Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 4 (24.1.1862)
- Date
- 1862-01-24
- Page
- Seite 30 (sequence 6)
- Language
- German
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30 bei den Römern'), und noch heute das ״Füllhorn" bei uns die Bezeichnung eines unbeschränkten Wohlstandes. Im Laufe der Zeit ward aus dem Horn der Ziege das eines Ochsen; der griech. Dichter will den Volksglauben an die Jupiterziege, an das amalthäische Horn lächerlich machen und er sagt: To Ztjs Afinkfkainq dox*<V tivm. y.iyrti; Oinv yQct<pnv(Ur oi yyaq f/c, "xe(1rc? /?00c/ A(>y11(1tnv irtrr rnvr tnv?/ן׳?, kiye r!(tn? znvz d ßovku, rrnvztt <S» 1 ytvijöezni, fI>iknt, ßoijOoi, /tr'1!>z1>net; , (iWoixiai *). ״Glaubst du es sei das Horn der Amalthca Das dir gezeichnet wird im ״Orhsenhornc V‘ Geld ist es! hast du dieses dann verlange. Und cs wird was Du willst Dir Alles gewährt: Frcnndc und Helfer, Zeugen und Hausstand!" In dein fraglichen קרי השןך erkennen wir das ״**(*«? ßod?" das ״xe()«c A/uO.ihung“ wieder. Antich. Epiph., den der Midrasch an beiden Stellen im Sinuc hat, machte cö sich zur Hauptaufgabe, seine Unterthanen zu einem Volke zu vcrschmclzeu ״nt omnes eonsentlrent in iinum populum“ (1 Makkab. c. 1) um dieses zu erreichen ging er einerseits mir rücksichtsloser Grausamkeit vor gegen jene, die sich ihm entgegengesetzten; andererseits aber bot er fönigl. Freigebigkeit denen, die ihn in seine,» Vorhaben unterstützten (ibid. 0. II 17 ff.), und gab eö der Treuen manche, die sich von Drohungen nicht schrecken, von glänzendcn Versprechungen nicht verlocken ließen; so waren doch gar viele, die cingcschüchtcrt von der Gefahr, geblendet von der verheißenen königl. Glinst, in der Stunde der Noth treulos zum Feinde übergingen '). Es War dies das erstemal, daß die Macht des Golvcs als Waffe gebraucht ward zur Bckämpfnng des Glaubens; mehr Leid mußte den wenigen Getreuen dieses Verfahren zufügcn, als alle Martern, die sie selbst zu dulden hatten, denn dadurch wurden von Tag zu Tag der guten Sache immer mehr Kräfte entzogen, die Hellenisten nahmen überhand, und als der Syrer längst schon besiegt war, die Hellenisten waren nicht mehr anSznrotten, nicht zu besiegen; nntcr neuem Namen tauchten sie im Volke wieder auf. — Wegen dieser verderblichen Bestechung nennt die alte Erinnerung die Griechen:;השכר und ״ בהרתBlendung" ״sie blendeten das Auge der Israeliten" sie boten ihnen ״Wohlstand" aber sie sagten ihnen dabei ״ypaiynzt tm //oo?“ dn nvx t6ztv vficv fu/ii(; «I- 08w tov JetyrtjyA.“ — Ebenso Jcr. Ehag. von Mcuachem und seinen Schülern ״sie gingen in goldgestickten Kleidern" denn man (Hcrodes) hatte ihr Auge geblendetr׳) man hatte ihnen gewagt: ״Schreibet" k. — Wahrscheinlich wird uns diese Vcrmuthnng durch die Gewißheit, daß unsere Alten mit dem Füllhorn, seiner Vedentung und Abbildung wirklich bekannt waren: die LXX übertragen Job 42, 14. ״ קרן הסרךAfiuk&aiat; x^«c״ sic haben wahrscheinlich הסוך gelesen und dieser Namen soll auf Job'S wiedergekehrten ״Wohlstand" ansviele». Noch mehr aber bestätigt uns in unserer Ansicht die Fortbildung, welche der Ausdruck, ganz analog dem Griechischen, im Misch- Nischen wie in, thalmudischeu Sprachgebrauche erfahren hat: Phocylid. in Grot. Floril. Stob. p. 215 sagt: dy^ov yny zi keyovöiv A/taX- &ata? Aqus etvat“ und in Folge eines ähnlichen BildungsprozesscS kennt die Mischna Pcah I. 1. das Wort קרן in dieser Bedeutung והקרן קיימה לע״הב und Tharg. zu Amos 0. 13 קנינ^ו נכסיך :ריר־ קרנים; in Folge der Distinktion zwischen קרן n. פירות adoptirt die juridische Sprache fi) das erstere für ״Grundkapital", und der jerns. Parasraft weiß für בראשו Nnm. 5, 7 keiner passendern Ausdruck als קרנא. Es ist also die späterer Beventung dieses Wortes mit der biblischen nicht in Verbindung zu bringe״'). — Die Fräse •p כחוב על ot>. הניה מעותיו בקרן הצבי fließt ebenfalls aus gnechischcr Quelle gehört aber nicht hiehcr *). Anmerkungen. ') Ab. Zar. 68 b., Eliolin 137 b. ») Hör. Od. lib. I. 17. -Hic tibi copia Manabit ad planum benigno Ruris bonorum opulenta cornu. ') Philom. Scnar. in Conved. apud Stobaeum. Die Stelle wird in Casp. Masori de antiqu. Numis Lib. I. c. 2 als Paralelle zu Kohcl. io. 1!1.!-והכסף וענה ^!רת רכה angeführt. י) Antiqu. xn, 7. Tlokknt loiuiriton׳, nt fttve7rovzt , ni d> 7t nt dt tvknßetnv z1\<; emjyytk/i T//10)(>tn<;, 7xaz^nnXnv &nvv ö<? 0 ßnöikevt; fhvzrznTizn. — שהשחירו פניהם כשולי הק׳ ף ist das stärker gefärbte החשיכו עיניה,• fi) b. Bab. Kam. (15 und a. a. O. — ') Der Unterscheidung zwischen und קרן bei der Salbung (Megil. 14 a) scheint die bibl. Bedeutung des Wortes zn Grunde zu liegen. H) Sie steht mit dem gr. Sprichworte ״d710v xai ikwpnt zn xt^nza.“ Welches ״nirgends" bedeutet, in Verbindung, also: sein Geld ins Nichts werken" s. .1. Drusii Adag. Ebraica, Decur. IV. Adag. 8. 139. Nie (fu&osinofe. Von Rabb. I. W i e s n e r. So oft zwei Flüssigkeiten von verschiedener Dichtigkeit und verschiedener chemischen Natur durch eine nur für den gewöhnlichen Anschein, nicht poröse Wand, sei es eine ihrerischc oder pflanzliche Membran, eine Blase, ein Darmstück, Kantschnk oder eine Gyps- oder Thonplattc, von einander geschieden sind, so findet eine doppelte Strömuiig der Flüssigkeiten zu einander, und zwar die stärkere gewöhnlich von der vüunern zur dichter» statt, also vom reinen Wasser zu Salz- oder Znckerlösungcn oder zum Seewasser. Diese Naturerscheinung wurde erst in neuester Zeit, ich glaube von Dutrochel entveckt und mit dem Name» EndoSmosc belegt. — Und doch ist aus dem Midrasch (Bereschith rabba 13. Ehasith Kohelet 1, 7. deutlich zn ersehen, daß dieser Vorgang den Alten nicht unbekannt war*). ״R. Elieser und R.Josne", wird dort erzählt, ״befanden sich einst zu Schiffe ans dem Wege nach Nom. Als sie die hohe See erreicht hatten, überredete R. Elieser seine» Gefährten, ein Gefäß mit Seewasser zu füllen, um damit Versuche anzustellcn. Der Zufall fügte cö, daß gerade als sie nach Rom kamen, Kaiser Hadrian ihnen die Frage stellte: was für eine besondere Eigenschaft das Seewaffer habe, und wie es käme, daß das Meer alle Flüsse ausnehme ohne je übervoll zu werdend Das Seewaffer, antworteten die Weisen, hat die Eigenschaft, sonstiges Wasser an sich zu ziehen und zu verschlingen, daher cs auch immer gesättiget werden kann. DaS glaube ich nicht, entgegnete der Kaiser, wenn Ihr mich nicht durch den Augenschein überzeuget. Als bald ließen sie ihr Gesäß mit den Seewasser erholen, in einen (irdenen) Krug mit gewöhnlichem Wasser davon setzen, und siehe da! das Seewaffer zog das andere Wasser an sich und verschlang iS." Das heißt, nach einiger Zeit fand sich die Quantität des Seewassers vermehrt, und die des reinen Wassers vermindert, weil die Strömung von der dünnern Flüssigkeit zur Dichtern eine stärkere war als die entgegengesetzte. *) Zch habe mich in der Uebersetzung mehr an den Midrasch Koheletl, gehalten.