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Ben Chananja · 1861-09-06 · 36 (6.9.1861) · p. Seite 314

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
36 (6.9.1861)
Date
1861-09-06
Page
Seite 314 (sequence 6)
Language
German
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314 qleich der oben I. 195 b. als Bruchstück vorkommende Reiseabentener folgt, liier wird auch eine Stelle aus Sohar I. 78. a. wörtlich zitirt. — 32. a. Am Ende Vaera klagen die Reisenden über den Druck der Iismaeliten; der nnvollkommene Besitz Palästinas wird denselben als LooS ihrer nttvollkommenen Beschneidung zugcschrieben — worauf dann ans die Begebenheiten der Kreuzzüge Bezügliches folgt. Das יתער עכזא הד מסי פי עלמא zielt wvl auf die am Ende des dreizehnten Jahrhunderts stattgefundenen Tartarenzüge. Lautcv Beweise für die Jugend dieser Einschaltungen. 36. b. Ans einer Reise von Uscha nach Lud erklären die Reisenden Paralip 2. 18, aber wie oft in diesen Stücken ist der — 'דקדוק :ישבואיש בבית in dem Sinne gar nicht begründer. Unter einem Baume übernachtend wird ihnen die MitlernachtSzeit non mvstischen Ausrufungen bestimmt und R. Jose kommt dadurch auf eiue Frage über ויהי בחצי הלילה die sie bewegt, sich zu R. S. der damals die Gassen Tiberias rein machte, zu begeben, welcher sie ihnen dann ans kabbalistischer Art erklärt. Die vielen Dikdnkim, die Ausdrucksweise stimme ganz mir dem jünger« Haggadastvle das שאלחא דרבון יתור על מטול דרא יכיל בעירא למסבי ist unverständlich. Entzückt über die Antwort. 38. a. erheben sie den Meister bis zur Anbelttng, was eigentlich in diesen Stücken gar nicht ungewohnlich ist; doch kann aber das vom Mitpachath als הדוף וגדוף verschriene מאן פני האדון רארש״בי als: der göttliche Herr verstanden werden. Das ואור הנר יפה רבדיקה erkennt schon Aviad Sar Schalom als eine in den Tert gekommene Glosse, das ganze Stück aber zeichnet sich durch unkorrekten Stvl, durch hebräische Fräsen neben sehr frei»- den Wörtern, als ein sehr junges aus. — 45. b. Ein Reiseabenteuer um auf ערב דב zu sprechen kommen. — 47. b. Eine echt kabbalistische Erklärung deS לאתם תהרישון auf der Reise. — 49. a. Unsere Reisende in Gespräche über das Ungewöhnliche אשר תנה werden durch einen Unbekannten von einem Wege, der, eines daselbst verübten Mordes wegen, nicht geheuer war, ans eine andere Strasse geführt wobei er ihnen auch verschiedene Verse erklärt. 50. a. Das לדוד מומוי־ und מזמור לדוד willkürlich anders als in Thalmnd erklärt Ef. I. 67. a. ibid סופא דדרגין-ים סוף — 61. b. Eine ansschmückende Erzählung, in welcher eine Beziehung zur künftigen Jdra vorkommt. — 79. b. Eine Erzählung ui welcher R. Juda Saba der sonst nie vorkommt, die vier Elemente דקסירי עלמא nennt, welcher Ansdruck zur Erkl. des I. 15. a. schwierigen קוטרא בגול:: א zu gebrauchen wäre: Er verband die Elemente mit dem Chaos. — Zum Schluffe sagt R. S. zu R. Jesa ע״כ רביא 80 אנת למיעל בין מהצדא הקיא. a. Eure abenteuerliche Zaubergeschichte, der R. Jose mit seinem wohne anwohnte und die hier keinen anderen Zusammenhang har, als daß R. Jose seinem Sohne das 'בהתאמר וכוי nach den Worten des Zauberers erklärte, daß man nämlich mit jedem nach seiner Art reden müsse, das geschieht aber in der Haggada einfacher. (Fortsetzung folgt.)! :i»r tljalmiiWe» “ ' ״' Von Dr. M. Zipfer, Oberrabbiner zu Rcchnitz. Im IH. Jahrg. d. Bl. S. 82 wird vom Rabbiner Eisler da« Wort דאד, welches Landan durch ״bewohnte Gegend" erklärt, mit ״Wüsieninsekt" gegeben. Da uns besagte Stelle (Schein r. P. 15) in mehr als einer Hinsicht wichtig erscheint, so wollen wir sie hier in deutscher Ucbcrsetznng mitthcilen. Dieselbe lautet: Als Gott den Genuß der Reptilien (IH. M. 11 , צ!)) verbot, führte er zugleich Moses deren Gestalt vor : er theiltc das Meer und zeigte das Revtil יי 2ן הנפילים er brachte dann das trockene Land in Bewegung und zeigte das צב; er erschütterte die Wüste nnd zeigte daS הדאר (nicht דאך . wie Herr Eisler angibt, denn das ה ist hier, wie wir später Nachweise» werden, kein Artikel, sondern Wnrzelbnchstab): endlich ließ er auch das Feuer sich thcilcu und zeigte den Salamander. Als Stützpunkt wird Psalm. 2!J angeführt. Da jedoch im obigen Verbote (ML M. 11, 2!>) achterlei Reptilien Vorkommen, so scheint ans dieser Stelle hervorzngchcn, daß der Midrasch nicht ans diese benannten Jndividnalitäte», als vielmehr ans irgend eine systematische Eintheilnng, wie etwa eine nrstoffliche, nach den bekannten vier Elementen, Wasser, Erde. Luft nnd Feuer Hinweisen will. Rur ist dabei auffallend. daß statt des Lnstelementeü die Wüste dessen Rolle übernimmt. Eine ganz ähnliche Stelle bat bereits der Thalmnd. Eholin 127,;1 heißt es: ״Auch das Zab nach seiner Art" jlll. M. ibid.), biernntcr sind die Reptilien בן הנפילים ,ערד nnd Salamander begriffen. Wir finden also hier dieselben vier Reptilien als 'zu einer Gattnng gehörend beisammen, nur wird hier ערד genannt, was in obiger Stelle הדאד heißt. Nun heißt es weiter: So oft »Jt. Akiba zu dieser Stelle (III. M. ibid.) gelangte. pflegte er ans.׳ rufen: Wie groß sind deine Werke Herr! (Ps. KU, 25). Es gibt Geschöpfe, die im Wasser leben, andere leben ans dem Trockenen; verlassen die Geschöpfe ihr Element, so ist der Tod die nnmittclbare Folge davon. Ferner gibt es Geschöpfe, die in der Lust eristiren. wieder andere eristiren im Feuer, auch hier ist der ttebergang von einem Elemente in das andere mit den! Tod verbunden. Dieselbe Stelle kömmt auch im Tanchnme (פ׳ (ישב) ün Namen des ר״שב״י vor. Betrachlen wir diese Stelle genauer, so geht daraus unsere obige Ansicht, daß diese vier »Reptilien als Repräsentanten der vier Elemente zu betrachten sind, nnzweidentig hervor. Was für Reptilien sind eö also, die nach der Ansicht der Alten obigen vier Elementen zugehören? Die Erklärung derselben möge der Stoff dieser Abhandlung sein. l) צב- Die Vulgata (Dl. M. ibid.) gibt dieses Wort mit er»- eoüillus. Allein da das Krokodill in Palästina nicht vorhanden nnd sich bloß in großen Strömen, wie im Nil befindet, zu dessen Ufern jedoch den Israeliten die Reise nntersagt war, so ist nicht zu ersehen, warum das Verbot dieses Reptils besonders hervvrgehoben wird. Die Scptuaginta gibt daher mit Recht diesem Worte eine Beifügung: /.(lOKodtti. e. Erdkrokodill, ein zu den Erdagamen gehöriges Reptil, daß außer in Aegypten, auch in Syrien und Palästina lebt, ja sogar in Sardinien sich befinden soll. Mit dieser Erklärung stimmen anch die übrigen alten Bibelversionen überein, die syrische nnd samaritanische. wie anch Pseudo Jonathan. die alle besagtes Wort mit הדדלנא geben, was im Arabischen dem Männchen beigelegt wird, während das Weibchen dhab (durch Buchstabenversetzuug des צ in ד, wie דחק״-צהק) heißt und obiges Erdkrokokill bezeichnet. Sehr richtig bringt daher obige Midrasch-Stelle dieses Reptil mit der Erde in Verbindung, weil eö bloß i» Sandgegenden lebt nnd sogar einen Abscheu gegen das Wasser bekunden soll. So lautet nach Damir ein Sprichtwori bei den Arabern: Ich thue es eher nicht, bis die dhab ins Wasser steigt Anch die etymolo- 3181

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