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Ben Chananja · 1861-11-15 · 46 (15.11.1861) · p. Seite 396

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Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
46 (15.11.1861)
Date
1861-11-15
Page
Seite 396 (sequence 4)
Language
German
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396 zu fördern. Von der Wortkritik zur Sachkrilik ist nur ein / Schritt. Letztere wird aber allmälig auch die Zurückgebliebeneu zu der klaren Einsicht und Erkenntniß führen, daß der Geist, der die Halacha erzeugte und entwickelte, ein anderer ist, als der, dessen Schöpfungen in der Bibel niedergelegt sind. Diese Erkenntniß enthält aber noch lange kein sicheres Urtheil über Wesen und Beschaffenlieit der Traditiousdoktrin. Um zu einem solchen Urtheile zu gelangen, wird man den Unterschied zwischen der lebendigen, theilS usuellen, theilS von Mund zu Mund gehenden Ueberlieferung und der begrifflich firirten, theoretisch ausgebildeten Paradosis nicht aus den Augen verlieren dürfen. Die lebendige Ueberlieferung ist von dem bürgerlichen und sozialen, ja selbst von dem Familienleben unzertrennlich; ihr hohes Alter braucht nicht erwiesen zu werden. Die begrifflieh firirte Tradition ist ein Produkt der Schule, der Resierion, des Studiums; ihrem Ursprünge und EntwickelungSgange nachzuspüren, ist Aufgabe der Dogmengeschichte. Folgende Andeutungen hierüber dürften hier am rechten Orte sein. (Schluß folgt.) Anmerkungen. S. lUr. 26, 27, 36, 35, 39 und 40. Zu tcm iu den letzteu Nummern über Ethrog Gesagten ist noch hinzuzusügen: Soheir Hl. 38, a: ״ ואתרוג בין ההיהיםach dem Thargnm und dem Thalmud. Das. 74, a. wird der Thappnach wegen seiner Farbe, seines Geruches und seines Geschmackes gepriesen. Das. 133, b. eine Verherrlichung der transzedeutalen Thappnchim, welche im 7. Tikkun zum Lorscheine kommen. Hier, wie weiter 286, b. kommen die drei Farben des Thap- Piach zur Sprache. Das הקל חס' קדישין, von dem zuweilen die Rede ist (z. B. II. 12, b. 13, a. 61, b) ist sicherlich aus Taa». 29, b. (s. oben S. 338. Anm. 72) genommen. "') M a m t i k S v d. Beleuchtung des Frankel'schcn Werkes ״Hodegctik zur Mischna" in dogmatischer Beziehung. Prag. 1860. D. Ehrmann. 8. 26. ") Die Beweise für die spätere Auszeichnung d. Mischua haben zuerst Hirsch Ehajes (1830) und Leop. L v w geltend gemacht (Tor. Nebiim 2, 7. Anm. Universalkirchcng. Franks. 1837. S. 1561.) Luzzatto kam unabhängig von ihnen zu dems. Resultate (1833), wicwol seine Erörterung später veröffentlicht wurde (Kcr. Chem. 3, 62—66). Grätz lV. S. 424, 555. Note 64). Jedenfalls ist Geiger'S Ansicht (Zeitschr. 2, 476) als vollkommen widerlegt zu betrachten. Zu der kurzen Andeutung Lnzzatto's über die verschiedenen Lesearten der Mischna vcrgl. Ernb. 53, a. Beza 2, a. und Raschi das. Geiger'S Lehrb. zur Spr. d. Mischua §. 10. L. Bl. d. Orients VI. 58. In Nr. 2 der ״Neuzeit" wird iudeß die Aufzeichnung d. Mischna durch R. Jehuda für eine allgemein anerkannte Thatsache ausgegeben!! '") Eduj. 8, 7. Merkwürdig ist die Fassung der Mission des Profeten Elias bei Maim. Melach. 12, 2., wo zwar Maleachi 3, 23. ausdrücklich angeführt wird, und der Tcrt gleichwol in ganz unbestimmter Weise von ״einem Profeten" spricht. 'רי Pea 2, 6. Eduj. 6, 7. Jad. 4, 3. In den beiden letzteren Stellen haben bereits älter» Kommentatoren den Ausdruck 72"תל als ן uneigentlich bezeichnet; s. Raschi Ehag. 3. b. Bertinoro Jad. a. a. O. Chalnz 4, 29. Die erste Stelle wird Razir 56, b. nach einer ganz andern Lescart angeführt. Nach dieser Lcseart enthält die fragliche Mischna Pflanzen, welche der biblischen Flora fremd sind. הרדל ist vielleicht ans xovöqo? entstanden; an einen semitischen Ursprung d. W. dürste wol keinesfalls gedacht werden können. '8'׳) More Nebnchc Ha-Semau 187 ff. 194 ff. "'') Demai 1, 1. 6, l l. Schcbiith 6. 6. 9, 2. Maaßer. 2, 2. Ehalla 4, 7. 10. 11. Peßach. 4. 5. Schekal. 3, 4. Rosch Ha-Schana 2, 4. Kethub. 1, 5. 4, 12. 5, 9. 13, 10. 11. Nedar. 1, 4. 5, 5. Gitt. 7, 7. B. Bathra 3, 2. Arach 9, 6. Ohol. 18, 6. '°°) In dieser Rücksicht bietet die erste Mischnaordnung. besonderS die Traktate Pea, Kilajim, Schebiith und Maaßeroth, die größte Ausbeute. Es tverdcn selbst Getreideartcn genannt, welche die Bibel nicht kennet: שבלח שועל und שיפון (Kilaj. 1, 1. Ehalla 1, 1. Peßach. 2, 5. Menach. 10, 7). Die europäischen Kommentatoren erklären : H a s e r und R o g g c n. Allein es ist sehr fraglich , ob diese Getreideartcn im h. Lande gebaut wurden. Ueber Ethrog s. oben Nr. 39 und 40. Die Wörterbücher reichen zum Verständnisse der Mischnischeu Flora bei weitem nicht hin, selbst manche Enthüllung M u s as i a's blieb unbenützt, z B. 0*»׳)»1—סירקדן?. Wir erlauben uns, den gelehrten Mitarbeitern d. ״Ben Ehan." die thalmudische Botanik angelegentl ich zu empfehlen. '°') Ueber תרנגול s. oben S. 371. vergl. ferner Kilai. 4, 4 —6. Bikk. 2, 8. Nazir 5, 7. Baba Kama 1 , 4. '־״) H andwerkc und Gewerbe: Schebiith 8, 5. Kethub. 5, 6. 7, 10. Kidd. 4. 13. B. Mcg. 2, 4. 6, 1. B. Bathra 2, 3. 5, 10. — Maße, Geivichte und Münzen: Schebiith 1, 3. Maaß. Schcni 2. 8. 9. Schekal. 2, 2. Kethub. 1, 2. 5. 5, 7. 9. 6, 3—5. Nazir 5, 2. Kidd. l, l. B. Kama 4, t. 7, 7. 8, 6. B. Mez. 4, 5. 6, 3. B. Bathra 5, 9. Schcbuoth 6, 1. 3. Menach. 12, 4. Arach. 7, 1. — Bauart der Häuser: B. Bathra 1,1. 6. 4, 1 — 9. Ohol. 3, 3. 8, 2. 13, 1. — Hausgcräthe: Kelim, Abschn. 14. 15. 16., daun 2, 7. 8. 3, 6. 4, 3. 7, 2. 8, 3. 3. 11, 3—8. 12, 1-8. — KleidungSstücke: Kelim, Abschn. 29. 27, 6. Kilaj. 9, 7. Sabb. 6, 1 —10. Sota 1,6. — S ch iffban: B. Bathra 5, 1. Ohol. 8,1. הבר די und עם הארץ Demai 6, 12. Schebiith 5, 9. השיר das. 5, 9. Sehebuot 7, 4. גר in der Bedeutung ״Prosclpte." Hichcr gehören auch die Katcrgorieen: Tcrnm. 1 , l. Bikk. 1, 5. Peß. 8, 7. Schek. 1, 3. 6. Ehag. 1, 1. B. Kama 4, 4. Chul. 1,1. '״') Berach. 5, 3. 9, 5. Ernb. 6, 2. Weg. 4, 8. 9. Makk. 1, 6. Para 3, 3. Jad. 4, 2—6. 10וקנים ל (Örbitmtc) Erub. 3, 4. Sanh. 1, 1. רב (Lehrer) Ernb. 3, 5. B. Meg. 2, 11. ראש בית דיין Rosch Ha-Schana 2, 7. גב^י צרקר־ו Kidd. 4, 5. הק und הזן הכנסרת Sabbat 1, 3. Makk. 3, 12. ,0") M. Kat. 3, 3. Kethub. l, 2. Gitt. 3, 4. B- Mez. 1 , 7 und 8. "'׳) Thoravorlesen, Haftara, Targnm, Ehanukka. Purim, Eulogiecn, Händewaschen, פרוזבול (Pea 3, 6. Schebiith 10, 3. Kethub. 9, 9). מאון (Jebam. 13, 1—5) נדו׳ (M. Kat. 2. 3). '"") Jost Gesch. d. Jsr. s. d. Zeit d. Makk. 4. Th. Anh. S. 239 u. 240, benützt mit Ang. d. Quelle von Holdheim, Antonomic 83—85 und ohne Ang. d. Quelle v. Krochmal More 183, 6. Vergl. auch Jost. Gesch. d. Judenth. u. s. Sekten 2, 179. Anm. 1. "ד Z. B. דוהה (Peß. 6,2. 3. Joma 8, 6. Men. 11 , 9) דקדוקים (Nazir. 2), יצא ׳הלכה und יצא ידי הובתי (Ehalla

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