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Ben Chananja · 1861-11-29 · 48 (29.11.1861) · p. Seite 415

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
48 (29.11.1861)
Date
1861-11-29
Page
Seite 415 (sequence 7)
Language
German
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415 מתבגת אחת Sy □מספרי□ בעבור היות□ עימדי nSal Tr fiat alfc den niftaforifcfieii Sinn festgehaltcn. Dagegen ist über das Tregctischc des 46. Kap. Aden Esra Hosea 1, 1. zu vergleichen. Auch in rcligionSgcschichtlichcr Beziehung wäre vielleicht manche nähere Erläuteruug nicht überflüssig, und der Orientirung nicht weniger Leser förderlich gewesen. Wir erinnern nur an die Lehre von der ewigen Fortdauer der Welt. Maimoiiidcö widmet derselben eine sehr ansführlichc Besprechung (Kap. 27 und 29). Er thut dies vorzüglich in der Absicht, um die in diesem Stücke herrschende Uebereinstinnnnng der Bibel mit Aristoteles zu kvnftatircn. Indem er aber betont, daß der Untergang der Welt ״b ei 11 11 ä" kein Rcligionsartikel ist, gibt er deutlich genug zu verstehen, daß ihm ReligionSspstcmc bekannt waren, welche die fragliche Doktrin allerdings zu den Religionöartikeln zählen. Sollte er an die christliche Anschauung gedacht haben? Die christliche Dogmatik hat den einstigen Untergang der Welt von jeher in den Kreis ihrer Lehren gezogen, indem schon 2 Petr. 3, 7. 10. davon die Rede ist, und wurde über die Spezialitäten dieser Doktrin nicht wenig gestritten. In der nachkopernikanischcn Zeit nahmen manche Dogmatiker Anstand. die Lehre vom Wettende ans das ganze materielle Universum auszndehucn. Daher wurde der Weltuntergang bald ans unser Sonnenshstcm (Banmgartcn), bald gar nur auf unscrn Erdball beschränkt (Michaelis n. Reinhard). Die Dogm. der Hegcl'schcn Schule vindiziren den Dogmen vom Weltuntergänge und von der Wcltcrneuerung nur bildliche Bedeutnmg. Den älteren thalmudischen Quellen ist die Resterion über das Weltende gänzlich fremd; nur die Worte מר־! לאחור (Chag. 2, 1) werden von manchen Erklärer»! hierauf bezogen. In der bab. Gemara finden sich einige Acußernngen darüber (Sanh. 97 , b), ans welche Main», zum Thcil Rücksicht nimmt. Zu den Worten עור 1 כל ימי הארץ M. 8, 22. bemerkt Abcn Esra: ״Dies belvcist, daß der Erde eine Zcitfrist festgesetzt ist, und »vie »vichtig ist der Derasch von den 18000 (Sanh. a. a. O.), »vir »vissen aber nicht eines von Tausend (d. h. »vie diese Jahrtausende zu berechnen seien." Sollte Main», an A. E. gedacht haben, »venn er sagt, daß der nicht zu chikaniren sei, der nach dem Buchstaben der Bibel den einstmaligen Untergang der Welt glaubt (27)? — Aus A. E. zu Ps. 103, 27 erhellt indeß, daß A. E.'S esoterische Anschauung mit der des Main», übereinstimmt: vergl. auch A. E. das. 104, 30. Eine höchst merkivürdige Notiz gibt der Herr Bers. S. 377.: ״Eö dürfte nicht unmöglich sein, daß die Ausdrücke ״Monaden" und ^aubatautia aiuiplex« von Leibnitz den arabischen M o t eka l l emin entlehnt wurden, »vclche er durch die Lektüre des maimonidischcn More kannte. Der gelehrte Herausgeber der Werke von Lcibnitz, Graf Foncher de Earcil. hat in der Bibliothek zu Hannover unter anderen nicht edirtcn Pieren ein Heft entdeckt, welches Auszüge ans dem More enthält, die Leibllitz nach der lateinischen Nebersetznug von Burtorf gemacht, und mit einer kleinen Zahl von Anmerkungen begleitet hat. Der außerordentlichen Freundlichkeit des Herrn Foucher de Careil vervanke ich eine Abschrift dieses Heftes, das an der Spitze folgende Zeilen trägt, »velche durch das Urtheil des berühmten Filosofen über Maimvuides sehr inerktvürdig sind: ״Egregimn viele« 6386 Iibrarn rabbi Mosis Maimouidis qui inseribitur Doetor Perpelexoruu», et magis philosophicum quam putarain, dignmn ad60 lootione attenta. Fuit in philosophia, mathematiciis, medicu art -, deniqiie 8ae»׳ae Scriptutae intelligeutia inaignis. Legi ve1־siouem a Luxtorfio editam, Basileae, 1029, in 4.^ (Ich finde, daß das von R. Mos. Main», verfaßte, Lehrer der Berlegeneu betitelte Buch vortrefflich, und viel filososischer ist, als ich glaubte; cs ist daher der anfmerksamen Lektüre »vürdig. Der Bers. »var in der Filososie, Mathematik, Medizin und im Verständnisse der h. Schrift ausgezeichnet; ich las die von Burtorf 1629 heraiisgegebenc Uebersetznng). S. 376 wird ans den Worte» 46 ,2) (*וחייב שני לאוין), »reiche auch im arabischen Tertc Vorkommen, der Schluß gezogen, daß mit diesen Worten ein thalmudischcs Zitat angcdcntet sei. Uns scheint dieser Schluß übereilt. Als Zitat aus dem Thalmnd müßte cS heißen וחייב משו□ ש' ל׳ (Makk. 3,9), oder □׳ח׳ שחי d. t. שהחי מלקיות (Chnl. 102, b), oder עובר בשני לאוין (B. Mez. 60. b); חייב שני לאוין kann nach thalnindischem Sprachgebrauche ,licht gesagt »verden. Da nun nichts unkritischer ist, als die Annahme, Maimonideö habe den thalmudischen Sprachgebrauch nicht gekannt, so »verden die bczügl. Worte als Interpolation anznschen sein, »velche aus Unkenntniß halach. Spezialitäten geflossen sein muß. - So trefflich indeß die Mnnk'schc Bearbeitung des More ist, so »vird dieselbe bei den in vielen Gegenden noch vor»valtc»ldcn Kulturzuständen noch lange nicht in» Stande sein, den Gebrauch des hebr. More zu verdrängen. Aber künftige Editoren des letzter» »verden nicht verabsäumen dürfen, sich nicht nur Mnnk'S Erläuterungen, sondern auch dessen zahlreichen Emendationen des hebr. Textes zu Nutze zu machen. Seite 05 Anmerkung 3. dürfte ור־־זופשי רתורהתנו dem vorgeschlagcncn ונש^ייןי ר־זוררתנו vorzuzichcn sein. Indem »vir nun die vorläufige Anzeige des durch bie Munifizcnz;)i o t h s ch i l d's auch äußerlich prachtvoll auSgestattctcn Werkes schließen, können »vir folgende Bemerkung nicht unterdrücken. Im dreizehnten Jahrhunderte »varen cs französische Schriftgclehrte, »vclche über den maimonidischeu More und das erste Buch seines Jad den Baun auösprachen. Munk, der französische Gelehrte sühnt nach 600 Jahren dieses Attentat auf eine glorreiche Weise, indem er der gelehrten Welt den ihr fast abhanden gekommenen More wiedergibt. Alle Freunde der Wissenschaft »vünschen ihm Kraft und AilSdaner, das ruhmvoll begonnene und fortgesetzte Werk zu vollenden. Wir rufen dem edlen Restaurator des More zu: רבי□ מרו סי המורה איש על פי חלומו; אתה מראה כל מראותיו, אשריף שלמה! Replik. EperieS, den 23. September 1861. Euer Ehrkvürden! Hochgeehrter Herr und Freurid! Jeder Polemik, noch mehr jedem Rabbiner-Streite »». jeder Jonrnalisteu-Differenz frenld, habe ich »»»ich noch nie, wenigstens seit langer Zeit »licht, in solche Angelegenheiten gemischt. Ich würde dies auch heute nicht thnii, »venn nicht das Festhalten au Wahrheit die Fahne »väre, der ich stets gefolgt, heute aber um so »nchr, als dieser Fahne eine Nnbill zugefügt »vorden, die gelvissermassen auch mich trifft. Diese Unbill spricht die Nr. 37 S. 320 Ihres ״Ben Chan." damit ans. indem Sic dort zu sagen belieben vr. M. habe dem Grasen Kärolyi das Versprechen gegeben, die ungarischen Juden nach seinen i» andern Staaten gemachten Erfahrungen zu klaffifiziren. Sie habe»» dieses während der LandtagSdaucr nicht veröffentlichen wollen; haben aber Ihren Weg von dem der übrigen Konferenz-Mitglieder geschieden. Niemand. am allerwenigsten ich, wird Ihnen die Pflicht zumuthen, mit Jemand gegen Ihre Neberzcugung Hand in Hand zu gehen; Jedermann aber und am allermeisten »vieder ich, »vird es Ihnen zur Pflicht machen die Wahrheit zu bekennen, wo und wie immer solche zu bekennen sein »nögc. *) So heißt es in allen mir zugänglichen Ausgaben des More und auch in der vorliegenden; daü על in der Zugabe ist ein emendircndcr lap3u3 calami d. gcl. Uebers.

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