Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 36 (6.9.1861)
- Date
- 1861-09-06
- Page
- Seite 313 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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aia ״kein Kinde am Icicbtcfto« und, was noch weit wichli- ״ger ist, am sichersten erweckt werden können, und eS ״wird, was daS wichtigste, ans den Gang der göttlichen! ״Führungen in seinem eigenen Leben merken lernen." (Bormann, der Unterricht in der Religion, Diesterweg'S Wegweiser t. Band pag. 341 4. Auflage.) Sollte, waS hier für die christliche Schule gesprochen! ist, nicht noch in weit höherem Maasie für den einschlägi- , gen Unterricht in jüdischen Schulen sprechen? ׳ Bon 26 bis 28 Unterrichtsstunden rechnen wir für' die erste Stufe Biblischen Geschichtsunterricht > 2 Stund. . Hebr. Lesen (im (weiten Jahren Lesen l j Uebersetzen d. Gebete n. Elem.-Sprachl. 16״ > also für spezifisch jüdische Disziplinen 6 höchstens IO Stirn- - den. Hoffentlich wird dieses nicht mit dem streiten, waS die ן Welt fordert, nnd »vofür noch 10 bis 16 Stunden zur' Disposition stehen. ES wird aber auch wieder die Anforde- > rurrg der Religion nicht beeinträchtigt, da von diesen Stnnden ihr alle, mit Ausnahme deS RechnennnterrichtS, in die Hand arbeiten. Kanu die jüdische Bürgerschule so in ihren unteren Klassen ihrer doppelten Aufgabe vollständig Rechnung tragen, so ist sie dieses nicht minder im Stande in den Mittelklasseu. Sehen wir wie. ß. Mitteikl a s s e n. DaS Werk, das in den beiden ersten Schuljahren so nach allen Seiten fördernd begonnen, soll fvrtgeführt werden einem gedeihlichen Ziele entgegen in den mittleren Klassen der höheren jüd. Bürgerschule. Die erstarkten geistigen Kräfte heischen lner schon kräftigere Nahrung. Aber nicht plötzlich darf die Veränderung eiutreteu. Allmälig vorbereitet sei der Fortschritt ans der Lahn des Wissens und der Erkenntnis;, ein allmälig er und in der Mittelklassen nicht minder, als in den Elemenrarklassen dnrchdringe, wo nur immer möglich daö Konsessionelle, Religiöse der Unterricht. Der Geschichtsunterricht knüpfe an die biblische Geschichte an, die, in separaten Stunden fortgesetzt vorgetragen, tür den nun beginnenden Unterricht in der sogenannten Weltgeschichte der vergleichenden Anhaltspunkte genug darbietet. Der jüdische Leseunterricht der ersten Unterrichtssase geht in den Gebet-Uebersetzungsunterricht und den systematischen Sprachunterricht (beides angebahnt schon im zweiten Schuljahre) über, nnd soll soweit gefördert werden, daß die Bibellektüre nun schon mitbeginnen könne; ״denn so segensreich auch ein ans der heiligen Schrift beruhender systematisch geordneter Vortrag über den Geist der israelitischeu Religion wirkt, so dürfen wir weder in der Lehre noch in der Geschichte deS JudenthumS uns mit Allszügen ans der heiligen Schrift in deutscher Sprache begnügen; da der Schüler nicht nachsprechen, sondern selbst sehen und urtheilen soll. Es wäre gelvissenlos dem Schüler durch Entziehung der Quelle die eigene Einsicht in den ganzen Umfang seiner Religion vorzueuthalten." (Sieh' Landau. ״Wie soll der Religionsunterricht der isr. Jugend in unsere Zeit beschaffen sein," in Frankels Zeitschrift für die religiösen Interessen deS Iudenthums Jahrgang 44.) Die Bibel in der Ursprache gelesen gebe daher den Hauptstoff für den Religionsunterricht, wie im fortgesetzten Sprachunterricht, in dem dann in den oberen Klassen eine entsprechende Eregese ihren Halt finde. Hier beginne auch die Interpretation leichter Bibelkommentare namentlich der RaschiS und in dem letzten Jahre dieser Abtheilnng zur Befestigllng in der Grammatik der Biur. Die für den Rel׳- gionönttterrichl zu wählenden Bibelverse werden selbstverständlich hebräisch menlorirl, selbstständig übersetzt, und durch daS Aufsilchen in der Bibel die Bibelkunde gefördert. Dadurch werde und wird der Zögling zur regen und erhebenden Theilnahme am Gottesdienste befähigt und unbemerkt aber sicher in die religiöse PrariS des jüdischen Lebens eingeführt. Der sittliche Anschauungs - Unterricht der Elementarklassen gipfle in dieser Fase in dem Unterrichte iu den Glaubens- und Pflichtenlehren unserer Religion. ״Durch einen in den Geist der Gesetze eindrittgenden Unterricht wird aber nicht nur die Religionöübung an Lebendigkeit und Innerlichkeit gewinnen, sondern auch ein mit Ernst nnd gläubigem Sinn gepaartes Denken gefördert ־ werden >!. s. w." ( Siehe Landau a. a. O.) siehe auch Szanto in seinem Aufsätze über jüd. Religionsunterricht veröffentlicht durch Letteriö. Nimmt man für den Gesammlnuterricht in den Mittelklassen die im Placzek'schen Unterrichtsplan normirte Stnndenzahl 30—36 an, so würden auf spezifisch jüd. Lehrfächer zu verwenden sein: Für jüdische Geschichte.| 2 Stunden Fortsetzung deS Gebetübersetzenö ..12 ״ Systematischer GlaubenSunterricht . > 2 ״ Bibelübersetzen mit Kommentaren und > Grannnatik.)6 ״ im ganzen 12 Stunden, und verbleiben für die übrigen Uilterrichtögegeustände 18—24 Stunden, vollständig genügend, um den Unterricht auch hierin soweit fortzuführen, als ihn g e h o b e n e Bürgerschulen irr ihren Mittelklassen fordern. So wird der Zögling der mittleren Klasse vollständig vorbereitet in die Realklasse eintreten können und darf die Schule sicher sein, ihr Ziel zu erreichen. (Schluß folgt.) einer um|M11l)fidjcu ilnafijfc des Soljar. Bon Ignatz Stern, Schnlvirektor ln Hold-Mezö-Li'Mrhely. Fortsetzung *). 8. 129. H. 14. a. Eine andere Version der Aufnahme R. EhijaS in den Geheimbund Cf. I. 4. a. wo die Erzählung viel interessanter ist als hier. Diese mit hebr. untermischte Kompilation scheint eine Art Nachahmung der Idra sein zu )vollen 15. a. erzählt R. Ehija ein Abenteuer nnd eS wird von der Größe R. SimonS erzählt, worauf dann andere dem Thalmnd Taanilh 24. a. uachgebildete Sagen folgen. 31. a. Eine kurze Reiseunterhaltnug auf welcher ') S. Nr. LI. S. 165.