; als letzteres erweitert es sich vor Lippenu. Zahnlauten (analog dem ital. i vor einem 8 iwpnra — wie istessa) in 770> איצטלא — איa>/ feines Kleid איסקופא axonr! Stusse. אי selbst vertritt wieder verschieden.׳ griechische Selbstlaute, so v, אידור ,vd'wQ Wasser (Sukka 35 als griechisches Wort aufgeführt), auch «׳, so in dem bis jetzt noch nicht genügend erklärten אימורים, die Theile deS Opserthiereö, die auf den Altar gebracht wurden: aifxfQog oder aifMToytg das Blutige, wird vorzüglich von Opferthieren gebraucht — muaztQa cp/.og, die Flamme, welche vom Blute der Opferthiere aussteigt. — (Nach dieser Erklärung dürfte daö 2 nicht als der hebräisirte Plural, sondern als ein korrumpirtes D zu betrachten sein; eine Verwechslung, die im Thalmud nicht vereinzelt da steht — siehe weiter unten). Oft fällt wieder das « ganz aus גוזמא Gegenstand der Bewunderung, Hyperbel. — Einen Theil seiner Thätigkeit überläßt zuweilen das א dem ערכאות aQ^tiov Gerichtshaus, עמילן afivhov, Brod aus Mehl, das nicht in der Mühle gemahlen wurde, עטיו ama, Grund, Ursache בעטיו של נחש (Sabbat 55) ans Grund der Schlange, wegen Sünde der Schlange. Lassen wir jetzt einige Beispiele aus der Wandlung der Konsonanten folgen. Das griechische x wird im Thalmud meistens dargestellt dur.b p, aber auch durch Ü und p so, קלא אילן xaXov ein bestimmtes Baumholz, daö blau färbt. — (Sachs zieht beide Wörter zusammen und leitet

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