Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1861-06-28 · 26 (28.6.1861) · p. Seite 226

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
26 (28.6.1861)
Date
1861-06-28
Page
Seite 226 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2542917-2543023-2543050--2169-2545919
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

226 klar vor Augen, daß dessen Eristenz vor der Einwirkung jener Faktoren geradezu unmöglich erscheinen muß. Die Annahme aber, daß der ganze Apparat der Paradosis zu irgend einer Zeit aus dem Biblisch-Hebräischen in'S Thalmndisch-Hebräische übertragen wurde, ist vollends viel zu abentheuerlich, um eine Widerlegung zu verdienen. Auch läßt sich der Ursprung und der Entwickelungsgang der Traditions-Terminologie so klar Nachweisen'^), daß über die Zeit der Entstehung derselben kaum ein Zweifel übrig bleiben kann. Die Wortführer der vulgären Traditionödoktrin bcschränken sich darauf, den mosaischen Ursprung der Tradition zu akzentuiren, ohne zu bedenken, daß dieser Ursprung unbedingt zugegeben werden kann, ohne daß dadurch die Einwürfc beseitigt, oder auch nur geschwächt würden, welche die Sprachkunde, die Chronologie, die pragmatische Geschichte gegen jene Doktrin erheben. Soll die jüdische Theologie diese Wissenschaften gänzlich ignoriren, um sich dem Gespötts der Denker preiszugeben? Soll daö Horazische 6״r6llat Mä36u8 Apella“ aufgefrischt werden? Wird dies von Israels Weisheit und Einsicht zeugen in den Augen der Völker (5 M. 4, 6)? (Fortsetzung folgt.) Anmerkungen. ') S. d. Nachw. b. Saalschutz. Archäologie der Hebräer 1, 349. Die Mischna führt den Ursprung der Schrift auf den Abend des letzten Schöpfungstages zurück, wie Ab. 5, 6. schon in dem Rasch i zugeschriebenen Kommentare und von Menachcm Meiri richtig erklärt wird. '0 In der Miichna (Gitt. 6, 7) wird die Möglichkeit voraus gesetzt, daß d. hohe Senat zu Jerus. des Schreibens unkundig sei. Chul. 9, a.: 3 Dinge lerne jeder Schrifrgclehrte: schreiben, schlachten und beschneiden. s) 5. M. 31, 10—13. Seit der haSmonäischen Zeit geschah die Vorlesung durch den ILandessürsten; die vorgclesenen Abschnitte der S ch r i f t hießen daher KönigSparascha: Sota 7, 8. Tosifta Absch n- 1. bab. Gem. 41, aff., sic waren sämmtlich dem 5. Buche der Thora entnommen. Für das, was Maim. Chag. 1, 6. sagt, ist der Quellen - Nachweis noch zu liefern. Es verdient bemerkt zu werden, daß die bezüglichen Schristverse in unserett Sifre-Ausgaben ganz unbeachtet geblieben sind; vielleicht wäre in handschriftl. Sifre's Aufschluß zu finden. ') Gcscniilü, Geschichte der hebräischen Sprache und Schrift, §. 12. Zunzgottesd. Bortr. 22. 5) Gcsenius, Bon d. Quellen d. hebe. Wortforschung. XX IV. Anal. 59. Geiger, durch Tradition erhaltene Bedeutungen (Zeitschr. 4, 223.) Das im Traktate Jcbamoth häufig vorkommende, bisher mißverstandene מאמר bedeutet offenbar ״Berb indu n g" (s. Meher'S Wnrzelwörterbuch S. 279: אמר. znsammenbringcn, znsammenschließen), 4. oraus die einzig richtige Erklärnng von 5 M. 26, 17, 18. folgt. 5. bes. Luzzatto, Prolcg. §. 79. L. B. 8, 2 ff. Knfari 3, 67. 0) Jer. Sabb. 1, 3. Ende angeführt v. Luzzatto, Prolcg. §. 78. L. B. 7, 832. B. Kama 63, a. N. J.'huda I.: בארץ ישראל ׳לשון סורסי למה? או לה״ק או לשון ייוניח Der darauf folgende, dem R. Jose zugcschriebene Ausspruch gehört ohne Zweifel dem R. Josef b. Ehijja in Pumbaditha um 319. Sifre 5 M. 48.; D. Dorschr. מדבר עמו בלה״ק welche sich auch in der Tos. Chagiga I. findet, (s. Sef. Ha-Rikma IV). fehlt aber Snkka 42, a. R. Ha-Schana 26, b. Maim. Mischnah-Kommentar. Ab. 2, 1. י) Dukes zur Kenntniß der neuhebr. relig. Poesie Seite 1—5. Mortara in Jost'S Aunaler 1840, 209, 216, 224. Duke», rabb. Blumenlese 245—259. *) Hieher gehören die Verba התריע ,התחיל יתרם, so wie das Genus v. שרה und And., was den Frankogcrmanen gar nicht anffiel, unter den Spaniern aber schon frühzeitig vertheidigt werden mußte. S. Ha-Rikma VIII. Maim. Mischnah-Komm. Terum. 1 , 1. Geigcr'S Spr. d. Misch». 0, 23. Der Kanon: לשון תורה לעצמה לשון הכמים לעצמן (Ab. Zara 58, b.) konstatirt bloß die Thatsache. ohne dieselbe zu rechtfertigen oder zu motioiren. R. Lipm. Heller schenkt unter allen Mischnahcrklärcrn diesem Kanon die meiste Aufmerksamkeit; s. Erub. 10, 13. Joma 7, 5. Temura5, 1. Tamid 5, 3. Ohol. 9, 15. ׳) Man denke nur an 1) צפנת פענח ׳אברך M. 41, 43 45), 2) טוטפות M. 13, 10),3) שעטנז M. 19, 19) und Stelle» wie 1 M. 6, 3. 49 , 10. 5 M. 22. 9. 32, 5. u. a. m. '״) Gcsenius, von d. Quellen d. hebr. Sprachforschung, X XV., כנה ,חרצנים ,רגלים. S. 3 M. 7, 18. und den Meammer das. die Erklärung von רמע Mechilta zu 2 M. 22, 28 (Seh Jcnachamenu 60, b). In 3 M. 22,7.:ובא השמש וטהר wird das Schlußvcrb. nicht auf die Person die rein wird, sondern auf die Sonne bezogen (Berach. 2, a. b). Vergl. d. Ausl. v. 5 M. 25, 6in d. Bar. Jeb. 24, a. die merkw. Anw. v. 2 M. 22, 14 in den thalm. Verfügnngen B. Mezia 97. a. ") Die Verwechslung von Kal und Hifil in 2 M. 23, 2. welche schon in der Mischnah Sanh. 1, 1. vorkommt, und Chnl. 11, a. wiederholt wird. Ob 5 החוצה M. 25, 5. als Adjektiv oder al» Adverb aufzufasscn sei, ist nach der bab. Gemara ein streitiger Punkt zwischen den Schulen Schammai'S und HillelS (Jebam. 13, b). Hieher gehört auch die Diskussion über דברה ת1רה כלשון בני אדם (Kidd. 17, b. und d. Parallelst.) so wie überhaupt die Wortpreffioncn der emfatischcn Schriftauslegung. Die apologetische Eregese der neuern Zeit geht meist von willkürlichen Borauösetzungen aus. ״) Man denke nur an d. Namen d. verbotenen Vögel 3 M. 11, 13—19. Hier wird auf die Tradition im Allgemeinen großes Gewicht gelegt (מטרת, Ehul. 63. b), und doch gibt dieselbe über das Spezielte keinen Aufschluß, lieber die Beschaffenheit der Karctstrafe herrscht undurchdringliches Dunkel, das v. d. Tr. nicht erhellt wird (Raschi Sabb. 25, a. Tos. Jebam. 2, a. vertreten die materialistische, Maim., Teschuba 8,1., Nachman., 3 M. 18, 29, und Mendelssohn, 4 M. 35, 31., die spiritualistische Anschauung.) Der ältere Scholar-Usus am Neujahrstage ist streitig. Nach R. Serachja Ha-Levi fand das Blasen, welches jetzt für so wesentlich gehalten wird, daß es auch im Hamburger Tempel beibehalten blieb, im thalm. Alterth. gar nicht statt: ומה לא הי׳ כן.שנהגו לתקוע כל התקיעות כשהן יושבין בזמן רבותינו הכמי התלמוד אלא כנהג הוא ׳ שהנהיגו דורות האחרונים משום חולין ומשום אנוסין Rosch ha-Schana, Abs. 3. ';') Pea 2, 6. Die Erwähnung der Qnaderhalle berechtigt zu der Annahme, daß das. von R. Gamaliel I. die Olcbe sei; s. Juchaß. ed. Krakau 63, a. lieber die Verbindung der Paare mit den Profeten s. Ben Ehan. I, 200. DaS ausführlichere und daher wol jüngere Verzcichuiß steht bekanntlich an der Spitze der Väterabschuittc. Sauch 56, b. und Aboth de Rabbi Nathan Abschn. 1. ") Beth Ha-Bechira 2. 2. Aboda Zara 1, 3. Sanh. 2, 1. הפיאות s. K. M. das. More 1, 71.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.