Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 36 (6.9.1861)
- Date
- 1861-09-06
- Page
- Seite 315 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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315 gische 'Bedenlnng tii'H's? arabüdifii 3B0rtctf lecuct auf riefelt UnutaitC bin, U'ctl (ihiilt.'i ״an rer ISrte bängcnd" bereutet. «S. Bochart H;crez. l. I. 1'. 07). 2) הדאר ערד■ Als biblisches Werl (Job :)0, 5) bedeutet elfteres den Walteder Maulesel und beißt es datier auch im Thalmild (Klaim 8, 0) ־ערד מין היה Hier jtdech ist veu Nevtilieu die Rede und taber;;an; unklar, lvehcr diese Benennung. Bechart (ibid. p. t05)51) glaubt darunter das den Arabern unter dem Namen AliSwada bekannle und;um Gcschlechte der Salamander gcbörige Reptil zu finden, und will taber in obiger Stelle עמוד lesen. Allein der Thalmud nuterscheitet ausdrücklich;wischen diesem und dem Salamander. Wir ,vollen daher eine andere Erklärung dieses Werkes ve> suchen. Unter den, Schlaufen- und Eitcrengeschlechte 1;tlH cs mehrere Familien, die linier der Benennung llzlirosamis, IIyd1u{)his verkommen. Diele Benennnng wird ihnen theils wegen ihres Aufcnlhalies im Wasser, tbcils aud) deshalb bcigclegt, weil sie, wie dies beim Weibchen des Chamäleons der Fall. durch ihre» ausgeschwelllen Bauch wie wasscrnichtig erscheinen, dal,er auch letzteres Reptil bei den Arabern cliabina ״Wassersüchtig" heißt, was auch mit dem hebräischen צמ ,;nt übereinstimmt. Nun glaube ich. das; bei besagtem Werte eine Buchstabcnversetznng staktgesnnden und עדוד , oder wie es im Midrasch verkömmt, הדאד- > v. Hyder, heißen sekl. Daß überhaupt hier ven einem Wasserthier die Rede, iss auch aus felgender Stelle (jerns. Thalm. Bcrach. V. p.!), zu ersehe». Es heißt daselbst: Wenn dieses Reptil einen Menschen gebissen, eilet es früher;um Wasser, — so stirbt der Mensch, eilet hingegen der Mensch früher zu diesem Elemente, so stirbt daö Reptil. Hiebei ist blesi zu bemerken, daß cs eigentlich umgekehrt beißen muß, weil wirklich mcbrcre Natnrserschcr den Biß einer giftigen Schlange für inkurabel halten. wenn der Gebissene vor Anwendung der Heilmitlel vom Regen durchnäßt werden oder durch einen Fluß geschritten ist. Zur Bekräslignng dieser Ansicht wellen wir nech feigendes ansühren: Zn der Götterlchre der Alten wird die Entstehung der lernäischcn Schlange (Hyder) dem Typhon und der Echidua (große Schlange) zugeschriebcn, deren Tedinng eine der 12 Aufgaben des Herakles war. (Hyg. fab. 30). Nun wird Typhon in der cgyptifchen Theologie auch unter dem Bilde des Krekedills dargcstellt, so z. B. entfiel) ec ans seiner bei der Isis gehaltenen Gcsangenfchast unter der Gestalt dieses Tbieres. (Plnt. Zs. Os. 164) Berglcichcu wir nun diese cgyptische Sage mit einer Stelle im Thalmnd (Ehelin 27, a), wo cs heißt: Di. Huna erzählt: Ich habe einst gesehen, daß eine Schlange mit dem Erdkrekedill (!צב) gelebt und ans diesem Zusammenleben sei daß Reptil עח־ד entstanden. Dieselbe Erzählung kömmt auch im Midrasch (Bresch. r. P. 82) vor, nur haben alle drei Thiere andere Namen dert, so wird da die Schlange griechisch (ד!כי(א—Achidna), das Erdkrokodill arabisch (})הדד) und das Arod das ״Geflekte" (הברבר) genannt. Das! diese thalmndische Erzähliing mit der obenerwähnten mytologischcu Sage über die Entstehung der Hydor buchstäblich übereiustimmt, sicht jeder von selbst ein. Typhou-Krokodill-Chardon —צם lebte mit der Schlange-Achidna in Gesellschaft und zeigte mit ihr die ^^עדור=(' ח־אד■ 3) בן נפילים• Landau gibt nach Bnrtorf dieses Wort mit Naupliilö, worunter die Nautilien zu verstehen, weil diese Thierchen auf ihren Muscheln wie auf Schiffen dahinscgel». Cs sind dies die sögenannten Cephalogoden, oder Kopffnsscr, wie der Tintenfisch und sonstige Perlmutter-Nautilieu. Mil Recht wendet dagegen Bochart (ibid. 1055) ein, daß diese Nautilien in ihrer ganzen Art und Gattung vom :צב ') Der Thalmud (Suka, 35, a) will sogar das hebräische הדד (III. 23, 40) vom griechischen ableiten; vielleicht ist dies auch mit Ps. 29, 4 nach obigem Midrasch der Fall. sich nntericheiden nur mit demselben, man «lag darunter Schalenthiere oder'Lazcrten verstehen, gar keine Achnlichkeit baben, Bochart erklärt daher dieses Wort mit ״Ricscnhen", Abkömmling großer Ungeheuer, wie das Geschlecht der Sinken vom Krokodill abstamincnd. Schon der Midrasch (Bresch. r. P. 26) hat die Benennung Riesen für Schlangen. ZndeS glaube ich, daß der Thalmud unter obigem Worte das Ebamälcen. ein ebenfalls zum Eidercngcschlecht gehörendes Reptil, vcrstcbt. Dieses Reptil hat besonders die Aufmerksamkeit der alten, wie der neucrn Natnrserschcr wegen felgender vier, ihm angeblich znkemmenden Eigcnschastcn auf sich gezogen. а) Der beständige Farbenwechsel, den cö zu jeder Zeit annimmt: daher bei den Alten das Sprichwort. Er wechselt seine Grundsätze wie das Ebamäleen. Diesen Farbenwechsel hielten die Alten für eine Abspiegelung der ober«, im Laufe des Tages sich verschiedcnartig gestaltenden Welken; nach den neuern Forschungen jedoch soll derselbe dl,rch eine lieber- und Nebcneinanderlagernng verschiedener Pigmente unter der Haut entstehen, wie dies auch bei der ZriS im menschlichen Auge der Fall. >1) Hat dieses Reptil einen doppelten Schsinn, jedes Auge bewegt siel, nnabbändig vom andern, kann daher mit dem einen schlafen, wabrend das andere wacht, eine Eigenschaft, die der Midrasch (Ende zum Hohenlicdc) dem Hirsche znschreibt. Auch steht cS beständig mit dem Kopfe nach der Höhe, als ob in die Welken sehend gerichtet, weshalb es auch die Araber, ״Magier", ״Souucuaub.ter" nennen. б) Ebenso glaubten die Alten, daß dieses Reptil keine Nahrung braucht und sich bloß von der frischen Luft nährt. Kimchi in seinem Wörtcrbuchc (rad. לילית) vergleicht cü in gewisser Veziehnng dem Salamander, weil jenes von der Luft '■*), wie dieses vom Feuer lebt. 11) Besitzt cS am Rücken äbnliche Erhebungen, wie die Höcker des KameclS, daher die Benennnng, Chamäleon, was, wie Bochart (ibid. 1081) sehr richtig nachweist, ein nach griechischer Weise gebildetes Diminutiv ist und מליון) i. 6. kleines Kamecl Da, wie wir oben nachgcwicsen, die vier bekannten Reptilien den vier Elementen zngeliören sollen, so hätten wir im Chamäleon daSjenige gefunden, welches der Lnftrcgion angehört (III. Eigenschaft). Die Benennnng בן נפולים scheint daher zu kommen: entweder hat es eigentlich גמליון־גמילים geheißen und נמ wurde in נפי verwechselt (III. Eigcnsch.); oder ist eö hier das griechische veipehj—״ffiolfett" und bedeutet ״Wolkcnseher" (II. Eigcnsch.), oder endlich auch ״Wolkensohn" wegen seiner Farbenabspiegelnng von diesem Elemente (I. Eigcnsch.) Was uns hierin um so mehr bestärkt, ist der Umstand, daß die alten griechischen Dichter die Titanen und Zentauren vkh vttpeA«!,׳ ״Wolkcnsöhne" nennen. Vergleiche Bresch. r. P. 26 ענלןים , die das Sonnenlicht verstellten. 4) Salamander. Unter den acht verbotenen Reptilien (III. M. II, 29) wird עכבר nach der jernsalcinitisch-chaldäischen Uebersetzung (S. Arnch) הלטאה nach der syrischen Version und הנשמה nach Pseudo Jonathan mit Salamander gegeben, hingegen ist dieses Reptil nach dem Thalmnd eine Abart des צב• Die Ansicht der Alten in Be« H Wenn Kimchi jedoch daselbst das Chamäleon einen Vogel nennt, so scheint er hiebei durch eine Stelle im (Berach. 6, b) irregeführt worden zu sein; es wird da von einem Vogel erzählt, der durch die Sonnenstralen verschiedene Farben erhält, was Kimchi irrthümlich auf das Chamäleon bezogen haben mag.