Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 49 (6.12.1861)
- Date
- 1861-12-06
- Page
- Seite 422 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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422 besaßen." — ״Die Gesetzcölade nahm wunderbarer Weise im Allcrhciligsten, wo sie ausgestellt war, keinen Raum ei״'-'")." — Letztere Angabe hat Maimonides nicht in seine Beschreibung deö Tempels ausgenommen, weil er sich zu der Geschichtlichkeit derselben nicht bekennen mochte. Dagegen fuhrt er einige haggadtschc Notizen über die Position des Altars als Massoret an, wiewol dieselben in den Quellen nicht als solche bezeichnet sind DaS Wort Massoret wirb wahrend der thalmudisehen Zeit, wie man sich bei genauer Einsicht in die Quellen leicht überzeugen kann, zumeist von ausschließlichen Haggadisten, oder von sehr warmen Freunden der Haggada im Munde geführt. Zu letzteren gehört R. Jochanan b. Nafcha. Dieser führt eine ihm persönlich mitgetheilte Marime als Ueberlieferung an. Bon R. Simlai ersucht, denselben Haggada zu lehren, weist er dessen Bitte mit den Worten zurück: ״Vvu meinen Vätern ist mir die Massoret überkommen, weder Babylonier», noch Südländern Haggada zu lehren, indem sie hochmüthig sind, und geringe Gesetzeskunde besitzen. Du bist vollends ein Rehardäer und wohnst im Süden!" —Im jüugern thalmudisehen Spracbgebrauche beschränkt sich die Massoret auf die rezipirte Schreibung des Bibelterteö. Diese spätere Bedeutung hat in der Folge ihre Vorgängerin gänzlich verdrängt, so daß die älteste Bezeichttung der Tradition antiguirt wurde und außer Brauch kam! Die Kasuisten kennen nur eine einzige Massoret im antiken Sinne: den UsuS in Betreff der reinen Vögel. Maimonideö erwähnt außer dieser Massoret noch drei, die aber nicht daö Religionögesetz, sondern geschichtliche Mitlheilnngen zum Gegenstände haben: die bereits erwähnte Postlion des Altars; daö Schema (שמע) der Söhne Jakobs am Krankenbette ihres VaterS und das darauffolgende Respvnsorinnl (.ברוך שם כבוד מלכותו לעולם ועד) des letzter!!; die Beschaffenheit deö Salböls, womit der Proset (5'lischa den Jehu zum Könige deö Reiches Efraim salbte K,:t). Die bezügliehen Quellenangaben sind n i ch t ausdrücklich als Masj soret bezeichnet; Maimonideö bediente sieh aber dieser Bezeichnung, weil es seinen! Scharfblicke nicht entging, daß die Massoret nach der herrschenden thalmudischen Ausdruckweise eben ans dem Gebiete der Haggada einheimisch lei. (Schluß folgt in der nächsten Nummer). F n m e r k n n g e n. "׳) S. Nr. 29. 27, 33.;!5. 39, 40 mic Ui. nh) j. No sch Ha-Scha»a 1 , 2. "ל Tos. Sand. Al'schn. 3. ^"נ שמו אשורי ה^פי שזנר^ת עמרם מאש1ר. j. Meg. 1. 9. h. Sanl,. 21. h ff. Jalk. Efta!009. Meor Enaj. Al'schn. 59. Gcsen. Gesch. d. t,ebr. Spr. ll. Schrift 8. 43. Kaatschütz, Arch. d. Hcbr. Kap. 33. Kopp, Bilder und Schriften der Vorzeit 2. Theil. '") S. oben S. 397. Anmerkung U2. Krochmal, More S- 144: B. LH. 2, 2. m) Tobi 4. 14. Seid(1: ,31 .׳ Mottl12 ,7 .׳. Jwkr. Nie. 92.: aA ndö/ovTH.- vq ’ ö^ytifßdi, rat'r« r1״:v rV/Aor«,•!<■>) nnttlrt. Mann, bat die positive Faffnng, die ini Thal»,. nicht vorkomnit: H. Abel 14. 1. '“) *tim f'״(׳K׳|. Athen II. 90,!». IV. 159, s. IX. 408 , f. I־l) S. Die Nachweise bei Jniiz G. Bort. S. 193. '־') Her»!, gotkesd. Altert(!. 32, 24. Ereuzer. Svmbolik (I. Ans;,.) IV. S. 525. ''ף׳ Sabb. 3l ,!1. Nabba zu Kolielet 7, 8. Bcr. r. 99. Sisre :1l3. 3 Ui. 351.: auch 23־er. r. Kap. 09. Gratz 4, 555. Note 64. Hinznznsügeii ist noch Bain. r. Abschn. 14. ''i:) Philo Leg. ad. b'aitiö 1008.: ״Die Juden allein sah er (EajnS) schel an, indcin sic die einzigen waren, die sich seiner Absicht wldersetzten, und, seit ibrer Kindheit von ihren Eltern, Lehrern und Borgesetzten, vorzüglich aber von ihren heil. Gesetzen (U׳y״n•!״״״׳ii־) und ihren nicht geschriebenen Sitten (ciy^uqu'n■ tO<'!!•) belehrt, nur den einzigen Gott als Vater lind Schöpfer der Welt anerkaiinien und verehrten." r1H) Jos. Altcrth. XIII. 10, 9. Aboth 3, 12. '׳") Ehnl. 3, li. Gcm. das. 91—93. Die Zabl der nnreinen Vögel wird 91, d. als traditionell bezeichnet, was mit 93, a. in Widcrsprnch steht. Die crsterc Stelle verrätl! auch sonst ihre Jugend. G. A. N. Aschers 20. 20. X. I. Dea 82 mit Kcr. und Pel. das. Zein. Zedek Nr. 29. Jin Halachot Gedolor wird merkwürdiger Weise die thalm. Massoret nicht angeführt. Hirsch hat sich bei Bcliandlniig dieser Materie sehr kompromittirt: Horeb S. 420. קרקבן beißt nicht Kropf, wie das. nach Landau behauptet wird, sondern Magen, wie ein Nabbitter schon ans Jore Dea Kap. 49 wissen muß. Ferner sind im Sinne der Halacha die drei angesührteu Merkmale nicht silunltan, sondern distributiv zu verstehen; Tnr I. Dea 82. nach Maim. M. Aß. 1, 19- I:IP) Eschk. ba-Kofer 89, c.!Alsab. 235), lvv zu ersehen, daß manche Kar. Gelehrte die nsnelle Tradition für maßgebend hielten: ומקצת משכירי נ״ע צדקו בגדולי הבית העופות המרתגדידיכם בבתיהם ממנהג ושירת'יען בהירת כלל ה^זמה ור־1^ מרמזי התורה להתמימה ולאזרהי Bergl. H. Scheck-, d. Jsr. Ha-Marabi (6d. Wien) 34, I». Im Mibchar des Aron b. Joses wird von An an ein NeillheitSzeichcn angeführt aber nicht anerkannt: ורבנו ענן ירהמתו אל אמר כי עוף הם הזר שיאף המים בלי הבדל וגם מאכיל אפרוחיו וגם זה רהוק. Im Minchat Jehnta (od. Wien, S. 231) ist wol nicht ההכרים sondern החסרים zu lesen. "') Megilla 10, Ir. B. Bathra 99, a. jer. das. 9, 2. Sota 34 , b. Jalk. 2. M. Nr. 294. Schein r. Abschn. 3. 1a*) Bell, Ha-Bcchira 2, 2.: ״ES ist eine allgemein rezipirte Neberliefcrnug, daß an der Stelle, wo David und Salomo den Altar erbauten, Abrah. seinen Sohn gebunden, Noach, Kain, Abel u. Adam geopfert hatten, und daß Adam ans dieser Stelle geschaffen worden war. Die Gelehrten sagen: von der Stelle. wo er versöhnt wird, wurde der Mensch geschaffen." S. Pirke de-Rabbi Eliezer Abschn. 31. jer. Naz. 7 , 2. Ber. r. Abschn. 14. '■'") jer. Peßach. 5, 3. Widersprechend in Betreff der Lokalitäten: Babli das. 92, b. Kidd. 18, b. und die Parallelstellen (יש אם למקרא und י' א' למסרה, was nur in der babyl. Gcniara vorkoulint); Nedar. 37, b. Maim. Ker. Schema 1, 4 -Peß. 56, u. Ber. r. Abschn. 98 Tauch. wa-Jechi 3. Jel.): Kele Ha-Mikd. 1, 11 (Kerith. 5 , b-.