Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 42 (18.10.1861)
- Date
- 1861-10-18
- Page
- Seite 362 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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362 scheu den ״Jobel" mit seinen folgenden 6 Jahren, welche zusammen den Sabbat bilden, und den darauffolgenden Jobel sind 42 Jahre. Und endlich der Sabbat der Feste, kommt nach 6 Festtagen. Aber daö Wochenfcst kommt erst nach sieben Wochen, warum nun sollte der Sabbat der Wochen verschieden sein von allen andern Sabbaten? Darum ist die thalmudische Auffassung die gegründete; nach dieser beginnt die Sefira unmittelbar nach dem 1. Peffachtage, und die 1. Woche der Sefira ist noch Pessach, sonach verbleiben blos sechs gemeine Wochen, worauf die 7. als Sabbat der Wochen folgt; während nach der karäischen Auffassung die Sefira auch erst nach dem Ausgange des ganzen Pessach beginnen kann, wenn z. B. der 1. Pessachtag auf einen Sonntag fällt, wo sodann volle sieben gemeine Wochen zwischen dem Pessach und dem Wochcnfeste bleiben, welches der Sabbatidee nicht entspricht. Nun zur Beantwortung: Warum das Wochenfest, daö Fest der Gesetzgebung genannt wird? Wir sagen im Gebete von dem Pessach: ״Die Zeit unserer Frciwerdungdem Sukkoth: ״Die Zeit unserer Freude;" aber von dem Rosch- Haschana: ״Der Tag des Lärmblasens;" weil jene Feste mehrere Tage währen, so paßt die Benennung: ״Zeit" aber daö Rosch-Haschana währt blos einen Tag, so kann es nicht genannt werden, ״Zeit" sondern ״Tag": Nun aber währt das Wochenfest ebenfalls blos einen Tag und doch nennen wir es im Gebete: ״Die Zeit der Offenbarung unserer Thora?" Es bildet aber dieses Fest wie oben gesagt mit den darauffolgenden 6 Tagen zusammen den Sabbat der Wochen, daher kam ihm daö Prädikat ״Zeit" beigelegt werden. Nach Auffassung der Rabbinen, kann daö Wochenseft frühestens aus den Sund spätestens auf den 7. Siwan fallen, während die Offenbarung auf Sinai entweder am 6. oder 7. Siwan stattgefnnden hat, sonach muß nothwendig ein Tag der Sabbatwoche der Offenbarungstag sein, und das Fest kann daher ganz konsequent genannt werden ״die Zeit der Gesetzgebung." Inkonsequent aber ist es bei den Karäern, diese feiern nämlich ebenfalls das Wochenfest als Fest der Gesetzgebung, und nach ihrer Auffassung kann eö auch auf den 12. Siwan fallen; da kann es unmöglich der Tag der Offenbarung auf Siuai sein, weder eö selbst, noch die andern darauffolgenden sechs Tage. versuch eurer mirflän-licheu Luachse des 5ohar. Von Ignatz Srern, Schuldirektor in Hold-Mezö-Büsnrhely. Fortsetzung *)• §. 131. III. 9. a. Eine Legende aus der Zeit, als man noch opferte, wie aus einem Weltmanne ein Ehassid wurde, der, als er mit R. Jesa zusammen kam, ihm Vorträge hält. — 12. d. Eme Lukubration, die wahrscheinlich nur der Eingang zu einem größer« Stücke war. — 20. a. Auf der Reise mit Worten des ״Attik Jomin" beschäftigt, findet er allerlei Schwierigkeiten. Diese Dikdukim sind, wie schon erwähnt ivurde, sehr junge Momente. Nach manchen Abenteuern endlich, vor Räubern sich in eine Höhle verbergend, kommen ihnen dorthin gelehrte Kauflcute nach, in deren Gesellschaft sie ihre Vorträge fortsetzen. Einer trägt die Erkl. des 32. Pf. vor, welche er einst R. S. abgelauscht zu haben vorgiebt. Zum Schluffe der au sich ttubedcuteudcu Abhaudlung ruft R. Ehija 226. die Erleuchtung des Zeitalters R. S. zuschreibend ganz Darschanmäßig: Wehe, wenn dieser Urquell des Wissens die Welt verläßt, da wird cs heißen ואם כל עדת ישראל ישגו. Wenn Niemand mehr ans der Bahn der Geheimlehre zu leiten vermag, da irrt die ganze Gemeinde! Mit einem Trostverse endigend kommt zum Schluffe die Formel א״כיר vor, welches ein Äpaxlegom. 23. a. Eine Lukubration, tu welcher das besondere Verdienst der Nachtstndicn hervorgehoben wird; charakteristisch sind da die falscheu Dikdukim das. 25. 6. zum Schluffe der Sidrah לימא מלי דקט1רי דאו, ein kurzes Reisegespräch, merkwürdig weil in demselben die Art wie die später» Kabbalisten die ältere Lehre verarbeitet haben, sich ausspricht — Charakteristisch ist auch die Beweisführung אוקמוה צדקה וחרנוס צדקה 31 זכוחא חכותא ושמים הד מלה,. b. Auf d. Reise v. Uschah nach Liberias über die אתערותא דלתתא von welcher auf die Symbolik der ד׳ מינים übergangen wird. 32. a. Daö Anschlägen der הושענא mit ihren mystischen Beziehungen 39. a. Als sie auf einer Reise von Mcranich nach Zipora mit 'מלי דאו sich uutevfyieltcu, mischte sich ein junger Eseltreiber in ihre Unterhaltung, welche so viel Beifall erntet, daß sie den הביא gleich mit den Titel R. Jesa beehrten, welchem später noch daö Epithel רישא דפטישא Hinzugefügt viel, er trägt, die von seinem Vater erlernten Worte haggadischer Gelehrsamkeit vor — Schir 2. 6. wird durch den Umstand, daß Aepfel ein Mittel gegen Weinrausch sind erklärt. Jbid. b. beschließt der Ravjah die Vorträge mit der Erklärung von Proverb 29 in welcher charakteristisch ist ואיש תרומות דא עשיו דכעי על תרומות ומעשרות כל יומי ולא עביר מדי. Auf den bekannten Midrasch כי ציד כפיו auspirlend. — 45. b. Auf der Reise den 24. Psalm, besprechend treffen sie einen Kranken, dessen Wunden im Gesichte ihn als'Sünder erkennen lassen — und welcher sie durch ihre Freimüthigkeit als zum joachidischen Bunde gehörend erkannte. Der jüngere Sohn dieses Menschen hält dann einen Vortrag, der mit Beifall ausgenommen wird. 8. 132. 50. b. Eine Spuckgeschichte, bei welcher manche Stellen der h. Schrift erläutert werden, ebenso die S. 51 erzählte Reiseabenteuer. 53. b. Reiseunterhaltung: etymologisch erklärt: ותומכיה מאושר א״ת מאושר א4א מראשו אימן דמטילין מלאי לכיסן — של ת״ה תמכין ר־^אד מראשו ועד 56 סוסו ־. b. R. CH. trifft aus einer Reise in den Gebirgen zwei Einsiedler, die es aber nur zwei Tage in der Woche sind, sie erörtern die Ursache warum der Tod der *) S. »den Nr. 37. S. 32t.