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Ben Chananja · 1861-08-02 · 31 (2.8.1861) · p. Seite 273

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
31 (2.8.1861)
Date
1861-08-02
Page
Seite 273 (sequence 5)
Language
German
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278 In der Kethuba wurde jedoch der Eid nicht erwähnt. 31■ G. VI. d. G. Levi b. Chabib Nr. 27. (33, 6). ') R. G. A. d. Letzter,! Nr. 26 . 27. *) Zekan Aharon Nr- 104. ג) R. G. 51. d. R. David b. Ziinra ed. Ven. 1, 233. 6) R. G. 51. Ginnath Waradim II. 1, 9, 10. ’) Reisen, hebr. AnSg. S. 103. ״) Eschkol Ha-Koser 5llf. 324. Ä. 120. a.: יודיע שאסור על האיש לקהת שהי נשים לצרור אהת מהן ,אבל יקה אותן על דרך אהבה ולא יבאיב לב ונפשאהת מהן ,אבל יקיים אהבתו על שתיהן ׳אף ש״ב ועונתן לא יגרע .מותר לו לקהת שתי נשים ויותר באלקנה להנה ולפנינה ודויד ע״ה מלבך ושופטיך. MmilemiM» im ijefimtc jiitlischer!Torheit. Von Dr. Earmoly*). 46. Salainon Löb Sandheimer ans Man Herrn- Unter den vielen edlen Zügen der Vaterlandsliebe, welche die Deutschen während des Kampfes für die Unabhängigkeit des Vatcrlandes erprobt haben, verdient das Benehmen eines Handelsmannes jüd׳ Religion, Namens Salomon Lob Sandheimcr zu Manheim, als nachahmungswürdig in diesen Blättern angeführt zu werden. Während viele seiner Glaubensgenossen in den Reihen der Befreier Deutschlands kämpften, widmete er sich mit dem Eifer eines Krankenpflegers den Diensten des großen, zu Mannheim während acht Monate bestandenen Feldhospitals. 5llö die sämmtliche Besorgung desselbcn öffentlich an den Wenigst,lehmenderr, bei einer großen Mitbewerbung von Leuten, die von einer solchen Uebernahme bedeutcilden Gewinn hofften, versteigert ward, drückte er durch sein 5lnerbieten de» Preis so tief herab, daß sich davon Niemand Gewinn versprechen konnte. Rastlos bot er nun 5Illcs ans, um unter der ober» Leitung der zwei neuen Vorsteher des LazarethS, des verdienten Oberartztcö vr. Jung und Oberaufstherö Frey, den möglichsten Grad von Reinlichkeit, guter Verpflegung und der sorgfältigsten Bedienung der Kranken und Verwundeten hcrzustellen. Er scheucte keine Gefahren für die Gesundheit um der besten Pflege der VaterlandSvertheidiger versichert zu sein. Bei jedem Wink einer möglichen Verbefferung wurden keine Kosten von ihm gespart, um sie zu bewerkstelligen. Russen, Preußen, Ocsterreicher, Bayern und Franzosen wurden alle, nach dem schönen Beispiele der beiden Hospital-Vorstände, mit gleicher Liebe und Sorgfalt von ihm behandelt. 5llö zuletzt die 5lnzahl der Kranken von vielen Hunderten auf wenige herabschmolz, fuhr er mit denselben bedeutenden Opfern fort, unbekümmert, ob ihm einst ein Ersatz für den offenbaren Verlust werde zu Thcil werden. Noch mehr: so oft eineAlizahl Genesener abgieng. gab er jedem ohne 5Iusnahme, aus seinem Beutel, ein, dessen Bedürfnissen angemesseneö Geldgeschenk. Oft habe ich mir daö Vergnügen gemacht. die rührende Szene zu beobachten, wo katholische, griechische irnd proteötantische Krieger, dem Israel, die Hände drückten und mit Thränen im 5lugc, unter der Versicherung, daß sie noch nie i» Lazarethen so gehalteil worden seien, ihm für seine nncigennützige, liebevolle Pflege dankten- Sandheimer ist überdieß kein besonders reicher Mau» und Vater einer zahlreichen Familie. Der Oberartzt der Zentrai-Verwaltung für Deutschland vr. Merram erkannte, als er unvermnthet daS Hospital zu Manheim untersucht hatte, die Verdienste dieses Unternehmens seltener 5lrt an, unv äußerte ihm diese Anerkennung nebst dem Beifall und der besondern Zufriedenheit des Grafen zu SolmS-Laubach, in einem sehr schmeichelhaften Schreiben vom 26. Juni 1814. Auch das Hospital-Verwaltungs- Kollegium, welchem einige angesehene und Vaterlandsliebende Bürger Manheims zur Oberaufsicht bcisassen, stellte dem braven Israeliten wörtlich folgendes Zengniß aus: ״Es sei ihm sehr angenehm, einem Manne, der sich einer so lästigen, und so wenig Gewinn abwerfendcn Sorge unterzogen habe, das pflichtmäßige Zengniß crthcilcn zu können, daß derselbe bei lieber- ״ahme des LazarethS, wo 959, so wie jetzt, wo nur noch 64 Kranke! sich im Lazareth befinde», dieselben mit größter Pünktlichkeit, mit den j abwechssclndsten Speisen, mit einem sehr trinkbaren Wein von zweier-! lei Gattung, mit einer solchen Reinlichkeit, besonders im WeiSzeug; ,״Id überhaupt mit einer Sorgfalt verpflege» ließ, die ihm nicht allein die besondere Zufriedenheit des Großherzogl. Kreisdirektoriums des diesseitigcn Verwaltungs-Kollegiums und vorzüglich der UntersuchungS- 5luSschüffc der Zcntral-Verwaltnng der Lazarcthe in Deutschland zu ן Frankfurt, sondern vorzüglich auch die Liebe der Kranken und die 5lch-! tnng der Stadt Manheim erworben habe. ״Wir müssen wünschen" j heißt cs in demselben, ״daß bei allen Lazareth-Anstalten ein so un-; eigennütziger Menschenfreund, als Verpfleger angcstellt wäre, der sogar bei Entlassung der Genesenen, dieselben aus seinem Beutel mit baarem Gelde für ihre Reise unterstützte." Auch der kaiserlich-russische Stadtkommandant Oberlieutenant von Bachmann, bestätigte mit seiner Unterschrift dieses ehrenvolle Zeugniß. Bescheiden hat dieser brave Israelit, belohnt durch sein inneres Bewußtsein, nie von diesen Zeugnissen Gebrauch gemacht; allein ein Deutscher, nicht jüdischer Religion, der den Zustand der Feldlazarethe aus vielen früheren Erfahrungen kennt 11. sachkundig ist, glaubte dessen edles Benehmen in diesem 5lrchive edler Handlungen, auch insbesondcrc als Muster für christliche Verpfleger ähnlicher WohlthätigkeitS- 5lnstalten ausbewahren zu müßen. (Fortsetzung folgt.) ') S. Nr. 29. S. 252. Ä8״ der -ZMMogralie eine» Miftincrs*). Aus dem Tagebuche. Vielgeliebte Eltern! August 837. Wie ein Rekonvaleszent seinen Lieben in der Ferne erst durch die Mittlieilung, daß cs schlecht um ihn gestanden, Auskiärung gibt, warum die Nachrichten von ihm so spärlich einlicfen; so gebe ich Ihnen erst heute nachdem ich G. s. D. alle 5lugriffc ehrenvoll znrückgcschlagen habe, durch das Geständniß, daß ich einen ganz ernstlichen Kampf zu bestehen hatte, 5lufschluß darüber, wie cS kam, daß ich mich Ihren in zwei Briefen ausgesprochene״ Rügen: so trockene und magere Berichte Ihnen zukommcn zu lassen, ohne von meinem Thun und Wirke» etwas zu erwähnen, anSgcsetzt habe- Bis zur Stunde konnte von einem Wirken, nicht einmal von dem eines Versuches die Rede sein, denn ich hatte große Wiederwärtigkeitcn. meine kaum angetretene Stellung ward in Frage gestellt. und wiewol ich wußte, daß die gegen mich gerichteten Pfeile sich abstnmpfen werden ohne mir Schaden zuzusügen, so wollte ich Sie doch nicht beunruhigen, denn nicht Falangiten ans einem Kontingent der Gemeinde stellen sich mir gegenüber, daraus hätte ich kein Hehl gemacht, daraus glaube ich *) S. Nr. 25. S. 220.

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