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Ben Chananja · 1861-07-05 · 27 (5.7.1861) · p. Seite 237

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
27 (5.7.1861)
Date
1861-07-05
Page
Seite 237 (sequence 7)
Language
German
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"»»® »« ולזכר לשמו עליון בכל דבר שבקדושה הדשה בארץ dig erschien. Es enthält ans Blättern mit doppelter hebräischer Pagiuirung -- wozu noch 6 Bl. Titel. Vorwort, zwei Gedichte zum Lobe des Verfassers. Empfehlung da Modcna'S ') und rabbinische Gutachten (s. die hebräische Beilage) koniineii — 33 Pieren, und zwar: crei stimmige, I. Kadisch, 2. Ps. 128. 3. Borchn, 4. Ps. 82, 5. Ps. 12, ü. אלה מועדי ה׳: Vicrsti IN Nt ige. 7. Kcdnscha, 8. 9 ,א7חים השיבנו. Ps. «!7, 1». Ps. 137. 11. Ps. 146: sünsstimmigc, 12. Ps. 128, 13. Ps. 8, 14. Ps. INO. 15. השכיבה, IO. Kadisch, 17. Ps. 126,18. Ps. 121, 19. יששום מדבר וציה; sechstttmmtflc, 20. Ps. 127, 21. Ps. 124, 22. ברוך הבא .23 ,אודך, 24. Ps. 29: sicbcnsti III NI i g . 25. אפתח נא שפחי; a ch tst i INmig. 26.אדון עולם .29 ׳אפתה שיר בשפחי .27 ׳אין כאלהינו, 30. Ps. 112, 31. Ps. 111, 32. Ps.!»2. 33. למי אהסוין לעשות יקר. Es scheinen aber einige unwissende Frömmler, die alles Schöne vcrpönen, sobald cs dem Hergebrachten widerspricht, gegen den musikallfchcn Gesang nach Noten sowol in wie außerhalb der Snnagoge religiöse Bedenken geäußert zu haben-׳); R- Jehnda Arje da Modena ließ daher ein von ihm im Jahre 1605 in Ferrara verfaßtes, von den venetianischen thaluiiidischen Zclebritäten B c n-Z i o n Z a rfa t i , L. Sar a v a l, B a r 11 ch b. S a in » c I, E s r a Fano und Jehnda F a n o approbirteS Gutachten über die Erlanbniß. den musikalischen Ehorgesang in der Synagoge zu gebrauchen. abdrucken, das in seinem gan-;en Umfange hier als hebräische Beilage folgt. j Das Werk, früher Eigenthnm des Obcrkantors Prof. Sn l z e r, > gehört jetzt der k. k. Hofbibliothek, nnd wir überlassen es Musikern von! Fache, den Werth der Kompositionen de Rossi's zu benrtheilcn. Biel-! leicht ist ein italienischer Gelehrte in der Lage, über die übrigen gedruckten! Kompositionen de Rossiö, ans welche da Modena anspiclt, etwas j Näheres mitzntheilen 6). il ü i g e i) 0 r 11' a r 0. Von Ernst Wchli. Hr. BczirkSrabb. Vr. Dusch a k, einer der verdienstvollsten Mitarbeitcr d. B. Eh. hat in d. Bl. (S. 157. 158) einige biograsischen Notizen über Ab. Karo mitgethcttl. Ich erlaube mir, zu seiner werthvollen Arbeit einige Ergänzungen hinzuzusügcn. 4) In dieser Empfehlung berichtet da Modena, daß sein Sohn! Sebnlun im Alter von 21 Jahre vor sechs Monate erschlagen wurde. ׳ Da er, wie er daselbst sagt, daö Werk korrigirte, so kann man mit > Recht schließe», daß da Modena in seiner Vielseitigkeit auch musikalische ■ Bildung hatte. (S. Bcch. Ha-Kabb. XVI. Red.)! 5); ולהסיר מלב העקוב כל טינא אם באולי ימצא בבני | הגולה איזה אחר מן המרחיקים כל הרש וכל בינה אשר אין! להם הלק בה יחפוץ לאסור אסר דבר זה מדגריס ולא דייק ן ראיתי להעלות פה על ספר אשר כתבתי בת״ש זה י״ה שנים בהיתי מרביץ תורה בק״ק פיראר״ה יע״א לסתום פה דובר בלבלה בנדון זה וחתמו עליו כל גאוני ויניצי״אה אשר בימים j .ההם Empfehlung da Modena's.! fi) Fotia, Biographie des Musiciens (bei Steinschneider Orf. Katalog s. v. Salomo de Roffi) zählt folgende Werke unseres Autors j aus: 1) il priino libro dello canzonetto a tre voci, Von. 1589; ן 2) il aecondo libro , Ven. 1592; 3) il priiuo libro di madrigali : a ciuiiue voci, Von. 1596; 4) Sonate gagliarde, eroodi 0 correnti a due viele col basao per il cerabalo, Ven. 1623. — Bei dieser l Gelegenheit will ich Herrn Lelio della Tore darauf aufmerksam machen, | ' R. Abigedor war n i ch t Obcrrabbincr in Prag. Denn I. kommt er in der Liste der Prager Oberrabbinen nicht vor; 2. trauert er i» der Sclicha את כל התלאה״" über den Tod eines Oberrabbinen, den er übrigens nicht nennt; 3. zeigt seine Grabschrift (Gal Ev v. Koppelmann Lieben S. 1 Nr. 2) daß er keinesweges die Würde des Oberrabbinates in der Prager Gcnieiiide bekleidete. Hier heißt cs bloß, ״daß er sich in Gesellschaft Vieler und Einzelner mit der Thora beschäftigte", ״daß er in der Thora belesen" und ״in seinem Volke angesehen (נשוא פנים) war." Von dem Oberrabinate ist hier nicht die Rede. Dagegen wird er in der ebcnerwähntcn Grabschrist als Poet (׳(פייטן als Bibclkenncr und als Man» von hervorragender wissenschaftlicher Bildung gefeiert: המשכיל שיר ידידים. בקי ככל ספרי החכמה ובספרי הנלקרא. Er war beim Könige Wenzel und bei seinem Hofe sehr äugesehen, wodurch es ihm gelang, allerlei גזרות von seinen Brüdern abznwenden und dieselben zu vereiteln. Die Verfolgung im Jahre 1388, welche die Selicha את כל התלאה zum Gegenstände hat, fand zu einer Zeit statt, wo König Wenzel nicht in Prag, sondern in Eger war'). Aus sein Ansehen bei Hose zielt wol das Epitheton ׳נשוא פנים R. Abigedor war ferner Mitbegründer der הברא קדישא '*) oder des heiligen Bundes (znm Zwecke der Krankenpflege und der Lcichenabstattnng). Es ist bis auf den heutigen Tag Sitte, daß der Prediger in Begleitung deck GemeindcvorstandcS am Rüsttage des Schcwat-NeumondcS (ער״ח שבט), welcher für die Mitglieder der Ehewra ein Buß׳ nnd Fasttag ist, nach abgchaltcuer Büßpredigt zu den Gräbern der Hauptgründer dieser Ehewra wallfahrtet, wo ein in späterer Zeit für diesen Zweck verfaßtes nnd vorgeschriebeneS Gebet vrrrichtet wird. Bejuchl werden nun die Gräber des ״hohen" R. Löwe b. Bezalel, des K. Simon Spiro Frankel, und unseres R. Abigedor, indem diese Männer als Hauptgründer der Ehewra verehrt werden. An sie wird auch i» der Einleitung des Gebetes wegen der etwaigen unbewußt begangenen Uebcrtretung der von ihnen getroffenen Einrichtungen jcine feierliche Abbitte gerichtet. Die Volkssage, welche dem Gebete auf R. A.'ü Grabe eine besondere Wirksamkeit gegen גזרות zuschreibt, mag wol dem Einflüsse, dessen sich N. Ab. bei Lebzeitcn am Hofe des Königs Wenzel erfreut hatte, seinen Ursprung verdanken, indem man nicht anshörtc, sich denselben auch nach sein«,!, Tote als ״Meliz Joschcr" zu denken^). lieber seinen Familieniiameii gestatte ich mir noch folgende Bemerkungen. Inder Volkssprache lautet derselbe allerdings Kro; ich glaube aber, daß Karo anSzusprechen sei. Diese» Namen führten 1׳ekanntlich viele sefardische Inden, unicr Anderen auch der berühmte R. Josef b. Esraim, Vers. d. Beth Josef und d. Schulchan Aruch '). Nun könnte es zwar auffallend scheinen, wie eine sefardische Familie nach Prag gekommen sei.' Allein ist es notorisch, daß Prag wirklich einst eine sefardische Gemeinde hatte, und daß die Altschul (d. jetzige Tempel) vormals die Synagoge der sefardischen Gemeinde war. Ich glaube ferner, daß viele noch jetzt Vorhand. Familiennamen v. jener Gemeinde herstammen. Ich erinnere nur an die hochverehrte Familie Ieruschalmi"). In meiner, in diesen Bl. bereits besprochenen klei nen Ehronik kommt ein NegierungSdekret vor, worin die Frage ventilirt wird, ob ein Mitglied der sefardischen Gemeinde Gemeindevorsteher werden dürfe Ä). Der Umstand, daß sich im sefardischen Machsor Gebete von nnserm R. Abigedor finden T) erhebt unsere Vermuthung , daß derselbe Scsardi gewesen, fast zur Gewißheit. Schließlich muß ich noch daß der Kommentar des ראב״ד zu de» dem Sifra vorauSgeheuden 13 Middot Livorno 1781 in dem Sammelwerke לשון חכמים (m meinem Besitze) gedruckt ist, was übrigens auch dem ueuesteu Kalilogisteu entging.

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