Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 46 (15.11.1861)
- Date
- 1861-11-15
- Page
- Seite 397 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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397 1, 2. Peßach. 2, 5. 0. 10, 5. Schckal. 3, 2. Snkka 2. 1) SSd. ...נוהג ב (Tcrum. 11, 5. Schtk. 8, 8. und öfters), תקנה ׳ רזקון העולם , תנאי. די Z 93. 1—;ד' שמיכם — דיני אדכם;קיים - בטל־־;פסול — כשר;צבור - יהיד :עקר — טפלה;ספק — ודאי עחאי; נפשות — ממון; מעשה — מהשבה; אסור - מותר ד־־יקדש ,גבוה ,וחגר — והדיוט;חייב וסאי יפטור :קבע -. (Kidd. 1, 0. 93. Mcz. 4, 4. Meila 3, 7) u. a. nt. '") Die älteste Einth. ist die in Gebote und Verbote (מ׳ עשה מ׳ לא תעשה), die auch bei Philo vorkommt: ״tmv yä(> 11׳ r«/'? ttq o?«1161 xcte rtTTny0(>evö1 vofiwv n ö't xv(>ib>g iiöi vo//o/ (Quod Deus sit immutiibilis, cd. Pfeiffer p. 410); ferner: vofinc; ׳)* oi'hifv ei,ire ף Ao;׳׳>? TTfiovciTiov n ifot y.etf anny nq e vx (!) v rlfiף yti,r,. (De migr. Abr. 408). Jüngern Ursprungs als als diese Eiuthcilung sind wol Eintheilnngen: קלות und המורות (Joma 8, 8); Uebertrentngen gegen Gott und gegen den Ncbcnmenscheu (Das. das. 9 vcrgl. Jos. Alterth. 1. 1,3. dieselbe Einth.)-. an eine gewisse Jahres- oder Tageszeit gebundene und davon unabhängige, — ans Palästina beschränkte und für alle Orte giltige Gebote (Kidd. 1 , 7. 8). Vcrgl. übrigens Chag. 1 , 8. Jcbam. 2, 4. 3, 4. — Kelhub. 7. 6. Ab. 3. 18. Jad. 3, 2. Ui) אדהיגו שבשמי□ .^בינו.1 ,3 .1 קונרה שבשמים, sind thcils biblisch, theils der Bibel konform; dasselbe gilt von □מלך מלכי המלכי. Den Geist der Mischnischen Zeit charaktcrisirt die stellende Formel *>$ברוך הו neben שמים , הקרוש (schon Dan. 4, 23. 1 Matt. 3, tiO), 93) מקוםer. r. 68. Jlkt zu Ps. 90, 1. Abc» Esra zu Esther 1,1. Tos. I. Tob Middoth 5, 4. Mincha Belula zn 2 M. 3, 5.; eö ist aber Uebersetzung von mnoq, wie Philo das göttliche Wesen nennt, weil ״Gott Alles umfaßt, und von nichts umfaßt wird." Fast wörtlich wie im Midrasch! S. Gsröer Jahrh. d. H. I. 291). In □רבוט של עול scheint das biblische אדון כל הארץ wiedergegeben. י י י) Z. B. Sabb. 11, 6. Sota 9, 3. 4. Ohol. 11, 7. "I Nedar. 11 , 12. Gitt. 5, 6. Tebul Jom 4, 5. "^) Bcrach. 5, 5., wo das griech. סימן; R. Ha-Schana 1, 2. Jcbam. 16, 0; Sota 8, 5 (R. Jose); Kidd. 4, 13 (R. Nehorai); Arach. 1 , 4. '"9 Mamtik Sod S. 14 Z. 11 von unten, wo fälschlich שם pnnktirt, indem es שם heißen muß: Mischna Thora, Jesode ha- Thorax, 1. Taan. 5, 1. Dann das oft wiederholte Verhältniß der beiden Gemaren, worüber Schorr im letzten Bande des Chaluz schon ausführlich das Richtige zeigt. Wie predigt man? Eine Humoreske von Dr. Adolf I e l l i n e k. König Salomo schrieb drei Bücher: das Hohelied, die Sprüche, den Prediger; in welcher Reihenfolge aber? Darüber variiren die Meinungen im Midrasch Chazit. Da glaubt Einer, dem Prediger gehen die Weisheitssprüche und diesen die Lieder voran, ein anderer ist überzeugt, daß sie alle gleichzeitig im Geiste Salomos entstanden sind. Merkwürdig! Heute noch schwanken die Ansichten unter den Juden über den rechten Prediger. Die einen sind ganz Hoheslied in ihren Predigten. Die Bäche murmeln, die Vögel singen, die Thäler grünen, die Rosen blühen, Frühlingsduft, blauer Himmel, nichts als Kleist, nur die Sulamit ist weniger naiv. Die andern bewegen sich in lauter abgeriffelten zusammenhanglosen Sentenzen, geistreichen Pointen, witzigen Einfällen, schillernden Gegensätzen. Die dritten sinden nichts Gutes, Schönes und Dauerndes unter den Menschen und in den Zuständen ihrer Zeit; wie Kohelet sehen sie nur die Schatten, haben sie nur Augen für die Nachtfeite des irdischen Lebens, nur Ohren für die schillernden Mistöne, lösen sie Alles ans, verbreiten U1»behagen, und haben auch keine Ordnung, keine Spmetrie, keinen festen Zusammenhang in ihren Reden, — ganz wie Kohelet. Der echte Prediger oder Kohelet aber muß den poetischen Schwung des Hohenliedes, das Sentenziöse der Sprüche und die Ersahrangen Kohelets gleichzeitig zu vereinigen streben. Ein Prediger ohne Schir-Ha-Schirim ist matt, trocken, kahl, dozirt und redet nicht; ohne Mischte wird er leer, phrasenreich, schöngeistig, phantastisch; ohne Kohelet bewegt er sich in luftigen Regionen, greift nicht in das volle Leben hinein, entkleidet nicht das Trügerische seines Flittergoldes. Wir haben auch jüdische Prediger in unserer Zeit, von denen einige von Duft und Luft, von Herz und Schmerz, von Sang und Klang überströmen: andere von Parallelismen, Antithesen, Sentenzen und witzigen Deutungen voll sind, und wieder andere die Alles tadeln, kritisiren, herunterreißen, durchhecheln zu müssen glauben. Willst du ein jüdischer Kohelet sein, so strebe darnach, Poesie, Sprnchweisheit und erfahrungsreiche Mahnung zu verbinden. In welcher Reihenfolge aber- Fragen wir auch hier. Im ersten Theil sei Schir-Ha-Schirim, im zweiten Mischle, im dritten Kohelet. — Gewinne den Zuhörer durch Wärme und Natürlichkeit der Empfindung; halte ihn fest durch weisen Spruch und Kraft der Rede, und hast du ihn einmal für Dich und deinen Gegenstand gewonnen, so zeige ihm die trügerischen Erscheinungen in seinen Bestrebungen in ihrer wahren Gestalt. Man kann auch, der Ansicht des R. Chija folgend, die Sentenzen oder das Spruchartige vorauöschicken und das Empfindungsvolle Nachfolgen lassen, jedenfalls aber (הכר־^ מורים שקהלת בסוף אמרה) den Prediger zuletzt herauskehren, nnd nicht von Anfang an die Zuchtruthe schwingen! Wovor sich aber jeder jüd. Prediger hüten muß, das ist, daß ihn nicht das Geschick Kohelets treffe. Bekanntlich bezweifelt die historische Kritik, der sich auch Männer wie Krvchmal und Luzatto anschließeu, ob Kohelet wirklich dem gehört, dessen Namen es trägt. Nun finden sich allerdings Gelehrte, welcke das Eigenthumsrecht Kohelets vertheidigen. Darauf kann aber ein Prediger in unserer Zeit nicht rechneu; er sorge daher vor Allem dafür, daß er aus sich und nicht aus Anderen herausrede. Am 29. v. M. verschied in Merzig, einem Kreisstädtchen des hies. Regierungsbezirkes, einer der größten Thalmudgelehrten unserer Zeit, Herr Moses Löwy, bekannt unter dem Namen: ר' משדה