Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 27 (5.7.1861)
- Date
- 1861-07-05
- Page
- Seite 236 (sequence 6)
- Language
- German
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236 ״Wind", nri-rwach-atun ״Wedel." Hieran knüpft sich der Begriff des Duftens (הריח ,ריח), dann der im Arabischen besonders hänfige Begriff des AnsrasttnS, der entweder in der Sitte, wahrend der Abcndkühle sich der Ruhe hinzugeben, oder in dem tiefen Anöalhmen des der Ruhe Genießenden seinen Grund haben durste. Was den dritten Ausdruck נשמה betrifft, so ist besonders das Arabische lehrreich, wo nasarmin, uasimun ״linder Hauch deS Windes״ nasamatun ״Athmen, Aufathmen" bedeuten. Mit dieser Sprachanschannng ist znsannnenzustellen der Umstand, daß dem ersten Menschen das Lcbcn, die Seele eiugehaucht wird, und der allgemein verbreitete Glaube, daß mit dem letzten Hauche daö Leben aus dem Leibe entschwindet. — Sinnig nennt der Semite die Seele ״daS blasende - hauchende — athmende Wesen." Mit dieser Anschauung steht der Semite nicht allein da. Auch dem Indogermanen gelten Seele, Geist als die ״hauchenden, athmenden." — Das lateinische anima, aniraus sind Wurzel ha sc verwandt mit dem griechischen «/•,!״//*׳ ״Wind", abstammend von einer Wurzel an, die sieb im Sanskrit mit der Bedeutung ״wehen, blasen" findet. Das griechische #vp׳s״ ־Leben, Lebenskraft, Much" entspricht dem sanskritischen diiumä, dem lateinischen iurnns und geht auf eine Wurzel dlm zurück, an der im Sanskrit die Bedenrnng ״erschüttern, hin und herbewegen" (wie es der Wind ihnt) haftet. — Auch dieselbe Wurzel führt auch daS slavische dusa (anS ducliya entstanden), dessen Zeitwort noch beut zu Tage die Bedeutung ״akhmen" in sich schließt. Das griechische ״Seele" weist auf v׳l7c״ ״hauchen" ״achmen" — dann ״abkühleu" (vergl. kalt), ebenso wie auf nnai. — Auf dieselbe Anschauung führen uns auch daö sendische urvvan und daö nenpersische rovvan. Mit den Begriffen ״Seele, Geist" hängen die Begriffe für ״sein, eriftiren" zusammen. Auch ihnen liegt die Bedentung ״blasen, athmen" wesentlich zu Grunde. -- Das hebr. היה geht offenbar, wie das syrische הוא beweist, auf הוה zurück, was ich mit dem arabischen liawaun ״Luft, Hauch" dann liavvan ״Liebe" (vergl. lateinisch aura ״Luft" und ״Gunst)" zusammenstelle. - Die Grundbedeutung von היה*) wäre somit ״blasen, athmen." Dieselbe Anschauung ruht auch in dem lateinischen 68-80 ״sein" (vergl. damit griechisch bct-ti) deren Wurzel sanskr. ss ursprünglich ״hauchen, leben" bedeutet. — Bon ihr kommen her im Sanskrit asu ״Leben" asuva ״lebendig" daö im Send aliura lautet und in Berbindung mit maxdao ״Weisheit" als ainno maxdao ״lebendige Weisheit", gewöhnlich Ormuxd genannt, allgemein bekannt ist. Das griechische qivm f lateinische l'n-i, sanskr. bbu hängen mit ua-ß■«« zusarmnen, daö ״blasen, wehen" bedeutet. Im Arabischen ist daö dem hebräischen היה entsprechende Zeitwort ״sein" nicht vorhanden, sondern dafür das kana (=kawaua) im Gebrauche, das dem hebräischen מן entspricht. — Letzteres ist zwar in dem ursprünglichen Sinne ״stehen, feststehen" nicht nachweisbar, läßt aber diese Bedentung anS dem Pilpel ״ כונןfeststehen machen" : stellen unt» der Partikel ״ כןso" errathen. — In dieser Beziehung ist die Konstruktion dieses Zeitwortes im arabischen lehrreich, wo eS daö Prädikat stets im Akkusativ zu sich fordert, ein Zeichen, daß eS nickt ein abstraktes Verbum des Seins, sondern ursprünglich ein ganz konkretes war. Die Bedeutung ״sein" hat sich anderswo aus der des ״Stehens, Feststehens" entwickelt. — So hängt das neupersische bestem ״ick bin" mit dem griechischen i'nTijfu (im Sanskrit ti-stha-mi) ״ich stehe" zusammen, wovon die Wurzel in dem sanskritischen stlia, latein sta-ro ״stehen" zu suchen ist. -- Daö Griechische gebraucht auch oft das?(TTtipt schlechtweg für ״sein" (vergl. Eiiriimles Phocnissen V.!)68 (ed. Nauk) Sophocles Tracliinierinnen V. 114f> ed Sclineidewin.) und die romanischen Formen für sein italien. staro, spanisch estar, sranzösisch etro sind sämmtlich ans dem lateinischen staro entstanden. Allen diesen naiven Sprachanschanungen wird Niemand eine gewisse Tiefe der Empfindung absprechen. Sein faßt der Naturmensch als ״Blasen" — ״leben" oder als die Folge davon ״stehen" -- ״ausrechtstehen", ebenso wie die Seele von ihm in jener Form gefaßt wird, in der sie im Leben im Gegensätze zum Tode sich am sinnfälligsten offenbart — im Äthmen. — An dieses ״athmende Wesen" des naiven Naturmenschen haben die folgenden Zeiten alles jenes geknüpft, was wir in unserem Innern in der Form des Bewußtseins wahrnchmen und obwol die Bezeichnung die eine und dieselbe geblieben, hat fast ein jeder einzelne etwas anderes sich darunter gedacht. Zur H'sfhichlr ih’s fpagopfcn f,יי ״ ׳ nebst einer hebräischen Beilage. Bon Dr. Adolf Ielli » ck. Om letzte» Viertel des l(i. Jahrhunderts lebte in Mantua Salv IN o de Nossi (פלהאד״רכלים), ein trefflicher Musiker nnd Kon, ponist, der durch seine Kompositionen im weltlichen Genre das Wohlwollen der Herzoge von Maletäa sich erwarb '). Die fürstlichen Gnadenbcweise befriedigten ihn aber nicht; er wollte seiner Kunst ein höheres, preiöwürdigeres Ziel stecken, sie der Verherrlichung des Gottesdienstes widmen. Besonders waren es die Psalmen, die Lieder Zion's die lein frommes, lnnstlerischcs Gemüth zur mnsikalischen Dichtung begeistert hatten ׳). Nachdem mehrere seiner gottesdienstlichen Kompositionen beifällig ansgenommen nnd von vielen Privaten gesnnge!! werden waren a), entschloß er sich, besonders aus das Zureden Mose Salem's (סלם) nnd Jehnda Ar je da Modena's ei» Gesangbuch für die Lynagoge mit renen nnd Nvccn heranszttgeben, das IliLl) in Quart unter den Titel: אלמו — השירים אשר לשירמה מימיריםושירוה ותשבהות אשר הביא בהכמת הניגון והמוסיקה לשרשה ר׳ ה׳ ו׳ ך ה׳ כ״מר שלמה מהאדומים יצ״ו מדרי ק״ק נזנטובח להדדית רה׳ רוממות דוכסי ( י (serenissmשררה ארה פני בהידורה (״ מנמובה גם מאשר לפנים יחי עוד לנצח אשיר בחיים היום .• . . ומצאו הן הבורי ו במוסי׳/קה מלשון אחררה אשיר בספר הוהקו אצל אשר לא מישראל־" המה ועד־1 ערבים בתוכם חלו כנורחיהם ויאמרו ה׳ פוקח עברים. Empfehlung da Modena s. תמיד הגדלתי והוספתי השתדלות להגריל מומורי. (י דוד מלך ישראל ולהאדירם. Vorrede und Dedikation des Verfassers. a) Da Modena s Empfehlung. י) Offenbar hängt mit היה auch ״ היהleben" zusammen- 1814