Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 50 (13.12.1861)
- Date
- 1861-12-13
- Page
- Seite 428 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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428 - v handelt werden u9)! — Solchergestalt ist Maimonides beflissen, allenthalben Schrift und Ueberlieferung auseinander zu halten, was kein Kasuist vor ihm und keiner nach ihm auf so umfassende Weise gethan hat. Er genügte damit den Anforderungen seines eigenen Forschergeistes; vielleicht war ihm auch die Absicht nicht fremd, den Karäern gegenüber zu zeigen, daß die Rabbaniten nicht mehr in die Schrift hiueinlegen, als wirklich darin enthalten ist. Gegen den Vorwurf der Jnko seauer׳; wird er wol nicht überall in Schutz genommen werden können; aber die konsequente Durchführung der Grundsätze einer gesunden Eregese und Kritik konnte im 12. Jahrhundert weder vollzogen noch erwartet werden; daS Thalmu dstudinm der Zufünft wird vollenden, was Maimonides begönnen hat! Anmerkungen. *) S. Nr. 26, 27, 33, 35, 39, 40, 42, 46 und 49. m) Zlinz, GotteSd. Vortr. S. 44. Jüd. Lit. iu Ersch und Gruber'S Enzykl. Seite 36t. I). Anmerknng 2. Grätz Gesch. 4. S. 487. Note 2 b. Raschi Berach. 62, a. trägt die Bedeutung ,.Tradition" allerdings in das thalm. Kabbala hinein; allein die richtige Leseart das. ist. wie aus Aruch s. v. erhellt, קבלא, was das. mit קמיע erklärt wird. ';««) Meg. 31, a. B. Kamm. 92, b. vergl. jer. Chag. 2,1.: ״Sie beschäftigten sich mit der Thora, (übergehend) vom Gesetze zu den Profcten, von diesen zu den Hagiografen, so daß Feuer vom Himmel herabsuhc und sic umgab." Hier soll die reiche Fülle der Studien hervorgehoben werden. Zn den bab. Schulen wurden auch die Profeten und Hagiografen als Thora bezeichnet: Erub. 58, a. M. Katan 5, a. Jebam. 4, a. Bechor. 50, a. Sanh. 104, b. Gitt. 31, a. Acach. 11, a. ChajcS Dibrc Ncbiim 2, 2 ff. '")Tos. Chnl. 62, b. Schlagw. ־מאי, Ha-Mafteach Ginl. 2, b. : לא סרה הקבלה והמסורת משומרת; Munk's Mslanges 283. Slum. 2. Kuzari 3, 24. und öfters. Icsod. More Slbschn. 6. und an anderen Stellen. Maim. Ginl. zum Jad. Iss. Bia 22, 2. Schech. 2, 3. Scheb. 6. 2. Naz. 3, 2. Kilaj. 1. 3. Schemitta 9, 2. T. Meth. 1. 13. 5. 5. 6. 19, 3. T. Zar. 8, 12. 15, 1. M. und Mosch. 2. 1. N. Mamon 2, 3. Ednth 20. 2. 10. Mamr. 1 , 4. 3. 4. 4, 1. Melach. 10. b. Abel 3, 8. '■»») Hr. Obcrr. Rapoport ergeht sich in einer sehr kleinlichen Polemit gegen einen Mitarbeiter des ״B. El,an." in Betreff eines Zitateü aus dem Mezaref des Jos. Sal. del Medigo. Als Rap. noch nicht die Rolle eines Jngnisitor's spielte, und nnbefangen benrtheilte, hatte er von der bezüglichen titerärischen Thätigkeit del Mcdigv'S eine andere Meinung: לא בתום לבבו הוא מהבר sagt er von ihm (Saadias S. 37. Annr. 49). Wahrhaft komisch ist aber der sromme Pathos, mit welchem Herr Rap. von d. M.'s Orthodoxie spricht, das Publikum, welches er jetzt im Auge hat, kennt allerdings das Sendschreiben d. M.'S an den Karäer Sarach nicht: die Freunde der Literatur wiffen aber, auf welchem Fuße d. M. mir dem Thalmud stand. ׳>») GotteSd. Bortr. S. 42. und diesem folgend Hirsch in der Einl. zum Horeb. "°) Eduj. Tosifta Ab. jer. Maaß. Schcni 2. 1.: ולא ידעען אם מן שמועה אם מן מתניתא; Terum 8. 3.: אלולי דאחון מרהמין שמועתא ולא מתניחא היא. '") Raschi Zebach. 96, b.: דשמעתא דאמורא במקום מחניתא ליתא vergl. Chul. 19, a. שמעחא wozu Raschi: האמורי das. 42. b.: שב שמעחתא dazu Raschi: 'ז׳ טרפיות שמנו האמורא Die Beispiele für diesen Sprachgebrauch find in beiden Gemaren zahlloS. Die Erklärung R. Samuel ha-Nagid'S in der Einleitung zum Thalmud ist sehr dürftig. R. Niffim bedient fich der hebr. Form (Schemua), nicht der chaldäiichen (Schematha): Ha-Maft. 66. Goldenthal Seite 38. lieber alles dies so wie über den Zusammenhang zwischen dem bibl. und thalm. Sprachgebrauch s. I. Sam. 4, 19. Jcsaj. 28. 9. j. M. Kal. 3, 7. b. das. 27, b. Zeb. 116, a. j. Sabk. 1, 12. Kidd. 1, 7. Ab. 6, 6. b. j. Schek. 2, 7. Jebam. 96, b. Megilla 28, b. Pcßach. 113, a. Grub. 64, a. Sota 7, b. Gigenthümlich ist der Gebrauch d. W. jer. Sabb., 2,1. כמשמעו—כש׳. '") Naz. 53, a. Bechor. 58, a. Chul. 137, b. Sukka 28, a. '") T.-Thora 1 . 9. Jff. Bia 4, 1. 18. 1. M. Asur. 1, 10. 5. 1. Ned. 3, 8. Arach. 5, 6. Kilaj. 9, 11. 10, 4. M. Schein 2, 1. Schein. 3, 1. B. a-Mikd. 6, 1. Aß. Mizb. 1, 2. Temid. 7. 12. Pes. Ha-Mnkd. 13. 2. 18. 14. Kipp. 1. 7. 2. 6. Meila 1, 3. Tem. 3, 1. T. Met. 1, 2. P. Aduma 1, 10. Kel. 1, 1. Mikv. 1, 2. T. Ocht. 12. 1. N. Main. 5. 4. 13. 1. Ges. 2. 1. Chobel 1, 2. Rozcach 1. 1. Abad. 3, 13. Scchir. 1, 3. 12, 3. Malve 5, 1. Sanh. 9. 1. 1010 ,11 .6 ׳. Mamr. 2, 9. 7. l. Bei Niffim b. Jakob heißt Schemua ebenfalls positive Uebcrlieseruug: ״Alle Gebote, welche von der menschlichen Vernunst und Einsicht bedingt sind (התלויין בסברא ובאובנוחא דלבא), haben für alle Menschen und Zeiten verpflichtende Kraft; die Erfüttung von Geboten hingegen, welche auf dem Wege der Ueberlieferung von den Profeten bekannt werden, (נודעות מררןי השמועה מרברי נביאים) hat Gott den ältesten Geschlechtern nur in so ferne zur Pflicht gemacht, als cS seine Weisheit für gut fand ״(Mast. Ginl. 1, 2)." Die שמעיות finden sich bekanntlich schon bei Saadias (Em. 3, 3); s. auch Chob. Ha-Lebab. 3, 3. Kusari 2, 48. '") GotteSd. Vortr. 42. Anm. a. S. Onk. 1 M. 40, 13. und Psendojon. das. ferner Onk. 2 M. 21, 9. Sonst wird das biblische משפט mit דין oder כרחוי wiedergegeben. Statt letzter« hat Pseudoj. 3 M. 5, 10. בהלבת, dagegen 4 M. 29, 6.בסדר דעא. Aruch הלך s. Sabb. 66, b. oben; Sanh. 6. a. סומא רעלמא. Hie. her gehört auch die הלבתא מרינה—Landessitte: Kidd. 38, b. B. Mez. 7. 8. "לי j- Pea 1, 1. Schebiit 5. 1. B. Mez. 7.1. ר־יימנרתנ מבטל את ההלכה (in Bezug auf zivilrechtliche Fragen) b. Ber. 24, a. Sota 16, a. Soferim 14, 18. '") S. oben Nr. 46. S. 396. Anm. 97. “*) Schechita 8. 23. B. Jos. zu I. Dea 33. "") Schechita 5, 3. siehe Jore Dea 29 und die einschl. Gloffatoren. Hungarioa. עלית לק ר תא הלך בנימוסי ה. Midrasch Rabba. IV. Pest, 10. Dezember. Da der Stpl der Mensch ist. und die Menschen nur höchst seiten einander vollkommen gleichen, so ist es natürlich. daß auch ihr Styl von einander abwcicht. Wie es aber im Leben und in der Gesellschaft gewisse Regeln gibt, denen sich jeder Mensch fügen muß, so gibt es auch gewisse Regeln, von deren Beobachtung sich kein Styl dispen-