Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 30 (26.7.1861)
- Date
- 1861-07-26
- Page
- Seite 263 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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263 und Fuße» einige räthselhastc Worte geschrieben befanden. Sie sind uns überliefert von k'Icmcns /VIcxanckrinu3 in seinen ström, lib. 5. (Pag. 672 cd. Pottcr) und von Ilcsycliius. Dessen ursprüngliche TerteSkonstruktion jedoch bietet einige Abweichungen »nd eine Lücke gegenüber dem Tcrtc ('Icmcns /llcxanckrinns. Nach Ilcsycki'ils sind jene räthsclhaftcn Worte folgende: aski, kataski, aix, tetrax. dainnatncncus, aision. Sie klingen allerdings griechisch, sind jedoch trotz ihrer griechischen Deutung bei Clemens nr.d Ilcsycliius keineswegs ans dem griechischen Sprachsatze zu erklären. Es ist übrigens schon im voraus ganz unwahrscheinlich, daß die Worte, welche sich auf dem Standbildc jener Diana, einer nach der eigenen Ueberlieferung der Griechen von den barbarischen Amazonen anfgcrichtctcn Göltcrstatne, befanden, griechisch gewesen sein sollten. Am 'wahrscheinlichsten war daö Stammbild jener Diana ein Symbol der jährlich von der Sonne befruchteten Erde. Wir hätten demnach Baal-Aschera Kultus vor uns, wenn auch jene Diana keineswegs als reine Aschera zu fassen ist, sondern, entsprcchcnd dem lyrischen Baal, als Aschera und Astarte zugleich. Bedenken wir aber, daß dieser Kultus vorzügliches Eigenthum der syrische» Stämme (Semiten) war, so liegt auch die Deutung jener Uebcrrcste Efesischcn SchristthnmcS ans dem semitischen Sprachschätze ganz nahe. Unter Aendcrung der überlieferten Wortabthcilnng findet Stickel in jenen' geheimnißvollcn Worten folgendes Semitische: השבי כהת השני האש תתרצר אמן אמן הוא שאחי ציון d. (1. Blaßcs Dunkel ist meui Dunkel — Znm Feuer blick' empor vertranenSvoll — Jener Beständige ist'S. der strahlend Leben gibt. Der erste Satz bezieht sich entweder ans das Zwielicht des Mondes, des SymbolcS jener Diana, oder auf die sowol durch Schriststcllcr des AltcrthnmS als auch durch noch vorhandene bezügliche Monnmente beglaubigte Erdsarbe des Gesichtes, der Hände nnd Füße jenes Dianabildes, welches wie eben bemerkt, eine Symbol der jährlich von der Sonne befruchteten Erde war. — Erwägt man wie hebr. Worte im Griechischen transkribirt wurden (man vergleiche nur die Hcrapla des OrigencS) so liegt auch in der Umschreibung jener Efcsischen Worte am Ende nichts auffallendes. UcbrigenS ist vorliegende Transkription durch Beibringung ähnlicher Beispiele recht anschaulich gemacht*). D1\ Alois M ülle r. MamtiK Sod. Zur Beleuchtung des Frankel^schen Werks, von vr. Kämpf. Mit Ernst und Würde werden in dieser hebräischen Brochüre die Anklage und Verdächtigung Frankels abgewiescn, welche die Ehrenritter des Autoritätsglaubens, nach ihrem ethischen Grundsätze caluwniari aiickcntcr re. immerfort erneuern. Der Verfasser stellt sich ganz auf den orthodorcn Standpunkt, um die vulgäre Doktrin der Traditionslchre mit Frankels Darstellung in Uebcreinstimmnug zu bringen. Daß der Verfasser aber auch den mosaischen Ursprung der JnterpretatiouSregeln F. supponircn will, ist des Guten zu viel gethan. Kämpf — mehr als Rappoport auf die Streitpunkte selbst eingehend — unterscheidet ganz richtig zwischen den Midoth selbst, welche mosaisch sein können und ihrer Anwendung, nnd nur dieser lege Maiinuii keinen mosaischen Werth bei, wenn dabei kein biblisches Gebot zu Grunde liegt. Wenn nun auch Dnran (Sahar Harekia W. 2) der Meinung ist, *) S. Zeitsch. d. d. m. G. XIII. 289 ff. Red. M. Halle das durch die Midoth hcrgeleitcte immer für mosaisch, nur mit dem Unterschiede, daß solches nicht unter die Zahl der Gebote ansgenommen werden kann, so spricht M. selbst (Tnmath Meth 5,5) diesem entgegen. Ebenso hält M. die הלמ״כל mtr dann gleich den ה״ת wenn das Grundgebot biblisch ist, daher sagt er (ibid 2, lO) ולסי שטומאתו הלכה הדי היא ד״ת ולא ד״ס während er die h. Traditionen sonst ד״ס nennt (H. Schechita 5,3), was für die Praris von Gewicht ist. Ob mit dieser Ansicht alle Widersprüche in M.'S Jad gelöst seien, wollen und können wir nicht behaupten, wir berühren aber diesen Gegenstand nur deshalb, um die Aufmerksamkeit der orthodoren Bullenbeißer ans diese 11. ähnliche schwebenden Fragen zu lenken, mit deren Lösung sic sich sicher mehr Ruhm nnd Dank erwerben können. als durch bogenlange seichte Deklamationen und Protestationcn, womit sie ihre Blätter füllen, um ihrem unwissenden Anhang einen vcrdaulichen Brocken hinznwcrfen, die ihre geistige Suprematie zeigen soll. Deshalb setzen sic auch die Polcnük in deutscher Sprache fort, wenn sie überhaupt hebräisch schreiben können. lieber daö Kriterium, welches Maimnn zum Erkennen der הלמ״מ aufftcflt, sagt der Verfasser, daß eine Kontroverse nur bei solchen Objekten stattgcfnndcil, die nicht mehr im lebenden Gebrauch waren, oder in Vergessenheit gekommen seien. Daß nun aber Gesetze, die im täglichen Gebrauch waren, selbst bei den Gesetzeölehrern nur in Vergessenheit hatten kommen können, ist eine noch schwierigere Frage, die eine eingehende Untersuchung bedarf. In dieser und auch in der Brochüre von Rappoport berührt das Hin- und Hcrschwanken derselben in der F.'S Worten zugcbcnd.r Deutung höchst unangenehm, und wenn nur keine böswillige Absicht zu Grunde liegt, so wäre cS hier weit ehrenvoller, eine bestimmte Ansicht über den Sinn der Worte eines befreundeten nnd in der Nähe lebcndcn Autors — den der Herr noch lange erhalten möge — niederzulegcn, selbst ans die Gefahr hin vom Autor einen Widerspruch zu vernehmen. X. 1) Handbüchlcin für Lescschülcr des Hebräischen. Eine methodisch Gearbeitete hebräische Lesesibcl von vr. Emaipnel Hecht. Fünfte verbesserte Auflage, Kreuznach, bei R. Voigkländcr 186 l. 2) ממלת הלמוד- Hebräische Fibel für israelitische Volksschulen, (verfaßt von Brandeis). Wien. Im k. k. Schnlbücher-Vcrläge 186 l. Besprochen von Js. I. Rosenmeyer in St.-A.-Ujhely. Es gibt ganz kleine Bücher, die aber große Bedeutung haben. Zu diesen klein-großen Schriften zählt vorzüglich die Lesesibcl. Wenn es nicht in Zweifel gezogen werden kann, daß gute Werkzeuge für wclche Arbeit immer besser sind als mittelmäßige und daß es von keinem geringen Belange ist, wenn man durch den Gebrauch einer zweckdienlichen Fibel daö Lesegcschäft um einige Monate früher leichter und angenehmcr zum Ziele zu führen im Stande ist, so wird mau mir eS wol zu gute halten, wenn ich die Hccht'schc in 5. Anfl. soeben erschienene Fibel mit der in den österreichischen Schulen gesetzlich vorgeschriebencn vergleiche und beide nach den Gesetzen der Logik und Methodik beurtheile. Bei der Vergleichung der Hechr'schen mit der österreichischen Fibel ergibt sich schon ans der ersten Seile eine verschiedene Auffassung. Die österreichische Fibel beginnt mir den Konsonanten, die Hecht'sche mit den Vokalen. Wenn nun aber die Lanlirmethode beim Leseunlerrichte augewendet werden soll, worüber keine Meinnngo-Verschiedenheit mehr unter den Schulmäunern obwaltet, so ergibt sich, daß das Kino von den vollnnd helllautenden Vokalen weit mehr angezogen wird, als vom dumpfen Laut der Konsonanten, sodann ist die Form der