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Ben Chananja · 1861-07-19 · 29 (19.7.1861) · p. Seite 253

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
29 (19.7.1861)
Date
1861-07-19
Page
Seite 253 (sequence 5)
Language
German
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253 44. Ausgezeichnete Eigenschaften der Inden im unserem Z a 0 r I) 1111 fc e r t. Es ist nicht nöthig, sagte Herr von Gagcrn in der 2. Kammer der Landständc des Großherzogtlmm Hessen im Jahre 1821 , die Muster und Ideale edier Juden in LessingS gedichtete,11 Nathan oder im wirklichen MoieS Mendelssohn pi suchen. Die Beispiele stehen uns näher. Kein gebildeter Fremder Hai die Kaiserstadt während langer Jahre besucht, obne der Gastfreiheit der Frau von Arnstein, ihrer Wohlthätigkeit im grossen Maßstab, ihrer Großmnth gegen die landflüchtigen Throler, Zeuge zu sein, während dem sic von den Großen deS Landes vernachläßigt. oder kaum bemerkt wurden. Drucker in der Grafschaft Sayn, E i ch t h a l im Badischen sind oder waren wahre Wohllhätec ihrer »inliegenden Gegend. Und um aus das hiesige Land zurückznkommen, wenn cS ein angenehmes und erhebendes Gefühl ist, von den Seinigen die Fesseln abzunchmen, so muß es der alte Breidcnbach in Offenbach in großem Maße haben, der einen Thcil seines Lebens und seiner Wirksamkeit darauf verwendete, die Jndenschast in Deutschland des so drückenden Leibzolls zu entledigen. Diese Beispiele sind geeignet znm vaterländischen Lob, und werden znr Nacheiferung hingestellc. 45. Wohlthätigkeit der Inden in Bayern. Auch Herr Graser, köuigl. daher. Regicrnngö- und Krcisschnl- Math, sprach sich 1828 über manchen edlen Israeliten seines Landes ans. Daß cS unter den Juden so manche Edle gebe, schreibt er, welche sowol für's allgemeine, als für'S besondere Wohl d. Menschen wohlthärig wirke», daß Nathan der Weise sich auch an inchrcrcu Orlen nicht bloß ans der Schaubühne, sondern Wcltbühne befinde, mag außer Zweifel sein; und cS könnten auö feiner eigenen Erfahrung so manche Beispiele angeführt werden. Zu W... lebten zwei berühmte Bankiers, die HH. v. A. der eine als Jude, der andere übergctreten zum Christenthum. Der Jude genoß die allgemeine Hochachtung als ein durchaus rechtlicher und wohlthädigcr Man». Zu Bg. lebte ein reicher Jsraclite, der bei aller steifen Rechtglänbigkeit Wvhlthaten unter Juden und Ehristen in gleichen reichlichem Maße spendete, ja sogar ein Medikanten-Klostcr zu Zeiten unterstützte. Zn Bth. lebte ein Jude, welcher, weil er wegen Kränklichkeit nicht selbst Landwchrdienste leisten konnte, die Kleidung für mehrere unvermögende christliche Bürger unter der Bedingung bestritt, daß sein Name verschwiegen bleibe. Zn B.unterstützte ein reicher I n d e einen talentvollen christlichen Stndircndcn aus der Universität, damit er sich für seine Kirche auöbilde. Derselbe unterstützte auch christliche arme Schüler mit Schul- und Gesangbüchern. Der edle Jsraelitc, Herr Eduard Marx zu München, verdient aber hier besonders angeführt zu werden. Derselbe hat nach einer öffentlichen Nachricht den besten Beweis seines Interesses für das all gemeine Wohl gegeben, indem er, als sich's um die Errichtung einer Schule für die israelitische Jugend in München handelte, nichr nur seine Glaubensgenossen anffordcrtc, der königl. Negierung einen Beweis zu geben, daß sic für das wahrhaft Gute redlich gestimmt sehen, sonder» mit dem vortrefflichsten Beispiele vorangehend, zu dieser Anstalt sogleich ein Geschenk von 500 fl. bot. und außer seine,» pflichtmäßigen Gemeindctheil noch einen jährlichen Znschnß von 50 fl. zusagte, ohngeachtet er von dieser Anstalt für seine Familie gar keinen Nutzen zog. (Fortsetzung folgt.) Mtäflc M thMMlchm ", '' '' uh& MhertlMMiilte. Bon Rabbiner Lcop. Eisler. 109. In Bezug auf die Berichtigung des Herrn Dr. Qjcet (״Ben Ehananja" 3. Jahrg. S. G47.) Ad Nr. 104 müssen wir bemerken, daß es uns sehr gewagt scheint, das in den Targnmiin z. dent. 33, 12 vorkommende יהי מגן עלוהי״" im Sinne der thalmudischen Agada (Sebach. 54, a. Meg. 26, a) ״Binjainiu habe Schmerz oder Mühsal cnipsunden" zu erklären, indem das Wort מגן in der Bedeutung von ״Schmerz, Mühsal empfinden" sich sonst in der ganzen targnmistischen Literatur nicht findet, wozu also demselben eine solche gerade in unserer Targnmstelle vindizircn wollen? Auch darf ja der Umstand nicht übersehen werden, daß die Largnmisteu bei agadischen Auslegungen den Thalmnden und Midraschim ähnlich in laugen, weitläufigen Fräsen sich ergehen (wozu die vielen Stellen besonders int Pseudojonathan zu vcrgleichen); dieselben würden also auch hier, um die Agada des Thalmnd's l. c. erkennen zu lassen sich klar und deutlich auSgedrückt haben. Es unterliegt daher keinen Zweifel, daß unser Largum nichts anderes, als die einfache Uebersetzung der TcrteSworte enthält was das im aramäi« scheu gebrauchte מגן betrifft, so wären wir wol eher geneigt, dasselbe mit Sachs (Acitr. 2. S. 114) aus dem griechischen tiayyavov zu erklären, welches Gaukelspiel, eitles, dunstiges Wesen, also das, was j umsonst, vergeblich ist bezeichnet, wenn jedoch von Sachs l. c. bchaup- , tet wird, daß מגן nur in Gerbindung mit "״על stehe, so beruhet dftß | wol auf einem Jrrlhume, indem die vielen Stellen, sowol im Onkelos, als in den andern Targnmim gegen diese Behauptung sprechen. Vergl. Onkel, z. Gen. 26, 15 Erod. 2l, 2, 11 Jonath. z. Jcs. 52, 3, 5 und sonst. 2 איזגדין .10 נ. Bedeutet nicht ״Erdscholle, kleine Klippe, uneben" wie Landau übersetzt, sondern" Stcinhanfeu "גלום wie Aruch. In unscrn Midraschausgabcn" jedoch (Der. r. Absch. 74 Sekt. 1) ist איזנריץ (mit ר,״) zu" lesen, welches ohne Zweifel die richtige Lescart. Es ist nämliche ד) אידגרין für 'ד wie öfters) von גל—דגר (vergl. die Targumim und Aruch Artik. רגר) mit 'א prosthotieum. ni. אל י ת• Ist kein ״musikalisches Instrument, wie Landau glaubt" das mnsik. Instrument zu welchem Aruch s. v. eine ausführliche" Erklärung gibt, ist das von demselben angeführte אדום (s. das.) אלית hingegen erklärt er ausdrücklich durch ״אשד. שמלאכתה לכך לקונן״ das ist ״Klagesran", daß dieß die richtige Bedeutung des Wortes, geht ans dem Inhalte der Mischnastellen Kelim 15, 6. 16, 7. die Landau wahrscheinlich nicht nachgelesen hat, ferner aus Targ. Jonath. z. Jer. 6. 17. unwiderleglich hervor. Bergl. auch Maimuui. Rasch, Bertinoro und 01. L. Heller ad I. 0. 112. א נבט אות• Unstreitig ist אנטיכאות zu lesen (s. Mussasia) welches ans ^/«,?^Mauer cnstanden. lieber die Borshlbe אג (,»"») siehe Rappo- Port Erech killin S. 106, 122. ns. א ג ו ל מ ו ם• Aruch, Raschi und Landau verstehen unter diesem Worte ״Stadtschreiber." ES ist aber wol nichts anderes, als das 0*0«»,» אקונומוס- 644511

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