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Ben Chananja · 1861-05-31 · 22 (31.5.1861) · p. Seite 195

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
22 (31.5.1861)
Date
1861-05-31
Page
Seite 195 (sequence 5)
Language
German
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195 ti) Ei) erinnert dieses an den thalnt.idischcn Ausspruch: אוירא ״ רארץ ישראל החכושdie Lust von Palästina macht klug." ') Es mag bei dieser Gelegenheit bemerkt werden, daß Philo glaubt, daß Hera kl it sein Buch ״über die Gegensätze" dem Pcntatench entnommen hat. י) Auch von Philo (über kontemplatives Leben §. 2) angeführt. Allerlei andere Nachweisungen über diesen Spruch in unserem Ben Gcbirol S. -10. ") Die ganze Stelle findet sich auch C hu litt S. 137. Raschi führt diese Worte an zur Stelle, weßhalb wir sie hier nicht gegeben haben. '") Bcrgl. unsere rabb. Blnmenlcse S. 130 Nr. 162. Auch folg. Worte mögen hier folgen Mcch. Beschall. Ende וקנים הראשתיש ״ אמרו כך מדה מהלכת על סני כל הדורות.Die Alten der Borzeit sagten: so gehet das Maaß durch alle Geschlechter hindurch." “) Der thalmudischc Ausdruck ״ שאור שבעיסהder Sauerteig tat Teige" enthält dieselbe symbolische Beziehung im Allgemeinen. 12) Diese Grnndanschannng ist auch die thalmudischc zu II. B- M. 20, 25. Bcrgl. Nascht zur Stelle. Zur MWle der Oudeir in ilngorn. Von G. Wolf. Die Kaiserin Maria Theresia hat als Königin von Ungarn im Jahre 1746 (7. Sept.) eine Kopfsteuer den Juden in Ungarn auferlegt und zwar 2 fl. pr. Kopf, ohne Unterschied ob Männer, Weiber oder Kinder. Es sollte durch diese Einnahmen ein Theil der großen Ausgaben für den Krieg gedeckt werden. ES mußte eine Konskription angeordnet werden und wir!heilen hier die Resultate derselben, obschon sie unvollständig sind, mit. Für die Statistik sind sie nicht uninteressant. Die Obergespäne der Ugocser, Marmaroscher, Sümegher Komitate melden, daß die Resultate der Konskription ihnen noch unbekannt sind. Der Obergespan von Stuhlweißenburg Graf Franz Esterhazy meldet, daß die Konskription wol angeordnet ist, die Juden sind jedoch Armut halber nicht in der Lage zu zahlen. Von Preßburg wird berichtet, daß Schwierigkeiten erhoben werden. Im Neutraer Komitat leben 2360 Juden, doch bitten dieselben um Aufschub, da sie von einer Feuersbruust schwer heimgesucht wurden. Im Neoigrader Komitate befanden sich 153 Juden, jedoch wurde die Meinung ausgesprochen, nach dem Berichte deö Obergespannes Grafen ForgucS diese Steuer wäre wider das Gesetz. Der Bischof von Cöanäd berichtet, daß daselbst 12 Juden wohnen; im Bekoscher Komitat wohnt 1 Familie 4 Köpfe zählend. Der Administrator von Syrmien Baron Pejacevich meldet, daß blos in Peterwardein und Semlin Juden wohnen, die zur Jurisdiktion der Militärgrenze gehören*). Im Saroser Komitate sind 118 Köpfe, im Tolnenser Komitate 297 Juden im Baranyenser keine. Im CsongrLder, Turoczer und Honther Komitate leben ebenfalls keine Juden. Von letzterem wurden sie wegen der Bergstädte vertrieben. Im Nngvarer-Komitat 216 in Veröeze 11 Juden. *) Slum. Vom Biharer Komitate wurde eine Kommission nach Peterwardein gesendet, um die Konskription auszunehmen, man wollte sic jedoch nicht cinlasseu. In den königlichen Freistädten, in Raab 57, Komorn 34,. Bartscha 12, Szathmär-Nemet 19, Modern. In EpericS, Nagy-Banya, Kaschau, Debrezin, Käßmark, Pest, Szegedin, Stnhlweißenburg, Ruft, Zibinium, Fölsö-Banya sind keine Juden, ebensowenig im Jazigier und Kumanier-Distrikte und in den Haidukenstädteu. So weit die Notizen, die ich ans den betreffenden Berichten die Obergespäne entnommen habe. Wie sehr haben sich seit jener Zeit die Dinge geändert. Wenn aber die jüd. Bevölkerung in Ungarn so sehr angewachsen ist, und wie wir glauben müssen zum Nachtheile der Länder, so geschah dieses, weil ehemals die ungarische Gesetzgebung am liberalsten gegen die Inden im Kaiscrstaate war. In dem jetzigen Momente, und wir wollen hoffen, daß dieser nicht lange dauern wird, sind die ungarischen Juden im Nachtheile gegen ihre Glaubensbrüder in den andern Krouländern. lüaiiömuiflm im gebiete jüdischer Vorzeit. Von vr. Carinoly.*) 39. Die f ü n f g e l e h r t c n B r ü d e r v o n E v r e u r. Ein herrlicher Frühlingstag schien über Evrcur. Mein -eben war damals — cS ist schon lange her — nur ein sonniges Wandenr durch ganz Frankreich, als ich durch die Strassen der belebten Stadt hinfuhr. Evrenr, Medi o la n u m EbnroviceS, Ebroicae איוורא , איכורא ist eine sehr alte Stadt in der Normandie, 1l» Stunden von Nonen. Die Israeliten lebten hier, während dem Mittelalter, in glücklichen Verhältnissen und durften die Schwingen des Gei- .stes entfalten. Fünf Brüder, die alte aus Evrenr waren, vertraten um 1230 das Thalmudstndinm. und wurden unter dem Namen גדולי ״ איבוראdie Große von Evrenr" weit und breit bekannt. Der Erste, R. Isaak b cn Schueor, gewöhnlich ״Isaak von Evrenr" genannt, gründete eine Schule in Pontoisc, die viele Schüler zählte, an deren Spitze ״Isaak de Eorbeil" stand. Diese und seine andern Zuhörer verbreiteten seine Lehre mündlich und schriftlich, so daß seine Ansichten, in vielen Werken ausgezeichnet, bis auf uns gelangt find. Der Zweite. N. M c i r bcn Schueor, war Rabbiner in Molezon, wo er Vorträge über den Thalmud hielt. Einer seiner Jünger ״Isaak ben Samuel", starb als Schulobcrhaupt in Worms. R. Meir hiuterlies einen begabten Sohn, Namens R. Samuel ben Meir von Evrenr, der von Moses Reiti besungen wurde. Der Dritte, R. Moses ben Schneor, tnchr unter dem Namen ״N. Moseö von Evrenr" bekannt, war der Größte seiner Brüder. Er lehrte in seiner Vaterstadt und war der Lehrer vieler Rabbiner, welche einen klangvotten Namen erlangten. Ich nenne nur seinen Sohn gl. Chajim, der ein Siddur schrieb, R. Jona, eine große rabbinische Autorität, und R. Aaron ha-Cohen, ben R. Jose, ben Sk. Aaron, Verfasser des סר הגן□• Moses von Evrenr arbeitete eigene Tossafot aus, die ״Tossasot Alsesi" genannt werden, und die Handschriftlich in Paris liegen. Auch schrieb er über Moral und verfaßte eine Schrift über religiöse Gebräuche על הכל betitelt, die nur noch aus einer Stelle in קנה כינה bekannt ist. In seinen Rechtsgutachtcu unterschreibt er sich gewöhnlich: בן מהר״ש, Sohn deS Rabb. Schneor. nicht!2 כן מהר״ י, Sohn des N. Jom Tob. Der Vierte, R. Sam uel ben Schneor, nach seinem Geburtöort ״R. Samuel von Evrenr" genannt, war ein Zuhörer von *) S. oben S. 178.

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