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Ben Chananja · 1862-01-17 · 3 (17.1.1862) · p. Seite 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
3 (17.1.1862)
Date
1862-01-17
Page
Seite 23 (sequence 7)
Language
German
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23 ilicrfaffcr hat sich jedoch die Freiheit erlaubt, kein bestimmtes System in der Dauer und Einthcilnng der Dynastien anziinehmcn mtb je »ach dem es ilnu gut düutt, die manetbonischen Listen batt nach Ehampillon und Rosellini, bald nach Bnnsen als GleichzeitigkeilSpnnkte für die bibl. Geschicl'te ansznstcllcn, was, wenn auch die Divergent für die Resultate von keiner großen Bedeutung sein mag, doch immerhin untoisseuschasllich ist. Wir übergehen die ersten 37 Seite» dieses Schriftchens, — wo der Vers, die Einfälle der HyksoS und sonst BckauuteS und Unwesentliches aus Jsrael'S Vcrgangcnh. mitthcilt, — die den Kreis der nüchternsten Betrachtungen nicht verlassen, und beginnen unser Referat mit den letzten sieben Seiten. Hier wird die von allen Egyptologen historisch ermittelte Thatsachc, das! der Auszug der 2sr. unter AmenosiS II. am Ende der IN Dynastie nach Rosellini. oder der 1!). nach Bnnsen stattsand, durch bibl. Daten erwiesen. DaS einzige bis zctzl bekannte cgyptologischc Denkmal, das ans die biblische Geschichte Bezug hat, sind nämlich die Tafeln des Königs SchcschankS-Scsak, des 1. Königs den 22. Dynastie. Seine Gefangenen sind mit Schildern an ihrer Brust in zwei großen Gruppen ausgestellt. Der größte Theil ist zerstört oder unleserlich; von dem erhaltene» wurde Folgendes mit Sicherheit bestimmt: das Land Mahamna^O^NQ; das Land von Baithrnn —בית הרון; Land von Maktan -1מנר; Land von Jttta >יהודהמרך::נ=ן1ואע• (Die Gestalt, welche dieses Schild trägt findet sich bei Bnnsen Egypt. IV. 268). Dieser Feldzug dcS Königs Schcschank fand nun nach 1 Kön. 14, 25 in fünften Jahre des Königs Nehabeam statt, tiud wurde als sichere Grundlage zur auf- und absteigenden Zeitfolge erkannt. Der Verfasser stellt nun folgende synchronistische Tabelle auf: der Tempel bau unter Salamon fand statt . 480 Jahre nach dem AnSzng; die Rcgicruiigsjahre desselben (40—4) 36 ״ der Krieg unter Nehabeam mit Sesak im 5. Jahr ... 5 ״ es sind demnach vom Auszüge bis Sesak.521 Jahre Nach den manelhonischen Königslisten war die Dauer der 10. Dynastie li>4 Jahre 20. 178 ״ .. 21. 502 ״ Jahre. Die fehlenden 19 Jahre sind von denk Anfang der 22. Dynastie den Rcgicrnngöjahren von Schcschank oder vom Ende der 18. Dynastie zu nehmen, und so ergibt sich die Knechtschaft und der Auszug unter Nampsis und Amcuophis. Diese zwei Könige will auch der Verfasser in ט*)) סתם ה״ע2סס. I, 11) finden, welche keine Ortsnamen seien, sondern die Namen der Pharaonischen Könige, denn Amcnophis heißt in der Hicroglyphik Phtamcn und ל—את• Der Verfasser zählt nun weiter rückwärts bis zu Josef's Eintritt bei Pharao 160 Jahre, wobei das Todesjahr Josef's, die Geburt Moses und der RegicrungSantritt des Königs Armesis-Rampsis iu ein Jahr zusammenfallen, und findet nnil Josef's Pharao in HoruS oder Orns der 18. Dynestie und von da ab bis zu Abrahams Wanderung nach Egypten 215—220 Jahre, die nun stattfand unter Assis, dem 6. Hirtenkönig. Bezeichnend für diese Periode findet der Verfasser die Stelle }'")1הכנעני אן בא ״weil Egypten erst später seine Eroberung bis nach Kanaan anögedehnt habe." Der Verfasser scheint hier der Ansicht zu sein, daß die HyksoS keine kananitischen Stämme gewesen wären, was aber den manethoischen Angaben entgegen ist; denn gerade kananit. Stämme, mit andern Hirten verbunden, liahmen von Egypten Besitz und besaßen viele Jahrh. den Pharaouenthron bis Tuthmosis. Auf die Ailuabnie gestützt, daß Josef's Todesjahr mit der Geburt Moses znsammenfällt, ergibt sich nun nach den» Verfasser für den Aufenthalt ver Jsr. in Egypten 151 Jahre, die sich vertheilen in 71 Jahre der Knechtschaft und 80 Jahre der Freiheit; denn Josef war bei seiner Erhebung 30 Jahre alt; 9 Jahre hernach zogen die Jakobiten nach Egvpten, also 110—31י (Josef's Lebensalter) — 71 Jahre. Mit seinem Tode und der Geburt Moses beginnt die Knechtschaft, die bis zum 80. Jahre MoscS dauerte, wo der Auszug stattfand 151 Jahre. Abstrahircn wir nur von dieser Zahl de» 7l-jährige» Aufenthalt Jakob'S in Egypten, so erhalten wir für den Aufenthalt seiner Nachkommen 151—17 134 Jahre, die der Verfasser nach einer kleinen Korrektur mit der Versetzung des Vav d. נלאות in ומאה in der Stelle findet: .ומושב ב״י שלשים שנח לארבע ומאת שנח Die 400 jährige Sklaverei in der abrahamitischcn Vision wird vom Verfasser nach agadischer Weise gefunden, indem er von Isaak bis zur Eroberung Palästina's rechnet, wobei denn doch noch 5 Jahre fehle», die aber bei einem Tranmbilde nichts zu sagen haben. Von vielen Forschern wird auf verschiedene Weise die Frage zu beantworten gesucht, wie in einem Zeitraum von nur 2 Jahrhunderten die 70 Ein- Wanderer so heranschwcllen konnten, daß beim Auszug aus Egypten schon 600/m gezählt wurden, was eine Menschenzahl von wenigstens zwei Millionen ansmacht. Die neuere Zeit beweist jedoch, daß eine solche Vermehrung nichts übernatürliches hat. OnatrefngeS bemerkt in einem vortrefflichen Artikel in der Revue d. d. M., daß die 700,000 französ. Cunadier, bic man 1763 zählte nach einer Zählung vom Jahre 1671 von 47 franz. Familien mit 400 Individuen abstammtcn und fügt hinzu, daß somit die Vermehrung der Israeliten in Egypten gar nicht mehr wnndcrbar sei. Wir haben aus diesem Schriftche» nur die wichtigen!)tesnltate mitgetheilt, ohne auf die Abschweifungen anfmerksam zu machen, die der Verfasser hie und da in daö midraschische Gebiet macht; wir überlassen gern diese» Stoff dem böswilligem Kritiker, der daS geistige NahrungSprodnkt bei Seite legt, und nur die waffcrhaltigcu Auswüchse zur Schau zu stellen pflegt.!*Llv-iuvlv literaire. Von . I. Ein kleines Buch und eine große Kritik. In der Wahl eines Titels muß man vorsichtig sein, nnd zwar nicht nur, wo es sich um den Titel eines Buches, sondern auch, wo cs sich um die Neberschrjft eines Aussatzes handelt. Denn wie oft wird man in seinen Erwartungen getäuscht, wenn man den Titel eines Buches, oder die Neberschrist eines Aussatzes liest, und dann etwas ganz Anderes findet, als man erwartet hatte! Ganz so geht cs uns mit dem Büchlein, das wir besprechen wollen: mit der Bl uni en lese der ne »hebräischen Poesie von Dr. H. G r ä tz. Wir ziehen es daher vor, nnsern Aussatz ein Durcheinander z» nennen; weil uns solchergestalt freisteht, zu geben, was wir wollen, oder was wir gerade vorräthig haben. Der französische Titel entsprang ans unserer Eitelkeit. Wir wollen zeigen, daß wir auch einige französische Worte wissen, wie eö manche jüdische Gelehrte gerne mit dem Arabischen machen. Wir werden in der Folge unsere Eitelkeit wahrscheinlich noch weiter treiben, und manchmal auch englische, italienische,!a selbst arabische Brocken auftischen. Alles dies wird den Leser fortan nicht befremden; wir find ein für allemal entschuldiget. Doch — gehen wir zu unserer d. h. zur Blumenlesc des Herrn D1\ Grätz über! Das Titelblatt trägt die Jahreszahl 1862. wiewol es, wie wir glauben, schon vor 3 Monaten publizirt wurde! Wir haben

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