Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 25 (21.6.1861)
- Date
- 1861-06-21
- Page
- Seite 219 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2542917-2543023-2543049--2161-2545910- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
219 Kommentar jh beut Traum des Scipio (Buch I. Kap. 2) aufmerksam machen. Manches über Allegorie überhaupt findet sich daselbst, welches für knltnrhistorifche Zwecke brauchbar ist. ') Wenn wir nicht irren hcißl'S von R. Ekiba, das er predigte דברים שלא שמעתן אזן מעולם. ") Brql. z. Bin Pefikta Kap. 11 eine Allegorie über das Wort 'ל Das ל ist der qrößte Buchstabe, "י der Kleinste ». s. f. ") Bcryl. M cnachoth (2!), b.) die Worte ">מ״ט המרי" ל לבגר — Arabische G'elehrte haben ebenfalls die Form der arab. Buchstaben alle>t0ristrt. Berft l. Sharastani deutsche Uebcrsctznng IS. 110 "י) Unter den Na »icii 01טי □בי דבי אחונא bekannt. P l utarch (im Ga st mal. w.enn wir nicht irren) hat ähnliche Ertravaqanzen ans alter Zeit. ") Im N. G. A. AlstNUl'S (wenn wir nicht irren) findet fich aber den Ausdruck ״wo sich Hir»mel und Eide küfsen" eine fisikalische 1jrfUuit»(]. '־) Man vergl. manche Erklärungen von MaimonidcS in Pirkc Hazlacha und in dem Brief an desicn Sohn. 2>n G. A. d- Naschbaz Thcil III. tz. 20 ist eine stitcrcssante Stelle über Allegorie überl,aupl. ") Bergl. Likk. Sohar Nr. 00. Herr I. Stern der eine Analyse des Sohai in diese» Blättern gegeben hat, könnte eine systcinatischc Uebersicht der Allegorien des Sohar irgendwo geben. ") Bergl. ha-Manhig (S. 15. 17. Ev. Berlin). Bergl. unsere Blumcnlesc S. 25, Note 2. lieber manche Bezeichnungen für Allegorie haben wir in nnscrm Salomo bei! Gebirol S. 110 gesprochen. Einige literarische Expositionen haben wir im Ha-Magib (1800 Seite 70) gegeben. '׳'') Unter andern von Philo (der Tugendhafte ist frei) angcführt. Bergl. Misere Blumenlcsc S. 149 Nr. 242. ITier Hcctorac fefc aus Den 8))tiirijra Safaino's. Daö Buch der Sprüche gehört zn Den köstlichsten Vermächtnissen deS israelitischen ÄlterthumS. Den Werth und die Erhabenheit dieses Sprnchschatzes hat in neuerer Zeit besonders Um breit hervorgehoben (1826). Gramberg glaubte dieser Verherrlichung der alten Spruchweisheit Israel'S entgegentreten zu müssen (1828), aber auch seine systematische Ordnung der Sprüche wird einem künftigen Bearbeiter, der sich seine Methode aneignet, sehr willkommene Dienste leisten. WaS weder Umbreit noch Gramberg hervorhebt, ist die bedeutende zumeist Thätigkeitcn deö GeisteS und Gemüthcö bezeichnende Zahl von Abstrakten, welche in den Sprüchen Vorkommen '), und deren Ursprung zum Theil in die Zeit Salomo's zu fallen scheint. Salomo war nämlich eben so Epoche machend auf dem Gebiete der Reflexion und der Lebensweisheit, wie eö David auf dem Felde der Lyrik war. Daß daö Spruchbuch von verschiedenen Verfassern herrühre, geht schon aus den in demselben befindlichen Ueberschriften hervor"). Nach dem Thalmud wurde dasselbe בינה הבובה דעח הכמה לקה ערמה מזמר! מוסר עצה (י מועצה מהשבה שכל השכל הוכהה חושיה מרפא רפאות שקוי נעם כסל שעשועים פעלה החבלה אמונה אמונים דאגה תקוה תוחלת האור, אולת תענוג ריש מחסור. .10 .1 ,31 .1 ,25 .23 ,24 .1 ,1 ף von Hiskia in den Kanon ausgenommen, und Sckorr sucht wahrscheinlich zu machen, daß hier nicht von Hiskia, dem Könige Juda's, sondern von einem schriftgelehrten Zeitgcnossen des Königs Herodes die Rede sei׳'). Die thalmndische Nachricht, daß die Aufnahme der Sprüche in den Kanon mit Schwierigkeiten verbunden gewesen 4) ist ganz gewiß historisch. Der Grund dieser Schwierigkeiten scheint aber nicht in den von den thalmudischen Quellen angeführten einzelnen Aussprüchen, sondern in dem Umstande gelegen zu sein, daß die Sammlung der heiligen Schriften so sehr von nationalen Rücksichten geleitet wurde, daß die dem Salomo zngeschriedenen Werke wegen ihres allgemein menschlichen Inhaltes nicht ganz geeignet schienen, der heiligen Büchersammlung einverleibt zu werden. Eine freisinnigere Anschauung hat jedoch dieselben für die Nachwelt gerettet. Die verhaltnißmäßig spätere Aufnahme der Sprüche in den Bibelkanon mag Ursache sein, daß die Septuaginta einige Verse enthält, welche in der hebräischen Bibel fehlen, wie sich denn ü b e r h a u p t die Differenzen zwischen dem h e b r ä i s ch e » Terte und der Septuaginta ohne Vergleich mehr in den jüngeren als in den älteren biblischen Büchern finden. Die größte Abweichung der Septuaginta in den Sprüchen findet sich hinter 2-1, 22., wo die griechische Uebersehung ein beträchtliches Stück hat, wovon man hier im hebräischen Terte vergeblich eine Spur sucht. Die vier ersten Verse dieses Stückes sind überhaupt gar nicht hebräisch vorhanden, und Ewald hat vor kurzem den Versuch gemacht, den hebr. Tert ans der griechischen Uebersetzung wieder herznstellen ׳'). Dieser Versuch scheint u.tS jedoch nicht durchaus gelungen zn sein. Denn so treffend auch einzelne Ausdrücke und Redensarten wieder gegeben sind, klingt doch Anderes gar so »»hebräisch, daß wir zweifein, ob eS Ewald selbst, wäre er nicht der Verfasser, verstanden haben würde. Wir berufen uns in dieser Rücksicht nur auf die erste Zeile: דבר נשמר בן מאיר יהיה׳ Wer wäre wol im Stande, den Sinn dieser Worte zu enthüllen? Nach nnscrm Dafürhalten dürften die fraglichen Verse ungefähr folgender Maßen gelautet haben: .1 בן שומר ךברזגקי יהיה מרעה ולוקחו לל!ה אוהו. .2 כזב מלשין למלך לא ידבר וכזב לא יצא מפיו. .3 הרב לשון מלך ולא בשר הנהן ביךה יטרף. .4 כי אם יהרה אפ* * האכל אח בני אדם עם הגידים ועצמות בני ארם תגרם והבעק כלהבה ולא תהיינה למאכלת בני נשר. י) He-Chalu; 1, 98. *) Sabb. 30, 0. Midr. zn d. Schn. 25, 1. Ab. der Nabb Nathan 1- "') Jhrb. d. bibl. Wiffensch. 11, 18. 19.